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Sie haben das Recht, als Mitglied abgelehnt zu werden

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Maranzano
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Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 831
BeitragVerfasst am: 11 Jul 2017 19:37   Titel: Antworten mit Zitat

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Maranzano
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Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 831
BeitragVerfasst am: 12 Jul 2017 19:28   Titel: Antworten mit Zitat

Quelle: Sport Bild

Ausgrenzen ist das Mittel von Diktatoren, die argumentative Auseinandersetzung scheuen. (Dietmar Gessner)
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*Sancho*
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Anmeldungsdatum: 15.07.2011
Beiträge: 11221
Wohnort: Regensburg
BeitragVerfasst am: 12 Jul 2017 19:37   Titel: Antworten mit Zitat


MMDM91 hat folgendes geschrieben:

*Sancho* hat folgendes geschrieben:
Kann man alles so sehen, es geht aber nicht um den Inhalt, sondern um die Art und Weise, wie man seine persönliche Meinung jedem Andersdenkenden aufs Auge drücken will.
Nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel" vorzugehen ist moralisch einfach falsch, egal ob Pro oder contra Kind. Da steht man sich nach den jüngsten Unterfangen in nichts nach.


Mich interessiert ganz emotionslos, inwiefern Du auf Anhängerseite Mittel siehst, die "[ge]heiligt" werden müssten? Ich verstehe, dass Du das Sammeln von potentiellen Mitgliedern mit wahrscheinlich gleicher/ähnlicher Meinung hinsichtlich der kommenden wichtigen Abstimmung meinst, um die Chancen auf eine Stimmmehrheit zu erhöhen. Frage mich aber, was genau Dich daran stört? Ist doch eigtl nur eine Wählermobilisierung durch Wähler, wie sie auch im politischen Kontext bei so ziemlich jeder politischen Wahl zahlreich stattfindet.


Um hier noch kurz zu antworten:

Nein, eine Wählermobilisierung ist da für mich schon was anderes. Wenn jemand nicht wählen geht, kommt er seiner Verpflichtung der demokratischen Gesellschaft gegenüber nicht nach, auch wenn im allgemeinen da nur von den jeweiligen Rechten der Leute gesprochen wird.
Ein Aussenstehender hat mit einem Verein überhaupt nichts am Hut.

Als Beispiel in der Parteienlandschaft wäre das eher sowas wie der Eintritt sämtlicher Liberalen in die Union um endlich auch mal wieder regieren zu können. Auch wenn mich jetzt dieses Beispiel eher belustigen würde, wäre dieses Vorgehen den echten Union - Wählern gegenüber moralisch eher kritisch zu sehen.

Natürlich gibts da auch Abstufungen, aber wenn man mal die einschlägigen H96 Foren durchforstet und liest, wer da alles Eltern, Großeltern und wen auch immer für ihre Zwecke instrumentalisiert hat, kann man da sicher nicht mehr von einem moralisch einwandfreien Vorgehen sprechen - schon gar nicht, wenn man sich am laufenden Band über die moralischen Verfehlungen der Gegenseite auslässt.
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Megget
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 12150
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 13 Jul 2017 13:41   Titel: Antworten mit Zitat

Was ist das eigentlich für eine lächerliche Diskussion?

Ihr streitet hier darüber, welche Maus grauer ist als die andere?

Interessant...


@Sancho:
Ich mag dich, wir haben uns schon nett unterhalten und einige kontroverse Diskussionen geführt.

Aber das was du hier schreibst, ist einfach Quatsch.


Der Nachfolgeverband der Roten Kurve hat quasi als Reaktion auf die knappen Ergebnisse bei der letzten MV Ende April versucht, Stimmen zu organisieren, um bei der nächsten (außerordentlichen wie ordentlichen) MV das Ding zugunsten der eigenen Ansicht zu kippen.

Hier geht es schon seit LANGEM nicht mehr darum, dass sich Ultras wichtiger nehmen als der Verein. Es geht genau um das Gegenteil:

Herr Kind tritt die Satzung des Vereins sowie sämtliche demokratische Regelungen mit Füßen.

