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Özil, Gündogan - Erdogan?

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Muppets
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 6636
BeitragVerfasst am: 15 Mai 2018 12:40   Titel: Özil, Gündogan - Erdogan? Antworten mit Zitat

Mesut Özil und Ilkay Gündogan trafen den türkischen Präsidenten Erdogan.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/ilkay-guendogan-mit-mesut-oezil-bei-erdogan-nationalspieler-verteidigt-besuch-a-1207710.html



Nicht weiter aufregend? Oder auf den zweiten Blick doch ein Problem?

Hier ein paar Stimmen dazu:

"Özil gehört nicht zu Deutschland"

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/fussballer-posieren-mit-erdogan-oezil-gehoert-nicht-zu-deutschland-journalist-claus-strunz-fordert-nationalelf-rauswurf_id_8931509.html

"Das Gegenteil von gelungener Integration"

https://www.msn.com/de-de/sport/nachrichten/das-gegenteil-von-gelungener-integration/ar-AAxioHF?ocid=spartanntp&MSCC=1526383113

"Geste der Höflichkeit"

http://www.spiegel.de/sport/fussball/ilkay-guendogan-mit-mesut-oezil-bei-erdogan-nationalspieler-verteidigt-besuch-a-1207710.html

"Özil und Gündogan haben nichts verstanden"

https://www.focus.de/politik/deutschland/kommentar-breites-grinsen-fuer-erdogan-oezil-und-guendogan-haben-nichts-verstanden_id_8931380.html

"DFB geht auf Distanz"

http://www.spiegel.de/sport/fussball/mesut-oezil-und-ilkay-guendogan-bei-recep-tayyip-erdogan-kritik-von-grindel-a-1207681.html



Meiner Meinung nach haben sich Özil und Gündogan äußert unklug verhalten. Ja, es ist sicherlich nicht leicht "in beiden Welten zu leben", aber nun erscheint es wirklich so, als ob das Bekenntnis zur DFB-Auswahl nur eine karriereförderliche Entscheidung war und die zugrundeliegenden Werte nicht von Bedeutung waren. Nur dann kann man eigentlich im derzeitigen politischen Klima eine solche PR-Aktion mit Erdogan ernstlich in Betracht ziehen. Dass dies eine PR-Aktion werden würde, war selbstverständlich abzusehen, da Erdogan nichts lieber macht, als sich der Menschen aus dem "anderen politischen Lager" zu bedienen. Daher sind Ausreden wie jene, dass es sich um eine ""Geste der Höflichkeit" handele einfach nur unglaubwürdig.

Es geht übrigens auch anders, wie Emre Can bewies:

https://www.focus.de/sport/fussball/brisanter-pr-termin-oezil-und-guendogan-posieren-mit-erdogan-emre-can-schlug-einladung-aus_id_8932641.html

M. E. sollten Gündogan und Özil von der DFB-Auswahl ausgeschlossen werden. Die Begründung darf gerne variieren. Wahlweise wegen totaler Ignoranz oder wegen Missachtung grundlegender Werte.

Edit: Kann besser in den WM-Thread verschoben werden.
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Kehl05
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Anmeldungsdatum: 01.08.2005
Beiträge: 9615
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BeitragVerfasst am: 15 Mai 2018 15:10   Titel: Antworten mit Zitat

ohne jetzt mit integration anzufangen halte ich es erstmal für fragwürdig erdogan in seinem wahlkampf zu unterstützen. zu recht durfte er in deutschland nicht vor seinen wählern sprechen.

es ist eine wahnsinnig dumme aktion gewesen und da muss man sich auch mal fragen, warum das management der spieler da nicht vor gewarnt hat!

machen sich aber auch selbst angreifbar. ich erinnere mich an eine partei werbung mit owomoyelas trikot "für eine deutsche nationalmannschaft" (oder so ähnlich), genau in die kerbe werden natürlich jetzt wieder alle schlagen.

