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Champions League 2015/16 - Viertelfinale

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juaninho
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Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 4728
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 11:49   Titel: Antworten mit Zitat

@W.Zevon:

Um das mal einzuordnen:

1. Du schreibst darüber, dass man bei den Bayern von einer "Mission failed" sprechen würde. Du lenkst die Aufmerksamkeit also auf einen anderen Verein und eine andere Liga. Quintessenz = Double wird bei den Bayern als selbstverständlich angesehen. Wieso soll es bei anderen Vereinen plötzlich bejubelt werden?

Ich weise im Anschluss auf die Ligen beziehungsweise die Kräfteverhältnisse innerhalb der Ligen hin. Das ist doch schließlich das ausschlaggebende Kriterium für ein nationales Double oder etwa nicht? Wie im Post von 10:56 Uhr bereits geschrieben: Bayern München ist in Deutschland seit Jahrzehnten der absolute Marktführer, was sich sowohl wirtschaftlich als auch sportlich darstellt. Diese unumstrittene #1 gibt es in Spanien nicht. Real und Barca sind in der Spitze etabliert, Atlético kam in den letzten Jahren näher ran. Ob die sich da oben auf Dauer halten werden, bleibt abzuwarten.

2. Daraufhin wird es unsachlich:


W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Stimmt, ich vergaß, BVB & CO. sind Fallobst, hingegen alles was in Spanien rumläuft die komplette Bundesliga inkl. der Bayern, wie bereits einer hier schrieb, in ihre Einzelteile zerlegen würde. Der Konkurrenzdruck ist in Spanien 1000mal höher als überall zusammengenommen Never ending Story...


Habe ich Dortmund als Fallobst bezeichnet? Habe ich behauptet, dass alles, was in Spanien rumläuft, die komplette Bundesliga inkl. der Bayern in ihre Einzelteile zerlegen würde? "Wie bereits einer hier schrieb", steht in dem Post. Du versuchst mir aber, diese Behauptung unterzuschieben und das habe ich kritisiert. Dementsprechend war ich es auch nicht, der in den Wald gerufen hat wie später vorgeworfen (Stichwort: reinreiten).

3. Den eigentlichen Grund für deine Einlassungen erwähnst du später:


W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Mir geht es nur tierisch auf den Zeiger, dass bei anderen insbesondere ausländischen Vereinen immer alles relativiert und anders, im Zweifel zugunsten ausgelegt wird. Jedoch bei Bayern alles in schöner Stetigkeit gegen sie verwendet wird.


Warum lässt du dich denn auf das von dir verachtete Niveau herab und wirfst anderen, in dem Fall mir, vor, ich würde alles relativieren und im Zweifel zu Gunsten auslegen? Sollte man denn nicht gerade als Bayern-Fan, dem derlei Anschuldigungen tierisch auf den Zeiger gehen, diesbezüglich ein anderes Verständnis an den Tag legen?

Ein (nationales) Double ist grundsätzlich ein Erfolg. In manchen Ländern ist es aufgrund der Kräfteverhältnisse einfacher, dieses Double zu gewinnen, aber: ein Erfolg bleibt es nichtsdestotrotz. Warum kann man sich nicht, Hahny schrieb es bereits, einfach über diese Erfolge freuen? Aus deinen Posts schimmert immer wieder "Hauptsache gegen Bayern" durch


W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Beim anderen großen FCB würde es heißen[...]



W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Jedoch bei Bayern alles in schöner Stetigkeit gegen sie verwendet wird[...]



W.Zevon hat folgendes geschrieben:
@Wolfsburg/Hannover oder gerne auch mal BVB-Sympathisant bzw. alles was gegen Bayern ist[...]



W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Ich hingegen habe lediglich angemerkt, dass, wenn sich in München[...]



W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Warum heißt es dann aber im Gegenzug bei Bayern[...]


und um diesen Kern hast du deine Posts aufgebaut. Auf mich wirkt es so, als würdest du hinter jedem Diskussionsteilnehmer jemanden vermuten, der "deinen" FCB verurteilen wolle. Mache ich nicht.
_________________
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Balle1420
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 21.09.2005
Beiträge: 17236
Wohnort: Perle Der Uckermark (schwedt)
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 11:50   Titel: Antworten mit Zitat

Dortmund? Dortmund kannst du nicht mit Madrid vergleichen denn EL ist EL und somit keine CL. Mit dieser Leistung können Sie nächstes Jahr in der CL wieder was reißen, jedoch muss heute erstmal gegen Klopp gewonnen werden..

Klopp hat ein Plan, das wird heute Abend eine enge Kiste.
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F360
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beiträge: 21788
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 11:52   Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich täuschen, aber ich zähle 6 spanische Teams im VF der internationalen Wettbewerbe. 2 scheiden sicher aus, ausgeschaltet durch die Ligakonkurrenten.
Aktuell darf man aber davon ausgehen, das von 8 Teams in den 4 Halbfinalspielen 4 Teams aus Spanien sein werden. Wir hatten im VF noch 3 Teams und können maximal 2 in den Halbfinals haben.
Die Spanier haben 3 Teams auf internationalem Spitzenniveau. Teams die sich quasi kaum aussetzer leisten und eine 2te Garde dahinter die fast nach belieben die EL prägen. 15 Jahre UEFA Cup oder EL, 7 mal ging der Pott nach Spanien, 6 mal wurde die CL gewonnen. Im gleichen Zeitraum bringt es die Bundesliga auf 2 CL Titel und kaum HF Teilnahmen.
Sicherlich sind Teams wie Sevilla und Bilbao auf Spitzenniveau keine Angstmacher, sind in ihrem Leistungsspektrum aber sicherlich europaweit die Spitze der Nahrungskette – und das gilt seit einigen Jahren sogar für beide Wettbewerbe.
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juaninho
Moderator
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Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 4728
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 11:53   Titel: Antworten mit Zitat


marci 1995 hat folgendes geschrieben:
Und dass die CL die absolute Kirsche ist, müsste dann doch auch für Bayern gelten, oder nicht? (geht nicht gegen dich juaninho, aber das wird ja von vielen immer wieder erwartet)


Absolut. Das gilt mMn uneingeschränkt für alle Mannschaften. Das "Einfordern" eines CL-Titels finde ich unsinnig.
_________________
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marci 1995
Champions-League
Champions-League 

Anmeldungsdatum: 12.11.2007
Beiträge: 1971
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 12:04   Titel: Antworten mit Zitat


juaninho hat folgendes geschrieben:

marci 1995 hat folgendes geschrieben:
Und dass die CL die absolute Kirsche ist, müsste dann doch auch für Bayern gelten, oder nicht? (geht nicht gegen dich juaninho, aber das wird ja von vielen immer wieder erwartet)


Absolut. Das gilt mMn uneingeschränkt für alle Mannschaften. Das "Einfordern" eines CL-Titels finde ich unsinnig.