Kurz vor der MV werden tausende Briefe auf Vereinskosten verschickt, in denen dazu aufgefordert wird, das Verhalten des so tollen Vorstands zu unterstützen.
Als man im Gegenzug den Verein aufforderte, auch die Stellungnahme der Opposition im Vorfeld zu verschicken, wurde seitens Vorstand nur gelacht und es geschah natürlich nichts.

Auch die MV selbst war alles andere als juristisch sauber. Die Stimmauszählung war eine Farce, Mitglieder haben Anträge gestellt, die aus fadenscheinigen Argumenten abgelehnt oder vertagt wurden.


Es geht hier nicht mehr um bloße Mitbestimmung oder um Selbstdudelei der Ultras respektive der Fanszene respektive der roten Kurve.

Es geht darum zu verhindern, wir eine Einzelperson, gefolgt von einigen Unternehmern, den Verein - gegen jede Vernunft - übernehmen und dabei demokratische Linien übertreten.


Als Reaktion auf diese unfassbar schäbige MV hat der Verein die Kampagne gestartet, dass jede Stimme zählt und hat in unterschiedlichen Aktionen dazu aufgefordert, dem Verein beizutreten.


Was hat die rote Kurve gemacht?

Im Sonderzug zum Aufstiegsspiel in Sandhausen wurde quasi der ganze Sonderzug mobilisiert, entweder noch Mitglied zu werden oder die passive Mitgliedschaft in eine aktive, stimmberechtigte Mitgliedschaft aufzuwerten.

Letztlich unterstützt man damit die Kampagne, die 96 fährt: Mitglieder werben.

ABER:
Auf einmal hat man einen Stapel Anträge da liegen, der mutmaßlich von einer Gruppe stammt, die nicht unreflektiert dem großen tollen Heilsbringer folgt, sondern die Vereinsübernahme kritisch hinterfragen und begleiten will.

So hat man sich das dort wohl nicht vorgestellt.

Die Reaktion?

"Bestellt eure Dauerkarten mal trotzdem, die 15 Prozent Vergünstigung kriegt ihr schon." Dann wird man über sechs Wochen hingehalten und erhält dann eine Absage ohne jederlei Begründung.

"Wir haben Ihren Antrag geprüft und sind dazu gekommen, ihn im Interesse des Vereins nicht anzunehmen."


Was ist das für ein lächerliches Verhalten?

Das hat mit Ultra sein nix mehr zu tun. Ich weiß wie du, Santosh, über Ultras denkst. Und dass wir da anderer Meinung sind, ist ja auch nichts schlimmes.

Unter diesen Anträgen sind aber auch diverse Anträge von Menschen dabei, die nicht der Ultraszene zugehören.
Ganz im Gegenteil. Rund um den Tag X wurden etliche weitere Anträge abgelehnt, einfach nur, weil man vermutet hat, dass diese Menschen ebenfalls kritische Stimmen mit sich bringen.


Du kannst mir erzählen was du willst:

Hier gibt es eine klares demokratisches Fehlverhalten von der Vereinsführung. Ein Fehlverhalten bei der Fanszene zu sehen, zeigt einfach nur, wie festgefahren du mit deiner Meinung bist und wie schnell du beim Wort "Ultra" abschaltest.
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*Sancho*
Moderator
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Anmeldungsdatum: 15.07.2011
Beiträge: 11221
Wohnort: Regensburg
BeitragVerfasst am: 13 Jul 2017 18:05   Titel: Antworten mit Zitat

@Lukas:

Dass ich keine sonderlich hohe Meinung von den Ultras hab, ist kein Geheimnis. Und das liegt wohlgemerkt nicht an den jeweiligen Personen, sondern viel mehr an ihrem Verhalten. Aber darum geht es hier ja wie Du selbst schreibst nicht. Der Hauptgrund meiner Ablehnungshaltung gegenüber Ultras hat aber verdammt viele Parallelen zu dem, was jetzt hier über die Sache gesprochen wird.