der dfb scheint das mehr oder weniger hinzunehmen. will nochmal mit den spielern reden, das wirds dann aber gewesen sein. wegen mir kann Löw auch gerne beide zuhause lassen.

höfflichkeit und respekt finde ich im übrigen eine ziemlich feige aussage! damit rettet er sich doch jetzt auch nicht mehr. "für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll" setzt dem ganzen irgendwie die krone auf...
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Alles Gute Kehli!
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F360
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beiträge: 21936
BeitragVerfasst am: 16 Mai 2018 10:00   Titel: Antworten mit Zitat

Ich halte es für extrem vermessen hier jetzt den Stab über den beiden zu brechen. Erdogan ist ein Despot, möchte da jemand ernsthaft ausschließen das eine Absage des Termins oder eine Verweigerung des Treffens, Stichwort: Präsidentenbeleidigung, individuelle Konsequenzen oder auch Repressalien für die in der Türkei lebenden Familienmitglieder hätten bedeuten können? Wer will das bei 50.000 Verhaftungen 150.000 Suspendierungen ausschliessen?

Insgesamt ist die Diskussion ohne fundierte Türkeikenntnisse relativ schwierig, da sie mir dort fehlen ein Beispiel aus dem WM Land 2018: Das Land wird ebenfalls von einem Despoten regiert, die Pressefreiheit ist einschränkt und auch sonst werden da diverse unserer Werte mit Füßen getreten. Die meisten Russen wissen um die Missstände und sind bereit diese zu akzeptieren und das aus einem einfachen Grund: Es geht ihnen heute deutlich besser als vor 20 Jahren. Als Putin das Ruder übernahm stand Russland vor eine Katastrophe, gerade Jelzin hatte das Land von einer Supermacht in ein Schwellenland verwandelt. Die Angst das Reformer das Land wieder vor die Wand setzen ist heute so groß, dass man sämtliche Einschränkungen beinahe gerne hinnimmt damit genau sowas nicht wieder passiert.

Die Vergangenheit zeigt schlicht, dass man anderen Ländern / Kulturen seine Werte weder aufzwingen noch andiskutieren kann. Angenommen Mesut und Ilkay stehen, aus welchen Gründen auch immer, hinter der türkischen Politik. Wo genau liegt das Problem? Das Erdogans Politik und die türkische Kultur nicht oder nur bedingt mit unserer Kompatibel ist und man den Vorwurf formulieren möchte das die Spieler sich nicht so festlegen wie man es meint erwarten zu können?

Den beiden hätte durchaus klar sein können, welches Echo auf sie zukommen könnte, wobei gerade Mesut ja eher nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein scheint.
Ich sehe da dennoch kein großes Problem welches zwingend Konsequenzen nach sich ziehen müsste. Wobei dieser Gedanke natürlich dem vorherrschenden Klima in Deutschland, in dem täglich versucht wird jemandem seine Denke quasi aufzuwingen, entspricht.
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Thomas M. aus M.: "Ich habe 345 Spiele mit'm Philipp gemacht, davon 150 gute - der Rest war Herausragend!"
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Kehl05
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Anmeldungsdatum: 01.08.2005
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BeitragVerfasst am: 16 Mai 2018 11:45   Titel: Antworten mit Zitat


F360 hat folgendes geschrieben:
Ich halte es für extrem vermessen hier jetzt den Stab über den beiden zu brechen. Erdogan ist ein Despot, möchte da jemand ernsthaft ausschließen das eine Absage des Termins oder eine Verweigerung des Treffens, Stichwort: Präsidentenbeleidigung, individuelle Konsequenzen oder auch Repressalien für die in der Türkei lebenden Familienmitglieder hätten bedeuten können? Wer will das bei 50.000 Verhaftungen 150.000 Suspendierungen ausschliessen?