Dann geht das, glaube ich zumindest, auch alles nicht gegen dich. Im Bayern-Forum wird man da teilweise schief angeschaut, wenn es heißt, dass alles unter CL-Sieg auch "gut" sein kann.

EDIT: Zu viele Verneinungen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 14:43   Titel: Antworten mit Zitat

Unabhängig von der Diskussion um den Vergleich zwischen La Liga und Bundesliga möchte ich nochmals meinen Gedanken bezüglich Einfluss von Trainern auf das Spiel ihrer Mannschaft in den Vordergrund rücken.

Immerhin sind mit PSG und Barcelona zwei Teams sozusagen als jeweilige "Favoriten" in ihren Viertelfinals ausgeschieden und mit Real hat sich ein dritter solcher "Favorit" gegen klar unterlegene Wolfsburger ebenso extrem schwergetan.

Hier möchte ich einen aus meiner Sicht deutlichen Unterschied dieser 3 Teams im Gegensatz zu den jeweiligen Gegnern (Atletico, Wolfsburg und auch Man City) und zu anderen europäischen Topteams (Bayern, Dortmund, Juventus) aufzeigen, welcher aus meiner Sicht eindeutig auf der Trainerbank und in der gesamttaktischen Herangehensweise an die verschiedenen Spiele liegt.

Was fällt auf?

Mit Enrique, Blanc und auch Zidane sitzen bei den 3 strauchelnden Teams allesamt ehemalige Fussballer mit großem Namen und/oder Vereinshintergrund auf dem Trainerstuhl; Namen und Historie, welche möglicherweise sogar ganz allein der ausschlaggebende Grund waren, weshalb man diese Herren für geeignet empfand.
Mit Zidane und Enrique haben außerdem mind. 2 aus 3 hier auch ein ehemals zumindest ordentlich funktionierendes Team übernommen.

Eine weitere Gemeinsamkeit liegt aus meiner Sicht in der Herangehensweise bzw. der taktischen Ausrichtung in den jeweiligen Spielen:

Enrique hat im Vergleich zu seinen Vorgänger(n) mit unter anderem Pep prinzipiell die Spielweise vom echten "Systemfussball" dahingehend geändert, dass inzwischen 6 (1/2 mit Iniesta) Feldspieler defensiv sicherer stehen sollen als zuvor und anschließend eigentlich nur noch die Aufgabe haben, den kreativen 3 (1/2) in der vordersten Dreierreihe zuzuarbeiten. In Zeiten des Erfolges wurde ihm das extrem positiv ausgelegt, unter anderem gegen die Bayern (O-Ton: "Barcelona kann jetzt auch Konter...").

Ein Gesichtspunkt, der der Grund für diesen Wandel sein könnte, wurde dabei aber unterschlagen:

Offensiv fällt aus meiner Sicht auf, dass bis auf wenige Aktionen mit den Außenverteidigern (wo man aber sagen könnte, dass z.B. ein Alves nun eben schon Jahre hinter Messi spielt und man sich entsprechend "kennt" und beide AV bei Barcelona sowieso eher offensiv als defensiv ihre Stärken haben) alles darauf ausgelegt ist, dass die 3 vorne es richten, indem sie individuell und gemeinsam kreativ sind und zum Teil ganz einfach "zaubern", weil sie wohl die beste Dreierreihe in Europa stellen.

Einstudierte Spielzüge, Laufwege und Standards, wie man sie häufig bei den Bayern (siehe Tor und Chance Müller gestern), auch beim BVB (siehe in praktisch jedem Spiel der Chip auf den überlaufenden AV) oder Atletico (siehe praktisch jeden Konter gestern, wo Griezmann und Carrascos Laufwege eigentlich jedes Mal zum "Befreiungsschlag" passten) sieht man dagegen kaum bis gar nicht.

Das offensive Gegenpressing ist ebenfalls zum größten Teil bereits verlorengegangen. Man gesteht hier Messi, Suarez und Neymar ganz einfach Pausen im Defensivspiel zu, damit sie beim nächsten Angriff wieder frisch und kreativ sind. Das war auch gegen Atletico auffallend... Neymar und Suarez haben erst am Ende wieder versucht (würde hier auf persönlichen Stolz und Willen tippen, das Ding noch zu drehen), nach Ballverlusten frühzeitig zu attackieren und zu "jagen". Messi schien das Ganze dann doch nicht so wichtig zu sein und es war in mehreren Situationen wieder deutlich, dass sogar Neymar und Suarez die Lauf- und Defensivarbeit für ihn übernehmen mussten, während er bei Ballverlust schlichtweg stehenblieb und praktisch innerhalb einer Sekunde völlig das Tempo rausnahm, um zu "gehen". So leidet dann eben auch das Defensivspiel und die notwendige, hohe Anzahl an üblichen Ballgewinnen sehr stark und man kommt gar nicht mehr zu Angriffen gegen eine unorganisierte (weil in der Offensivbewegung befindliche) Defensive.

Gerade das Fehlen der einstudierten Spielzüge und der Mangel an Qualität und inzwischen evtl. auch Abstimmung im Pressing führen dann aus meiner Sicht dazu, dass man es mannschaftstaktisch sehr gut organisierten Teams (und diese kommen dann halt spätestens ab dem CL-Viertelfinale) wie Atletico sehr einfach macht, die Angriffe zu verteidigen und gleichzeitig mit ungewohnt schnellem und giftigen Konterspiel den 6 "Arbeitern" von Barcelona sehr den Spaß am Spiel nehmen kann. Kommt die Kreativabteilung nicht in Wallung bzw. wird zu gut organisiert verteidigt (oder wie im Fall von Atletico auch mal gezielt "getriezt" und körperlich "gereizt"), sieht das Ganze dann - wie gestern - ideenlos, harmlos und völlig uninspiriert aus.