Ich bin absolut kein Fan von Kind und Du rennts bei mir mit Deiner Beschreibung offene Türen ein. Ich hab auch überhaupt kein Problem damit, wenn Leute da versuchen aufzustehen und für ihre Sicht der Dinge werben. Das ist alles absolut in Ordnung und entspricht auch meinem Verständnis von Demokratie.

Mein Problem liegt da viel mehr in der Diskrepanz zwischen den Maßstäben die man an die "Gegner" und an sich selbst anlegt.

Wenn Gruppierungen ala ProVerein aktiv dazu aufrufen, dass man doch bitte Mutter, Vater, Opa, Oma etc. von einer Vollmitgliedschaft überzeugen soll nur um bei der nächsten HV mehr Stimmen für die eigene Sache zu erhalten, dann ist das zwar legitim, geht aber am eigentlichen Grund einer Mitgliedschaft komplett vorbei.

Wenn dann der Verein diese Anträge nicht genehmigt, ist das ebenso legitim und geht ebenso an der eigentlichen Sache vorbei.

Diesbezüglich handelt keine der beiden Seiten moralisch einwandfrei und man befindet sich in seinem Vorgehen auf ein und derselben Stufe.

Wenn da aber jetzt groß über die "moralischen Verfehlungen" des anderen geschimpft wird und dabei komplett unter den Tisch gekehrt wird, dass man selbst keinen Deut besser gehandelt hat, ist das für mich eine äusserst einseitige Betrachtung der Sache.

Und wenn dann wie zZ häufig argumentiert wird, dass die eigenen Verfehlungen ja keine Relevanz haben, weil man ja schließlich zu "den Guten" gehört, geht das absolut an meinem Verständnis von Demokratie vorbei.
Das hat dann verdammt viel von Trumps "Foltern ist böse, aber absolut legitim, wenn wir es tun"...

Und genau hier schließt sich wieder der Kreis zu vielen Ultras. Da sind Pflichten und Gesetze auch nur so lange relevant, bis sie nicht im Gegensatz zur den eigenen Überzeugung stehen. Über alles andere darf man sich problemlos hinweg setzen - aber wehe wenn man für diese Verfehlungen sanktioniert werden soll, dann sind alle anderen die Bösen und man selber ist nur ein armes Opfer.
Das ist opportunistisches Verhalten vom Feinsten.

Aber um das nochmal ganz deutlich klarzustellen: Ich hab kein Problem damit, wenn man Entwicklungen hinterfragt und sich z.B. gegen Kinds Machenschaften auflehnt. Im Gegenteil, das ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierender Demokratie.
Und ich hab auch kein Problem damit, wenn man ein moralisch verwerfliches Verhalten der Gegenseite anprangert, aber eben nur solange man nicht selbst genau das Gleiche macht.
Man hat versucht, über "tote Mitgliedschaften" nur für die HV eine Mehrheit zu erlangen und ist dabei aufgeflogen. Legitimer Versuch - aber leider erfolglos. Mund abwischen und weiter...aber dieses Gejammere um die Ablehnung ist ein Armutszeugnis...
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Maranzano
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Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 831
BeitragVerfasst am: 13 Jul 2017 21:44   Titel: Antworten mit Zitat

Keine Ahnung, wo du das mit Vater, Mutter, Opa und Oma des öfteren gelesen haben willst. Ich bin im Forum des Fanmagazin aktiv und das ist mindestens das zweitgrößte und aktivste 96-Forum. Da gab es zwischendurch immer wieder mal Hinweise darauf, dass man ja auch eine Familienmitgliedschaft machen könnte, aber man kennt ja die Pappenheimer dort ganz gut und das sind zu 99% Erwachsene, die da geschrieben haben und somit scheiden Väter und Mütter schon einmal aus und die Großeltern sowieso. Und viele Ehefrauen sind sicherlich auch 96-Fans. Ich habe da nie etwas davon gelesen, dass man einfach irgendwen zu einer Mitgliedschaft überreden soll, den 96 gar nicht interessiert und der nur zur MV gehen soll, um gegen Kinds Pläne zu stimmen und sich dann wieder als Mitglied verabschieden darf. Und genau danach klingt ja dein Post.