Und das Gündogan dann im Nachhinein sagt, dass man aus Höflichkeit nicht abgesagt hätte? Passt nicht so ganz in meinen Augen... Emre Can hat es zudem geschaft abzusagen.


Zitat:
Die Vergangenheit zeigt schlicht, dass man anderen Ländern / Kulturen seine Werte weder aufzwingen noch andiskutieren kann. Angenommen Mesut und Ilkay stehen, aus welchen Gründen auch immer, hinter der türkischen Politik. Wo genau liegt das Problem? Das Erdogans Politik und die türkische Kultur nicht oder nur bedingt mit unserer Kompatibel ist und man den Vorwurf formulieren möchte das die Spieler sich nicht so festlegen wie man es meint erwarten zu können?

Dürfen sie! Im stillen Kämmerlein für sich oder halt öffentlich mit entsprechenden Konsequenzen. nicht kompatibel ist sehr mild ausgedrückt. du beschreibst doch oben wie es in der türkei abläuft. sie stehen nun mal in der öffentlichkeit, da musste manchmal zwei mal nachdenken, was jetzt wie klug ist. werden sie getan haben, sollten dann jetzt auch mit den konsequenzen leben. aber scheint ja alles ok zu sein...
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Dr.Exel
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Anmeldungsdatum: 05.06.2011
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BeitragVerfasst am: 16 Mai 2018 16:21   Titel: Antworten mit Zitat

Man sollte das Ganze nicht dramatisieren und künstlich aufblasen. Man sollte die Geschichte sachlich und in Ruhe analysieren und Schnellschüsse vermeiden. Und auf der Grundlage der Ergebnisse sollte man Spieler, die sich politisch an der Seite von Despoten aus anderen Ländern platzieren und aktive Wahlhilfe für derartige Regime betreiben nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft nominieren.

Da sind Länderspiel-Karrieren für geringere Fehltritte beendet worden.
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Dr. Exel - Narrenfrei seit zwei null eins drei
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F360
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beiträge: 21936
BeitragVerfasst am: 17 Mai 2018 07:16   Titel: Antworten mit Zitat


Kehl05 hat folgendes geschrieben:


F360 hat folgendes geschrieben:
Ich halte es für extrem vermessen hier jetzt den Stab über den beiden zu brechen. Erdogan ist ein Despot, möchte da jemand ernsthaft ausschließen das eine Absage des Termins oder eine Verweigerung des Treffens, Stichwort: Präsidentenbeleidigung, individuelle Konsequenzen oder auch Repressalien für die in der Türkei lebenden Familienmitglieder hätten bedeuten können? Wer will das bei 50.000 Verhaftungen 150.000 Suspendierungen ausschliessen?


Und das Gündogan dann im Nachhinein sagt, dass man aus Höflichkeit nicht abgesagt hätte? Passt nicht so ganz in meinen Augen... Emre Can hat es zudem geschaft abzusagen.


Hat er, selbst dazu geäußert hat er sich bislang nicht. Im Zweifel konnte er aber auch einfach seine Verletzung vorschieben - die ihn vermutlich auch die WM gekostet hat - diesen Luxus hatten Özil und Gündogan gerade nicht. Der eine wird als Held gefeiert die anderen als Sau durchs Dorf getrieben.


Kehl05 hat folgendes geschrieben:


Zitat:
Die Vergangenheit zeigt schlicht, dass man anderen Ländern / Kulturen seine Werte weder aufzwingen noch andiskutieren kann. Angenommen Mesut und Ilkay stehen, aus welchen Gründen auch immer, hinter der türkischen Politik. Wo genau liegt das Problem? Das Erdogans Politik und die türkische Kultur nicht oder nur bedingt mit unserer Kompatibel ist und man den Vorwurf formulieren möchte das die Spieler sich nicht so festlegen wie man es meint erwarten zu können?