Das selbe Schema ist auch bei PSG sichtbar geworden. Während die individuelle Klasse der Dreierreihe um Ibrahimovic, Di Maria und je nach Spiel Cavani oder Lucas im Verbund mit Verratti als Iniesta-Pendant gegen schwächere Gegner (wie in der heimischen Liga) oder solche, die exorbitant tief und zum Teil schlecht verteidigen (wie Chelsea in der Champions League), noch ausreicht, traf man im Viertelfinale und speziell im Rückspiel auf ein (für mich überraschend) gut und stabil organisiertes Manchester City, welches ebenso wie Atletico gegen Barcelona versuchte, über schnelle Konter Nadelstiche zu setzen und ansonsten mannschaftstaktisch geschlossen verteidigte.

Hinzu kam dann das Fehlen des "Arbeiters" Matuidi und des "Bindegliedes" Verratti, welches die Offensivabteilung praktisch komplett neutralisierte. Möglicher Grund auch hier das Fehlen von einstudierten Spielzüge, keine Abstimmung in den Laufwegen, kein mannschaftstaktisches Konzept, wie Gegenangriffe zu verteidigen sind, sondern, wie bei Barcelona:

Verlassen darauf, dass im Normalfall der Staubsauger Matuidi im Verbund mit 5 weiteren Spielern jegliche Defensivarbeit stemmen kann, Verratti im Umschaltspiel den vernünftigen Pass auf Di Maria findet und dieser gemeinsam mit Ibra und dem dritten Mann schon irgendeine Idee hat und damit erfolgreich ist. Spricht aus meiner Sicht, wie auch bei Barcelona, nicht unbedingt für die taktischen Fertigkeiten eines Trainers und führt, auch wie bei Barcelona, dazu, dass man es demjenigen Trainer (und dessen Team), welcher das erkennt und darauf zu reagieren in der Lage ist, sehr leicht macht.

Um weiter in die Trainerkerbe zu schlagen, muss man sich dann eigentlich nur noch Blancs eigene, völlig sinnfrei erscheinende und vor allem mannschaftsschädigende und wohl eher fixe Idee anschauen, es im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte mit einer noch nie dagewesenen Dreier- bzw. Fünferkette zu versuchen, welche ihn dazu zwang, 3-4 Spieler mehr oder weniger positionsfremd aufzustellen (was sich bei mehr als einem Spieler in der völligen Ahnungslosigkeit äußerte, was er eigentlich wann zu tun hat) und im Endeffekt absolut keinen warhnehmbaren Effekt auf das Spiel der eigenen Mannschaft oder auf das des Gegners hatte.

Und auch bei Real sieht es dann letztenendes nicht wirklich anders aus, wobei ich hier noch den Vorteil sehe, dass sich Kroos und Modric etwas mehr am Offensivspiel beteiligen UND auch, dass mit Ramos einer der wohl unumstrittenen Führungsspieler selbst in der Defensive tätig ist (und ja, für mich ist Silva bei PSG ebenso nur auf dem Papier Führungsspieler mit Wortgewicht, wie Pique bei Barcelona) und ggf. die Offensivreihe etwas nach hinten antreibt. Außerdem muss man sagen, dass sowohl Benzema, als auch Bale schon von sich aus eher dazu bereit scheinen, Defensivarbeit zu leisten, als das bei MSN in Barcelona oder auch in Paris (wo sich Di Maria im Vergleich zu seiner Real-Zeit dieser Aufgaben leider wieder zum Großteil entledigt und nicht erkennt, dass er ein entscheidender Faktor sein könnte) der Fall ist. Im großen und ganzen findet man aber auch in Madrid mehr oder weniger das bereits von den zwei erstgenannten Vereinen bekannte Schema X, nach welchem die übrigen Spieler in erster Linie Zuarbeiter für die Dreierreihe an der Front sind, von welchen man dann ganz einfach "erwartet", dass sie liefern.

Sichtbar für mich in beiden Spielen gegen Wolfsburg, wo einmal allgemein nicht viel zusammenlief und man nicht in der Lage war, organisierte Wolfsburger zu knacken bzw. sogar spielerisch schwächer und schlecht organisierter dastand und wo es beim Rückspiel ebenfalls 3 Tore brauchte, von denen kein einziges tatsächlich herausgespielt war. 2 Standards, bei denen sich individuelle Klasse (von Ronaldo) zu individuellen Fehlern (von Rodriguez und Naldo) gesellt und ein abgefälschter Flankenball in den Sechzehner, der im Prinzip niemals bei Ronaldo ankommen darf und sicherlich ebenfalls nicht am Ende eines durchgeplanten Spielzuges mit einer ernsthaften Idee stand.

Für mich spiegeln diese (Bei)Spiele allesamt den Grundgedanken wieder, dass diese Vereine zu Unrecht und auf Kosten der Leistungsfähigkeit auf einen versierteren Trainer mit höherer taktischer Intelligenz bzw. eigener Spielphilosophie verzichten und sich stattdessen auf Ideen aus der Vergangenheit rückbesinnen, weil es ihnen die finanziellen Mittel oder eine von anderen Trainern gelegte Basis erlauben, sich auf individuelle Klasse zu verlassen.

Es würde mich (steinigt mich dafür) nicht wundern, wenn sich die tatsächlichen Hauptaufgaben im Trainingsbetrieb und Alltag der drei genannten Trainer im Prinzip auf wenige Dinge beschränken:

- Motivation, vor allem der zuarbeitenden Defensivspieler
- Tätscheln und Verhätscheln der Offensive und "leichte Kost" im Training für alle (in den unteren Ligen bzw. der Jugendarbeit würde man sagen: "Heut kicken wir nur...")

Gegenüberstellen würde ich da die Trainingsarbeit unter Klopp, unter Tuchel, unter Pep und sicherlich auch unter Simeone, welche für mich sinnbildlich für Organisation, Einstudieren, Erklären, Laufwege Einfordern, gebetsmühlenartige Wiederholung von Abläufen und tatsächliches "An-die-Hand-Nehmen" der Spieler (und weitere Dinge, welche den Rahmen sprengen) stehen.
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sanipine
Europameister
Europameister 

Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 3564
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 15:26   Titel: Antworten mit Zitat


AEK_Athen hat folgendes geschrieben:
Unabhängig von der Diskussion um den Vergleich zwischen La Liga und Bundesliga möchte ich nochmals meinen Gedanken bezüglich Einfluss von Trainern auf das Spiel ihrer Mannschaft in den Vordergrund rücken...