Die an einer Mitgliedschaft interessierten Menschen sind nicht nur zu 99% alles 96-Fans, sondern viele von ihnen müssen es sich leider ankreiden lassen, dass sie erst jetzt Mitglied werden wollen. Die haben teilweise schon jahrelang aktiv im Forum geschrieben und gegen Kinds Pläne gewettert, aber wurden aus verschiedenen Gründen noch kein Mitglied. Bei manchen ist sicherlich das Geld dafür nicht vorhanden oder man vermochte es besser zu investieren, andere dachten, dass Kind eh nicht aufzuhalten sei und es auf ihre bescheidene Stimme ja nicht ankäme. Davon habe ich leider immer wieder gelesen und das ist dann halt besonders ärgerlich, weil es eben immer wieder eine recht enge Kiste war und eben nur 20, 30 oder 40 Stimmen gefehlt haben.

Die 119 abgelehnten Mitgliedsanträge wurden ja auch, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, allesamt in einem Sonderzug auf einer Auswärtsfahrt gesammelt. So viel also zum Thema, dass man ja nur oder vor allem Nicht-Fans rekrutieren will.

Wobei, nicht zu vergessen auch die in letzter Zeit abgelehnten Wandlungen. Da sind auch viele dabei, die schon länger Mitglieder sind, aber bisher nicht das Recht hatten, bei der MV mit abstimmen zu dürfen. Also auch hier eher keine Nicht-Fans.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Punkte, wo Kind & Co. ganz schlimm agiert haben. Von moralisch extrem fragwürdig bis hin zu "deswegen müsste die letzte MV eigentlich nichtig sein". Aber da findest du dann ja vielleicht auch noch Erklärungen dafür, warum man sich als 96-Fan darüber nicht ernsthaft echauffieren darf.

Und zum Thema "nach der Wahl dann wieder weg": Bereits vor der letzten MV gab es das Gerücht, und ich halte das auch im Nachinein noch absolut für möglich, dass Kind direkt nach der MV zurückgetreten wäre, wenn er dort gescheitert und Pro-Verein durschlagenden Erfolg gehabt hätte.

Wenn man es doch noch irgendwie auf einer MV schaffen sollte, dass Kind schlussendlich seine Pläne begraben kann, dann wird genau das vermutlich auch passieren.
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Megget
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 12150
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 13 Jul 2017 22:03   Titel: Antworten mit Zitat

Starker Beitrag Maranzano!

@Santosh:

Mir ist immer noch nicht ganz klar, was du daran verwerflich findest, dass man seine Familienmitglieder dazu motiviert, Mitglied zu werden.

Und vor allem, wie man das auf eine Stufe stellen kann mit den Aktionen von Kind.
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*Sancho*
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Anmeldungsdatum: 15.07.2011
Beiträge: 11221
Wohnort: Regensburg
BeitragVerfasst am: 15 Jul 2017 09:37   Titel: Antworten mit Zitat


Megget hat folgendes geschrieben:

Mir ist immer noch nicht ganz klar, was du daran verwerflich findest, dass man seine Familienmitglieder dazu motiviert, Mitglied zu werden.


Ich weiß - und die Erfahrung zeigt, dass sich daran auch nichts ändern wird, auch wenn ich es noch 10mal versuche zu erklären.
Hier sind wir am gleichen Punkt angekommen wie in vielen Ultras-Diskussionen.


Megget hat folgendes geschrieben:

Und vor allem, wie man das auf eine Stufe stellen kann mit den Aktionen von Kind.


Mit den Aktionen?! Nein, nur mit einer, nämlich der Ablehnung besagter Mitgliedsanträge.
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Maranzano
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Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 831
BeitragVerfasst am: 31 Jul 2017 11:01   Titel: Antworten mit Zitat

Puh, kaum liest man mal ein paar Tage keine Nachrichten mehr, geht es plötzlich richtig ab.

Heute wird es in Hannover spannend.

Kind & Co. geht wohl wirklich richtig die Düse und man will jetzt schnellstmöglich Fakten schaffen.

Der AR trifft sich heute und soll eine Entscheidung treffen, die nicht nur gegen die Beschlüsse der letzten MV verstoßen würde, sondern eventuell auch die Mitglieder des AR später persönlich haftbar machen könnte.