Dürfen sie! Im stillen Kämmerlein für sich oder halt öffentlich mit entsprechenden Konsequenzen. nicht kompatibel ist sehr mild ausgedrückt. du beschreibst doch oben wie es in der türkei abläuft. sie stehen nun mal in der öffentlichkeit, da musste manchmal zwei mal nachdenken, was jetzt wie klug ist. werden sie getan haben, sollten dann jetzt auch mit den konsequenzen leben. aber scheint ja alles ok zu sein...


Sie kassieren den öffentlichen Aufschrei und müssen da durch. Trotzdem wird das Thema heisser gekocht als es ist. Wobei man sich da in Zeiten von Heimministerien und Dobrindtern und wachsendem Zuspruch für die Nationalisten nicht wundern braucht. Und mal ehrlich: Wir fahren 2018 zur persönlichen Belustigung eines Despoten nach Russland, 2022 geht's zum nächsten - da wird sogar die Jahreszeiten angepasst und 2024 geht's dann vielleicht sogar zum türkischen Sultan. Da gibt's wesentlich größere Themen als 2 Spieler durchs Dorf zu treiben - die sind halt nur viel weniger bequem.
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Thomas M. aus M.: "Ich habe 345 Spiele mit'm Philipp gemacht, davon 150 gute - der Rest war Herausragend!"
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Kehl05
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BeitragVerfasst am: 17 Mai 2018 08:44   Titel: Antworten mit Zitat

tja, zumindest bei Gündogan scheint aber wohl mehr dahinter zu stecken:

https://www.welt.de/politik/ausland/article176390155/Treffen-mit-Erdogan-Guendogan-und-die-Naehe-zur-tuerkischen-Polit-Elite.html

jetzt kriegt es tatsächlich Geschmack...
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Muppets
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
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BeitragVerfasst am: 17 Mai 2018 11:20   Titel: Antworten mit Zitat

Im Falle Gündogans würde ich jetzt auch einfach mal von Kalkül sprechen wollen. In einem instabilen politischen Klima hat er sich besseren Wissens zu dieser Aktion überreden lassen, die dem DFB, aber vor allem der BRD schadet. So gelingt Integration NIE. Seine Vorbildrolle ist ihm offensichtlich egal, bzw. vielleicht auch nicht, denn möglicherweise glaubt er ja, es sei korrekt, sich so zu verhalten.

Bei Özil liegen die Gründe doch sicher auch nicht weit von denen Gündogans entfernt. Hinzukommen dürfte ein gewisser familiärer Einfluss, der beide dazu bewogen hat.

Ich bleibe dabei: Beide raus aus der N11 und das nicht nur unter heuchlerischer Ausreden, sondern knallharter Ansage: So nicht.
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Bad Al
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Anmeldungsdatum: 27.09.2012
Beiträge: 1192
BeitragVerfasst am: 17 Mai 2018 20:34   Titel: Antworten mit Zitat

Genau das was man schon eingien Vorgeworfen hat...
Im Herzen mit einem Land verbunden, aber in der N11 von Deutschland lässt sich einfach mehr Geld machen

Kann man sehen wie man will...
Einerseits ist das einfach nur Normal. Jeder will Geld verdienen.


Aber es wäre die Chance gewesen, Özil los zu werden
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Muppets
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 6636
BeitragVerfasst am: 18 Mai 2018 07:27   Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens ist jetzt alles in Butter, denn Daum hat gesprochen:

https://www.focus.de/sport/fussball/oezil-und-guendogan-mit-erdogan-tuerkei-experte-daum-verteidigt-dfb-stars_id_8945304.html

Man solle das Thema "sachlich" betrachten, meint Daum. Gut und schön, aber das ist es doch gerade, was dazu führt, dass das Verhalten der beiden Spieler kritisch gesehen wird. Die Vorhalte entspringen einer ausschließlich sachlichen Betrachtung. Daum labert sich um Kopf und Kragen und leider hat er wieder eine Plattform bekommen, bzw. er sucht sich ja scheinbar auch die Themen aus. Besonders in Erinnerung sind mir bei Daum die Äußerungen zum Tode Robert Enkes geblieben, die schon deutlich machten, was für eine ablehnungswürdige Haltung dieser Mensch aufweist. Hier fügt sich nun ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu.
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*Sancho*
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BeitragVerfasst am: 19 Mai 2018 09:26   Titel: Antworten mit Zitat

Das eigentlich Perfide an dieser Sache ist doch, dass hier automatisch ganz unterschiedliche Dinge durcheinander gewürfelt werden.