Guter Beitrag, danke!


AEK_Athen hat folgendes geschrieben:
steinigt mich dafür

Nö, heute nicht: Aber komm du mir mal nach Saudi Arabien...
_________________
Das wird man wohl noch sagen dürfen...
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 15:33   Titel: Antworten mit Zitat


juaninho hat folgendes geschrieben:
@W.Zevon:

2. Daraufhin wird es unsachlich:


W.Zevon hat folgendes geschrieben:
Stimmt, ich vergaß, BVB & CO. sind Fallobst, hingegen alles was in Spanien rumläuft die komplette Bundesliga inkl. der Bayern, wie bereits einer hier schrieb, in ihre Einzelteile zerlegen würde. Der Konkurrenzdruck ist in Spanien 1000mal höher als überall zusammengenommen Never ending Story...


Habe ich Dortmund als Fallobst bezeichnet? Habe ich behauptet, dass alles, was in Spanien rumläuft, die komplette Bundesliga inkl. der Bayern in ihre Einzelteile zerlegen würde? "Wie bereits einer hier schrieb", steht in dem Post. Du versuchst mir aber, diese Behauptung unterzuschieben und das habe ich kritisiert. Dementsprechend war ich es auch nicht, der in den Wald gerufen hat wie später vorgeworfen (Stichwort: reinreiten).


Das ging wohl eher in meine Richtung, auch wenn es natürlich völliger Schwachsinn ist, was er da schreibt, denn das habe ich nachweislich nicht behauptet.
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juaninho
Moderator
Moderator 

Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 4728
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 15:51   Titel: Antworten mit Zitat

@AEK_Athen: schließe mich sani an. Schöner Post.

Hinsichtlich Enrique gehen meine Gedanken da in dieselbe Richtung. Er coacht im Wesentlichen keine Elf, sondern einen Torwart, eine Viererkette und ein Dreier-Mittelfeld. Was gerne untergeht, wenn über Enrique und die Triple-Saison geredet wird, ist, dass er sich Anfang Januar 2015 fast seine Papiere hätte holen können. Genauer gesagt unmittelbar nach dem 4.1.2015, als Barca in San Sebastián mit 1:0 verlor.

Die Niederlage an sich war weniger ausschlaggebend als vielmehr, dass er sich u.a. mit Messi angelegt hatte und dabei deutlich zu spüren bekam, wer am längeren Hebel sitzt. Er begann im Sturm mit Pedro, Suárez und Munir. Messi brachte er nach der Pause, Neymar nach einer knappen Stunde und Alves in der 70. Minute. Hintergrund: die drei verspäteten sich nach dem Winterurlaub und Enrique wollte den Spielern einen Denkzettel verpassen. Ging aus seiner Sicht gründlich in die Hose. Nach dem Spiel war die Hölle los und er stand kurz vorm Rausschmiss.

Das war dann auch das letzte Mal, dass er sich in dieser Angelegenheit die Finger verbrannte. Nachdem er sich bei der Roma schon mit Totti überworfen hatte, schien er spätestens nach dieser Machtprobe mit Messi zurückzurudern. Neymar und Suárez wurden in der Rückrunde ab und an früher ausgewechselt, Messi spielte immer durch. In dieser Saison ist es noch extremer. Sind MSN einsatzbereit, spielen sie alle durch. Die Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen. Suárez wurde mal darauf angesprochen, weshalb Messi in der letzten Rückrunde plötzlich wieder mehr auf der rechten Außenbahn vorzufinden war (einer der Hauptgründe für den Erfolg). Antwort: weil er das so entschieden habe. Messi entscheidet, wie und wo er spielt.

Das ist nun mal die Kehrseite der Medaille, einen solchen Spieler zu haben. Wenn er ruft, haben alle zu springen. Bei Neymar, dem man wegen der avisierten Vertragsverlängerung auch jeden Wunsch erfüllt (u.a. nächtliche Partyausflüge nach Paris), nimmt es ähnliche Formen an. Solange gewonnen wird, spielen die Privilegien natürlich nur eine Nebenrolle und auch der Trainer darf sich im Erfolg sonnen. Bleiben die Ergebnisse allerdings aus, kommt das Echo. Gerade Enrique, bekannt als rigoroser Disziplinfanatiker, dürften da viele Dinge mächtig gegen den Strich gehen, aber ihm sind ab einem gewissen Punkt die Hände gebunden.

Haut er dazwischen, ist er wohl bald auf Jobsuche. Umgekehrt ist er dem Wohlwollen einiger Spieler ausgesetzt und riskiert es, irgendwann den Stempel des Pantoffelhelden verpasst zu bekommen. Sein Einfluss auf das Spiel, um auf deine These zurückzukommen, halte ich also ebenfalls für stark begrenzt. MSN coacht sich mehr oder weniger selber, für die Standards, defensiv wie offensiv, ist Juan Carlos Unzué zuständig. Luis Enrique kümmert sich dann um den Rest und versucht es so zusammenzufügen, dass es passt.
_________________
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 15:52   Titel: Antworten mit Zitat


AEK_Athen hat folgendes geschrieben:
Unabhängig von der Diskussion um den Vergleich zwischen La Liga und Bundesliga möchte ich nochmals meinen Gedanken bezüglich Einfluss von Trainern auf das Spiel ihrer Mannschaft in den Vordergrund rücken.

Immerhin sind mit PSG und Barcelona zwei Teams sozusagen als jeweilige "Favoriten" in ihren Viertelfinals ausgeschieden und mit Real hat sich ein dritter solcher "Favorit" gegen klar unterlegene Wolfsburger ebenso extrem schwergetan.

Hier möchte ich einen aus meiner Sicht deutlichen Unterschied dieser 3 Teams im Gegensatz zu den jeweiligen Gegnern (Atletico, Wolfsburg und auch Man City) und zu anderen europäischen Topteams (Bayern, Dortmund, Juventus) aufzeigen, welcher aus meiner Sicht eindeutig auf der Trainerbank und in der gesamttaktischen Herangehensweise an die verschiedenen Spiele liegt.

Was fällt auf?