Die letzten Hoffnungen ruhen also wohl einerseits auf der Angst der Mitglieder des AR genau davor, vor allem van Lintel sollte sich das besser zweimal überlegen, und andererseits auf die vielleicht letzte Verteidigungslinie, dem Ehrenrat. Wobei da die Frage ist, wie die ticken und ob die notfalls auch die Eier dazu hätten, das Richtige zu tun.
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Maranzano2
Kreisliga
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Anmeldungsdatum: 31.07.2017
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: 4 Aug 2017 06:04   Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Brief ging an alle Fanclubs raus:


Liebe Fanszene,

liebe Fanclubs,


nach Ablauf der Saison erhielten wir zahlreiche Anrufe und Nachrichten, dass Mitgliedsanträge für eine Mitgliedschaft im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. ohne eine Begründung abgelehnt wurden. Nach dem wir das Ausmaß von mittlerweile weit über 120 abgelehnten Mitgliedsbeiträgen erfasst hatten, nahmen wir umgehend als Fanbeirat Kontakt zum Verein auf und baten mit Fristsetzung um eine schriftliche Stellungnahme.

Diese erfolgte bekanntlich nicht. Allerdings bot Hannover 96 uns ein Gespräch für den 03.08.2017 an, welches wir heute wahrgenommen haben.

An dieser Stelle möchten wir aus Gründen der Vollständigkeit der Darstellung aus der hannoverschen NEUEN PRESSE vom 03.08.2017 widersprechen, dass seitens Martin Kind auf uns zugegangen wurde. Auch ging es nicht unter anderem um die abgelehnten Mitgliedsanträge, sondern ausschließlich um dieses Thema.

Seitens Hannover 96 e.V. nahmen die Herren Kind, Krause, Dierich und Rehberg an dem Gespräch teil. Unserem Wunsch, Mitglieder aus dem Aufsichtsrat an diesem Termin teilnehmen zu lassen, wurde dabei nicht entsprochen.

Nach einleitenden Worten des Herrn Dierich vermittelten uns die Vertreter des Vereins zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, sich ernsthaft auf das Gespräch vorbereitet zu haben, noch die Fanszene als ebenbürtigen Gesprächspartner zu sehen. Viel mehr betätigte man sich einfachster rhetorischer Stilmittel, um sich vermeintlich mit uns auf eine Ebene zu bringen.

Nach mehrfacher Ermahnung unsererseits, sich bitte sachlich und unausschweifend einer Begründung für die abgelehnten Mitgliedsanträge zu zuwenden, wurden zahlreiche unvollständige Erklärungsversuche platziert, die wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Während Herr Krause die Ansicht vertrat, aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft hierzu geben zu können und es Einzelfallprüfungen bei allen Betroffenen durchgeführt wurden, gab Herr Kind offen zu, dass es zwischen dem Hannover 96 e.V. und dem Lizenzspielbetrieb einen Abgleich um eventuelle Auffälligkeiten (Stadionverbote etc.) gegeben habe, was zu den von Herrn Krause angeführten Einhaltungen von datenschutzrechtlichen Bestimmungen im Gegensatz steht.

Weitergehend sollen einzelne Mitgliedsanträge von Minderjährigen ausgefüllt gewesen sein, worauf seitens des Fanbeirats entgegnet wurde, dass hier sicherlich ein Hinweis darauf als Begründung dazu geführt hätte, eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten beizubringen.

Für die Gesamtheit der abgelehnten Anträge fand Herr Dierich sehr umfangreiche Ausführungen. Dieser gab an, dass man sich seitens der Vereinsführung Gedanken zu der Zukunft von Hannover 96 gemacht habe und dabei überein gekommen sei, wie man die Vereinskultur für sich definiere und mit wem man diese gemeinsam im Rahmen seiner Ziele strategisch am besten gestalten möchte. Er gab dabei zu, dass sicherlich auch zahlreiche Antragssteller pauschal betroffen sein, die nicht unmittelbar der aktiven Fanszene zu zurechnen sind. Der Fanbeirat solle diese Entscheidung nicht falsch auffassen, aber es gäbe innerhalb der Gesellschaft und im Leben immer Kreise, bei denen gewisse Personengruppen einfach nicht erwünscht wären, um ein Ziel zur erreichen.