Dem einen Teil geht es darum, dass sich die Beiden mit einem Massenmörder ablichten lassen, dem anderen Teil geht es darum, dass sich die beiden als deutsche Nationalspieler mit einem türkischen Politiker treffen. Die Kritik dabei mag die gleiche sein, der Gedanke dahinter aber ein ganz anderer...
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Kehl05
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Anmeldungsdatum: 01.08.2005
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BeitragVerfasst am: 20 Mai 2018 09:27   Titel: Antworten mit Zitat

https://www.facebook.com/Bundespraesident.Steinmeier/photos/a.454599191577810.1073741829.431035763934153/611385065899221/?type=3&theater

Vom Treffen der beiden mit Frank-Walter Steinmeier. Der erteilt den beiden nun also die Absolution.
Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn ihr Herz auch für die Türkei schlägt. Auch habe ich kein Problem damit, wenn Sie die Hymne nicht mitsingen.
Das Problem ist doch, dass Sie Erdogan unterstützen, einen Präsidenten der unsere Werte und Menschen verachtet! Das wird hier in keinem Wort aufgegriffen.
Ich finde es gut, dass sich Steinmeier der Sache annimmt, aber die Aussagen die jetzt getroffen werden, zielen ganz klar am Thema der Kritik vorbei. Als hätte man nichts verstanden... Man wählt also den bequemen Weg!
Wenn ein Löw nicht die Eier in der Hose hat, ist es das eine. Wenn aber vom Bundespräsidenten so Wischi-Waschi Aussagen kommen, anstatt klar Stellung gegenüber der Türkei und Erdogan zu beziehen, finde ich das bedenklich.
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Muppets
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 6636
BeitragVerfasst am: 20 Mai 2018 13:32   Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Moment mal, doch, das ist genau der Grund, warum man Özil und Gündogan kritisiert. Sie hätten mindestens damit rechnen müssen, dass Erdogan dieses Treffen für sein politische Propaganda nutzen würde. Und das hat er.


Das Treffen mit Steinmeier heilt übrigens nichts. Das ist Kosmetik auf einem blauen Auge. Sieht trotzdem belämmert aus.
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Frank 7165
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Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 35
BeitragVerfasst am: 22 Mai 2018 13:00   Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich was wohl passiert wäre wenn sich Manuel Neuer und Thomas Müller mit Politikern der AfD getroffen hätten und ihnen ein Trikot mit "AfD.. meine Partei" überreicht hätten.
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Rigolano
Kreisliga
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Anmeldungsdatum: 22.05.2018
Beiträge: 1
BeitragVerfasst am: 24 Mai 2018 12:30   Titel: Antworten mit Zitat

In der Tat. Das wäre genau so empörend und angebracht. Ein Fußballspieler sollte möglichst keine Werbung für irgendwelche Parteien machen. Für mich kristallisiert sich heraus, dass sich manche Spieler aus der deutschen Nationalmannschaft offenbar mehr als türkische Bürger fühlen anstatt als deutschen. Dass sie aufgrund ihrer guten Leistungen dennoch bei uns mitspielen finde ich irgendwie fragwürdig, denn wozu gibt es denn "Nationalmannschaften". Doch wohl um die besten Spieler eines Landes auflaufen zu lassen - nicht die besten mit zwei Staatsbürgerschaften.
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