Mit Enrique, Blanc und auch Zidane sitzen bei den 3 strauchelnden Teams allesamt ehemalige Fussballer mit großem Namen und/oder Vereinshintergrund auf dem Trainerstuhl; Namen und Historie, welche möglicherweise sogar ganz allein der ausschlaggebende Grund waren, weshalb man diese Herren für geeignet empfand.
Mit Zidane und Enrique haben außerdem mind. 2 aus 3 hier auch ein ehemals zumindest ordentlich funktionierendes Team übernommen.

Eine weitere Gemeinsamkeit liegt aus meiner Sicht in der Herangehensweise bzw. der taktischen Ausrichtung in den jeweiligen Spielen:

Enrique hat im Vergleich zu seinen Vorgänger(n) mit unter anderem Pep prinzipiell die Spielweise vom echten "Systemfussball" dahingehend geändert, dass inzwischen 6 (1/2 mit Iniesta) Feldspieler defensiv sicherer stehen sollen als zuvor und anschließend eigentlich nur noch die Aufgabe haben, den kreativen 3 (1/2) in der vordersten Dreierreihe zuzuarbeiten. In Zeiten des Erfolges wurde ihm das extrem positiv ausgelegt, unter anderem gegen die Bayern (O-Ton: "Barcelona kann jetzt auch Konter...").

Ein Gesichtspunkt, der der Grund für diesen Wandel sein könnte, wurde dabei aber unterschlagen:

Offensiv fällt aus meiner Sicht auf, dass bis auf wenige Aktionen mit den Außenverteidigern (wo man aber sagen könnte, dass z.B. ein Alves nun eben schon Jahre hinter Messi spielt und man sich entsprechend "kennt" und beide AV bei Barcelona sowieso eher offensiv als defensiv ihre Stärken haben) alles darauf ausgelegt ist, dass die 3 vorne es richten, indem sie individuell und gemeinsam kreativ sind und zum Teil ganz einfach "zaubern", weil sie wohl die beste Dreierreihe in Europa stellen.

Einstudierte Spielzüge, Laufwege und Standards, wie man sie häufig bei den Bayern (siehe Tor und Chance Müller gestern), auch beim BVB (siehe in praktisch jedem Spiel der Chip auf den überlaufenden AV) oder Atletico (siehe praktisch jeden Konter gestern, wo Griezmann und Carrascos Laufwege eigentlich jedes Mal zum "Befreiungsschlag" passten) sieht man dagegen kaum bis gar nicht.

Das offensive Gegenpressing ist ebenfalls zum größten Teil bereits verlorengegangen. Man gesteht hier Messi, Suarez und Neymar ganz einfach Pausen im Defensivspiel zu, damit sie beim nächsten Angriff wieder frisch und kreativ sind. Das war auch gegen Atletico auffallend... Neymar und Suarez haben erst am Ende wieder versucht (würde hier auf persönlichen Stolz und Willen tippen, das Ding noch zu drehen), nach Ballverlusten frühzeitig zu attackieren und zu "jagen". Messi schien das Ganze dann doch nicht so wichtig zu sein und es war in mehreren Situationen wieder deutlich, dass sogar Neymar und Suarez die Lauf- und Defensivarbeit für ihn übernehmen mussten, während er bei Ballverlust schlichtweg stehenblieb und praktisch innerhalb einer Sekunde völlig das Tempo rausnahm, um zu "gehen". So leidet dann eben auch das Defensivspiel und die notwendige, hohe Anzahl an üblichen Ballgewinnen sehr stark und man kommt gar nicht mehr zu Angriffen gegen eine unorganisierte (weil in der Offensivbewegung befindliche) Defensive.

Gerade das Fehlen der einstudierten Spielzüge und der Mangel an Qualität und inzwischen evtl. auch Abstimmung im Pressing führen dann aus meiner Sicht dazu, dass man es mannschaftstaktisch sehr gut organisierten Teams (und diese kommen dann halt spätestens ab dem CL-Viertelfinale) wie Atletico sehr einfach macht, die Angriffe zu verteidigen und gleichzeitig mit ungewohnt schnellem und giftigen Konterspiel den 6 "Arbeitern" von Barcelona sehr den Spaß am Spiel nehmen kann. Kommt die Kreativabteilung nicht in Wallung bzw. wird zu gut organisiert verteidigt (oder wie im Fall von Atletico auch mal gezielt "getriezt" und körperlich "gereizt"), sieht das Ganze dann - wie gestern - ideenlos, harmlos und völlig uninspiriert aus.

Das selbe Schema ist auch bei PSG sichtbar geworden. Während die individuelle Klasse der Dreierreihe um Ibrahimovic, Di Maria und je nach Spiel Cavani oder Lucas im Verbund mit Verratti als Iniesta-Pendant gegen schwächere Gegner (wie in der heimischen Liga) oder solche, die exorbitant tief und zum Teil schlecht verteidigen (wie Chelsea in der Champions League), noch ausreicht, traf man im Viertelfinale und speziell im Rückspiel auf ein (für mich überraschend) gut und stabil organisiertes Manchester City, welches ebenso wie Atletico gegen Barcelona versuchte, über schnelle Konter Nadelstiche zu setzen und ansonsten mannschaftstaktisch geschlossen verteidigte.

Hinzu kam dann das Fehlen des "Arbeiters" Matuidi und des "Bindegliedes" Verratti, welches die Offensivabteilung praktisch komplett neutralisierte. Möglicher Grund auch hier das Fehlen von einstudierten Spielzüge, keine Abstimmung in den Laufwegen, kein mannschaftstaktisches Konzept, wie Gegenangriffe zu verteidigen sind, sondern, wie bei Barcelona:

Verlassen darauf, dass im Normalfall der Staubsauger Matuidi im Verbund mit 5 weiteren Spielern jegliche Defensivarbeit stemmen kann, Verratti im Umschaltspiel den vernünftigen Pass auf Di Maria findet und dieser gemeinsam mit Ibra und dem dritten Mann schon irgendeine Idee hat und damit erfolgreich ist. Spricht aus meiner Sicht, wie auch bei Barcelona, nicht unbedingt für die taktischen Fertigkeiten eines Trainers und führt, auch wie bei Barcelona, dazu, dass man es demjenigen Trainer (und dessen Team), welcher das erkennt und darauf zu reagieren in der Lage ist, sehr leicht macht.