Mehrfach hakten wir an dieser Stelle nach und gelangten wiederkehrend an diese Aussage zurück, die wir für uns aber nicht falsch interpretieren sollen. Da wir hier keinen Interpretationsspielraum erkennen konnten und auch keine Lösung seitens des Vereins präsentiert wurde, beendeten wir an dieser Stelle nach 25 Minuten den Gesprächstermin.

Zusammenfassend nehmen wir an dieser Stelle für uns mit, dass seitens der Vereinsführung des e.V., insbesondere der Person Martin Kind, weiterhin kein Wert auf einen lösungsorientierten und zielführenden Dialog mit der Fanszene gelegt wird.

Wir können an dieser Stelle nur weiterführend allen Interessenten empfehlen, Mitglied im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. zu werden und sich aktiv an demokratischen Prozessen im Hannoverschen Sportverein zu engagieren.



Mit schwarz-weiß-grünen Grüßen,

Fanbeirat Hannover am 03.08.2017
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Megget
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 12150
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 4 Aug 2017 09:16   Titel: Antworten mit Zitat

Geiles Ding, was die da oben abziehen
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Megget
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 12150
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 4 Aug 2017 11:29   Titel: Antworten mit Zitat

Bevor hier noch irgendjemand auf die Idee kommt, die Aktionen von Kind weiter zu verteidigen:

Klick


Zitat:

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Christian Müller hat den Verkauf von 51 Prozent der Hannover 96 Management GmbH an Martin Kind für 12 750 Euro als «unvertretbar» eingestuft. «Der angemessene Kaufpreis für die genannten Anteile ist zweifellos um ein vielfaches höher», schreibt Müller in einem Gutachten: «Die Anteilsmehrheit an diesem Vehikel zur Beherrschung des Profibetriebs von Hannover 96 ist [...] mindestens im zweistelligen, eher noch im dreistelligen Millionenbereich anzusiedeln.

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Maranzano
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Anmeldungsdatum: 09.08.2016
Beiträge: 831
BeitragVerfasst am: 4 Aug 2017 12:42   Titel: Antworten mit Zitat


Megget hat folgendes geschrieben:
Bevor hier noch irgendjemand auf die Idee kommt, die Aktionen von Kind weiter zu verteidigen:

Klick


Zitat:

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Christian Müller hat den Verkauf von 51 Prozent der Hannover 96 Management GmbH an Martin Kind für 12 750 Euro als «unvertretbar» eingestuft. «Der angemessene Kaufpreis für die genannten Anteile ist zweifellos um ein vielfaches höher», schreibt Müller in einem Gutachten: «Die Anteilsmehrheit an diesem Vehikel zur Beherrschung des Profibetriebs von Hannover 96 ist [...] mindestens im zweistelligen, eher noch im dreistelligen Millionenbereich anzusiedeln.


Geil auch, wie Kind ihn mit seiner Aussage zu diskreditieren versucht. Man muss sich nur einmal die Vita von Müller durchlesen, wer dann noch ernsthaft glaubt, dass dieser nicht befähigt wäre, solch ein Gutachten zu erstellen, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

Man merkt auch momentan an verschiedenen Sachen, dass Kind & Co. immer noch Sorgen haben, dass ihre Pläne vereitelt werden könnten. Mittlerweile haben auch wieder mehr Fans Hoffnung, dass das echt noch klappen könnte. Da bietet sich ja auch so manches an Angriffsfläche. Mal schauen, was vor allem aus Nestlers Antrag und aus der Ehrenratsgeschichte wird. Besonders enttäuscht bin ich aber ehrlich gesagt nachwievor von unserer ach so tollen "Fanvertreterin". Ob die schon immer so war oder ob sie sich von Kind & Co. hat einlullen lassen? Sie alleine hatte ja schon mehrere Möglichkeiten, etwas Tolles zu bewirken.
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