Um weiter in die Trainerkerbe zu schlagen, muss man sich dann eigentlich nur noch Blancs eigene, völlig sinnfrei erscheinende und vor allem mannschaftsschädigende und wohl eher fixe Idee anschauen, es im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte mit einer noch nie dagewesenen Dreier- bzw. Fünferkette zu versuchen, welche ihn dazu zwang, 3-4 Spieler mehr oder weniger positionsfremd aufzustellen (was sich bei mehr als einem Spieler in der völligen Ahnungslosigkeit äußerte, was er eigentlich wann zu tun hat) und im Endeffekt absolut keinen warhnehmbaren Effekt auf das Spiel der eigenen Mannschaft oder auf das des Gegners hatte.

Und auch bei Real sieht es dann letztenendes nicht wirklich anders aus, wobei ich hier noch den Vorteil sehe, dass sich Kroos und Modric etwas mehr am Offensivspiel beteiligen UND auch, dass mit Ramos einer der wohl unumstrittenen Führungsspieler selbst in der Defensive tätig ist (und ja, für mich ist Silva bei PSG ebenso nur auf dem Papier Führungsspieler mit Wortgewicht, wie Pique bei Barcelona) und ggf. die Offensivreihe etwas nach hinten antreibt. Außerdem muss man sagen, dass sowohl Benzema, als auch Bale schon von sich aus eher dazu bereit scheinen, Defensivarbeit zu leisten, als das bei MSN in Barcelona oder auch in Paris (wo sich Di Maria im Vergleich zu seiner Real-Zeit dieser Aufgaben leider wieder zum Großteil entledigt und nicht erkennt, dass er ein entscheidender Faktor sein könnte) der Fall ist. Im großen und ganzen findet man aber auch in Madrid mehr oder weniger das bereits von den zwei erstgenannten Vereinen bekannte Schema X, nach welchem die übrigen Spieler in erster Linie Zuarbeiter für die Dreierreihe an der Front sind, von welchen man dann ganz einfach "erwartet", dass sie liefern.

Sichtbar für mich in beiden Spielen gegen Wolfsburg, wo einmal allgemein nicht viel zusammenlief und man nicht in der Lage war, organisierte Wolfsburger zu knacken bzw. sogar spielerisch schwächer und schlecht organisierter dastand und wo es beim Rückspiel ebenfalls 3 Tore brauchte, von denen kein einziges tatsächlich herausgespielt war. 2 Standards, bei denen sich individuelle Klasse (von Ronaldo) zu individuellen Fehlern (von Rodriguez und Naldo) gesellt und ein abgefälschter Flankenball in den Sechzehner, der im Prinzip niemals bei Ronaldo ankommen darf und sicherlich ebenfalls nicht am Ende eines durchgeplanten Spielzuges mit einer ernsthaften Idee stand.

Für mich spiegeln diese (Bei)Spiele allesamt den Grundgedanken wieder, dass diese Vereine zu Unrecht und auf Kosten der Leistungsfähigkeit auf einen versierteren Trainer mit höherer taktischer Intelligenz bzw. eigener Spielphilosophie verzichten und sich stattdessen auf Ideen aus der Vergangenheit rückbesinnen, weil es ihnen die finanziellen Mittel oder eine von anderen Trainern gelegte Basis erlauben, sich auf individuelle Klasse zu verlassen.

Es würde mich (steinigt mich dafür) nicht wundern, wenn sich die tatsächlichen Hauptaufgaben im Trainingsbetrieb und Alltag der drei genannten Trainer im Prinzip auf wenige Dinge beschränken:

- Motivation, vor allem der zuarbeitenden Defensivspieler
- Tätscheln und Verhätscheln der Offensive und "leichte Kost" im Training für alle (in den unteren Ligen bzw. der Jugendarbeit würde man sagen: "Heut kicken wir nur...")

Gegenüberstellen würde ich da die Trainingsarbeit unter Klopp, unter Tuchel, unter Pep und sicherlich auch unter Simeone, welche für mich sinnbildlich für Organisation, Einstudieren, Erklären, Laufwege Einfordern, gebetsmühlenartige Wiederholung von Abläufen und tatsächliches "An-die-Hand-Nehmen" der Spieler (und weitere Dinge, welche den Rahmen sprengen) stehen.


Sorry aber ich verstehe jetzt deine Problematik nicht. Mag ganz schick sein was Tuchel und co. machen aber ist das gleich besser? Scheint doch zu reichen bei Enrique, Zidane selbst wenn sie nur die 2 Aufgaben haben die du sagst. In der Liga sah Atléti nicht wirklich gut aus gg Barça, letzte Saison haben die Triple geholt ua. auch über Guardiola, Zidane is ja eh erst 3 Monate da...
Wenn du Spieler solcher Qualität hast dann brauchst du da vllt auch keine grosse Meisterleistung. Das kann auch mal schief gehen wenn die Spieler einen schlechten Tag erwischen, genau so kanns schief gehn wenn du dich vercoachst zu viele faxxen machst oder was auch immer auch das kann einem Guardiola passiern...
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 16:36   Titel: Antworten mit Zitat

Ist schon viel Wahres dabei, ist wohl bei Ibra/Paris mit Blanc ähnlich wie mit Messi/Barca und Enrique. Wobei Pep damals ja auch quasi von 0 auf 100 gestartet ist. Bei Enrique sehe ich das etwas differenzierter, wobei klar ist, dass du dein Team um MSN stricken musst und nicht umgekehrt. Barca hatte da einfach auch Pech mit der Auslosung und der Formkrise, für den dünnen Kader kann Enrique sicherlich nicht allzuviel.

Barca hatte auch zur besten Zeit unter Pep wahnsinnige Schwierigkeiten - ausschließlich würde ich behaupten - mit Chelsea. Die da ja sehr ähnlich wie Atleti gespielt haben.
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juaninho
Moderator
Moderator 

Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 4728
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 17:07   Titel: Antworten mit Zitat


twietee hat folgendes geschrieben:
Barca hatte da einfach auch Pech mit der Auslosung und der Formkrise, für den dünnen Kader kann Enrique sicherlich nicht allzuviel.


Ganz im Gegenteil. Das war ihm ein Dorn im Auge. Dass man im Sommer nicht nachrüsten konnte, lag an der Transfersperre. Arda und Vidal haben bis zum Jahreswechsel warten müssen und sind bisher gefloppt. Enrique wollte im Winter unbedingt Nolito von seinem Ex-Klub holen, aber das scheiterte an der Ablöse.


twietee hat folgendes geschrieben:
Barca hatte auch zur besten Zeit unter Pep wahnsinnige Schwierigkeiten - ausschließlich würde ich behaupten - mit Chelsea. Die da ja sehr ähnlich wie Atleti gespielt haben.


Inter kann man da auch noch nennen. CL-HF 2009/10. Ewiges Quergeschiebe vor dem Strafraum ohne Ertrag. Mit Suárez hat man jetzt eine Waffe, um solche Gegner auszuhebeln, aber die Bälle muss er auch erstmal bekommen.
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F360
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 17:11   Titel: Antworten mit Zitat

@BBC: stark verkürzt erklärt AEK das eine tolle Mannschaft bis zu einem bestimmten Punkt ausreicht wenn die Chemie grundsätzlich stimmt. Diese Mannschaften aber mit einem besseren Trainer vermutlich erfolgreicher wären.
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 17:42   Titel: Antworten mit Zitat

So einen Trainer musst du erstmal finden. Es gehört nunmal mehr dazu bei solchen großen Klubs insbesondere Barça & Real als einfach nur ein Taktikfanatiker zu sein. Tuchel? Der würde da wahrscheinlich aufgefressen werden da kann der noch so grosse Taktikfuchs sein.
Man muss nunmal auch mit den Spielern und Umfeld umgehen können, das das gar nicht mal so einfach ist sollte klar sein. Enrique & Zidane haben aber das Standing. Die Spieler haben die Qualität, da braucht es eigtl gar nicht mehr als den Feinschliff man muss ihr Potenzial zur Geltung bringen. Die Ergebnisse können sich ja sehen lassen. Es muss halt passen. Also kann man sagen das Tuchel ein besserer Trainer wäre? Oder Guardiola der bei Bayern wohl immernoch mit Skepsis betrachtet wird wenns wieder nichts wird mit der CL.
Gab ja genug Leute die sogar so weit gingen zu behaupten das Enriques Barça noch stärker ist als das von Guardiola.
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 21:29   Titel: Antworten mit Zitat

Der BVB ist in dieser Saison im internationalen Wettbewerb eindeutig der stärkste Bundesligist. Das würde vermutlich auch nicht anders aussehen, wenn sie in der CL spielen würden.
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mexx2811
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 21:58   Titel: Antworten mit Zitat


Maranzano9 hat folgendes geschrieben:
Der BVB ist in dieser Saison im internationalen Wettbewerb eindeutig der stärkste Bundesligist. Das würde vermutlich auch nicht anders aussehen, wenn sie in der CL spielen würden.


Ach ja?
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Dr.Exel
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:04   Titel: Antworten mit Zitat

Das Spiel war klasse anzuschauen, aber zumindest keine Werbung für die aktuell so trendende Torwart-Pokalrochade. Mag rührselig sein, aber wenn das Leistungsgefälle zu groß wird...
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shirb
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:06   Titel: Antworten mit Zitat

Wirft jetzt kein so besonders gutes Bild auf den vorher thematisierten Vergleich zwischen spanischer und deutscher Liga, dass der BVB nicht an einem englischen Mittelklasseteam vorbeikommt.
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:12   Titel: Antworten mit Zitat


mexx2811 hat folgendes geschrieben:

Maranzano9 hat folgendes geschrieben:
Der BVB ist in dieser Saison im internationalen Wettbewerb eindeutig der stärkste Bundesligist. Das würde vermutlich auch nicht anders aussehen, wenn sie in der CL spielen würden.


Ach ja?


Komma her.

SCNR
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rotadinho
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Anmeldungsdatum: 01.07.2009
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:21   Titel: Antworten mit Zitat


marci 1995 hat folgendes geschrieben:
Also, wenn es rein nach der Leistung geht, dann ist der BVB dieses Jahr eher Top 5 in Europa als Real. Nur weil Real mehr Kohle hat, müssen sie keine besseren Leistungen als Dortmund zeigen. Hat mit Sicherheit, wie auch beim Bayern-Vergleich, immer was mit dem abnehmenden Grenznutzen von Geld zu tun, das Argument interessiert aber ja eh nie jemanden. Hätte Dortmund dieses Jahr CL gespielt, dann hätte ich ihnen sehr gute Chancen aufs HF eingerechnet. Atletico ist eig der einzig große Stärkenunterschied zur Buli. Sevilla, Valencia sind ja ganz nett, aber mit dem Ausgang der Meisterschaft haben die nichts zu tun. In der Buli spielen 2 Mannschaften um den Titel, in Spanien 3.

Ja La Liga ist stärker. Nein, nicht so exorbitant, dass ein Double des einen FCB eine Selbstverständlichkeit und des anderen FCB ein Riesenerfolg wäre.

Und dass die CL die absolute Kirsche ist, müsste dann doch auch für Bayern gelten, oder nicht? (geht nicht gegen dich juaninho, aber das wird ja von vielen immer wieder erwartet). Kann doch nicht sein, dass es für Bayern den Notenbereich 2 und 3 als Bewertung der Saisonleistung nicht mehr gibt. Kein oder ein Titel= 5 oder 6, Double=4, Triple=1, so könnte man zumindest einige Meinungen deuten.


Hat mit dem Ausscheiden des BVB nichts zu tun, wollte eben schon in der HZ schreiben. Aber wie kommst du auf die These, dass der BVB eher als Real Top-5 in Europa wäre. Der BVB hat diese Saison zweimal gegen einen Top-5-Klub gespielt -nämlich Bayern- und hat 1:5 Tore und einen Punkt geholt. In der EL die B-Elf von Tottenham geschlagen und nun mit Liverpool gegen den 8. der englischen Liga geflogen.
Der BVB hat sicher Top-10-Potential in Europa, aber selbst da sind sie noch nicht und Top-5 und vor Real ist einfach absurd und hat keinerlei Grundlage.

Und auch Bayern braucht jede Menge Glück, um die CL zu gewinnen, genauso wie jeder andere Top-5 Klub. Da muss einfach alles passen, das kann man nicht planen. Das hat auch keiner behauptet. Gesagt wurde lediglich, dass die Meisterschaft für Bayern bei den Kräfteverhältnissen ein Muss ist. Deshalb darf man sich da als Spieler und Fan natürlich trotzdem drüber freuen, aber es ist halt längst nicht so hart erkämpft, wie eine Meisterschaft in der spanischen Liga für Barca oder Real.
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Bad Al
Europa League
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Anmeldungsdatum: 27.09.2012
Beiträge: 1177
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:34   Titel: Antworten mit Zitat


rotadinho hat folgendes geschrieben:

marci 1995 hat folgendes geschrieben:
Also, wenn es rein nach der Leistung geht, dann ist der BVB dieses Jahr eher Top 5 in Europa als Real. Nur weil Real mehr Kohle hat, müssen sie keine besseren Leistungen als Dortmund zeigen. Hat mit Sicherheit, wie auch beim Bayern-Vergleich, immer was mit dem abnehmenden Grenznutzen von Geld zu tun, das Argument interessiert aber ja eh nie jemanden. Hätte Dortmund dieses Jahr CL gespielt, dann hätte ich ihnen sehr gute Chancen aufs HF eingerechnet. Atletico ist eig der einzig große Stärkenunterschied zur Buli. Sevilla, Valencia sind ja ganz nett, aber mit dem Ausgang der Meisterschaft haben die nichts zu tun. In der Buli spielen 2 Mannschaften um den Titel, in Spanien 3.

Ja La Liga ist stärker. Nein, nicht so exorbitant, dass ein Double des einen FCB eine Selbstverständlichkeit und des anderen FCB ein Riesenerfolg wäre.

Und dass die CL die absolute Kirsche ist, müsste dann doch auch für Bayern gelten, oder nicht? (geht nicht gegen dich juaninho, aber das wird ja von vielen immer wieder erwartet). Kann doch nicht sein, dass es für Bayern den Notenbereich 2 und 3 als Bewertung der Saisonleistung nicht mehr gibt. Kein oder ein Titel= 5 oder 6, Double=4, Triple=1, so könnte man zumindest einige Meinungen deuten.


Hat mit dem Ausscheiden des BVB nichts zu tun, wollte eben schon in der HZ schreiben. Aber wie kommst du auf die These, dass der BVB eher als Real Top-5 in Europa wäre. Der BVB hat diese Saison zweimal gegen einen Top-5-Klub gespielt -nämlich Bayern- und hat 1:5 Tore und einen Punkt geholt. In der EL die B-Elf von Tottenham geschlagen und nun mit Liverpool gegen den 8. der englischen Liga geflogen.
Der BVB hat sicher Top-10-Potential in Europa, aber selbst da sind sie noch nicht und Top-5 und vor Real ist einfach absurd und hat keinerlei Grundlage.

Und auch Bayern braucht jede Menge Glück, um die CL zu gewinnen, genauso wie jeder andere Top-5 Klub. Da muss einfach alles passen, das kann man nicht planen. Das hat auch keiner behauptet. Gesagt wurde lediglich, dass die Meisterschaft für Bayern bei den Kräfteverhältnissen ein Muss ist. Deshalb darf man sich da als Spieler und Fan natürlich trotzdem drüber freuen, aber es ist halt längst nicht so hart erkämpft, wie eine Meisterschaft in der spanischen Liga für Barca oder Real.


letzte 10 Jahre
Barca 6mal Meister
Real 3mal
Atletico 1mal

Bayern 6mal Meister
BVB 2mal
Wolfsburg 1mal
Stuttgart 1mal

Stimmt, zwischen den Ligen ist soooo ein großer Unterschied, dass man in Spanien als Meister jubeln darf, in D natürlich nicht

Ich sage zwar auch, dass die 2te Garde in Spanien besser ist als die in Deutschland... aber die "LaLiga" (p.s. der Name ist nicht offiziell, oder? ist ja genauso dumm wie "Die Mannschaft") wird von 1 Club dominiert und ein 2ter ärgert Barca halt ab und zu. Ist bei uns mit dem BVB nichts anderes, außer dass der BVB nur einen Bruchteil vom Geld von Real hat.

dafür ist alles nach den internationales Plätzen sicherlich noch schlechter als in der Bundesliga.
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shirb
Europameister
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Anmeldungsdatum: 02.07.2007
Beiträge: 4619
Wohnort: Karlsruhe
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:40   Titel: Antworten mit Zitat


Bad Al hat folgendes geschrieben:
Stimmt, zwischen den Ligen ist soooo ein großer Unterschied, dass man in Spanien als Meister jubeln darf, in D natürlich nicht

Du hast den Unterschied doch gerade eben selber aufgezählt? Während die Ligakonkourrenten Barcas internationale Topclubs sind, ist das bei den Ligakonkurrenten Bayerns nicht (oder nur mit Abstrichen) der Fall.



Bad Al hat folgendes geschrieben:
dafür ist alles nach den internationales Plätzen sicherlich noch schlechter als in der Bundesliga.

Was veranlasst dich denn zu dieser Annahme?
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<- shirb aka -M2-


Zuletzt bearbeitet von shirb am 14 Apr 2016 22:42, insgesamt einmal bearbeitet
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:41   Titel: Antworten mit Zitat

Der Vergleich hinkt gewaltig. Real und Atletico wären in der deutschen Liga ohne Bayern die Nummer Eins. Real ist nicht ohne Grund der CL-Sieger 2014 und kann schwerlich mit Clubs wie Dortmund oder gar Wolfsburg und Stuttgart verglichen werden.
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Gast





BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:47   Titel: Antworten mit Zitat

Zudem haben Real und Barcelona gesamthistorisch gesehen eine beeindruckende Anzahl an Titeln die Sie (mit einigen Durchhängern) bis in die heutige Zeit retten konnten.
Wer ist das in Deutschland von den Vereinen die früher mal weiter oben waren? Hamburg, Mönchengladbach, Köln? Dortmund, klar die haben sich in den letzten Jahren wieder zurückgemeldet aber ich würde Dortmund, so sehr ich deren Leistungen anerkenne weder aktuell noch auf die letzten 50 Jahre mit Madrid oder Barca vergleichen.
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rotadinho
1. Bundesliga
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Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: 14 Apr 2016 22:48   Titel: Antworten mit Zitat

Das Real Barca ab und zu mal ärgert ist wohl bei 3 Meistzertiteln ein wenig untertrieben. Sicher in den letzten Jahren war Barca das Maß aller Dinge (und nicht nur in LaLiga, sondern auch der CL), aber Real hat doch ganz andere Möglichkeiten nicht nur an Barca dran zu bleiben, sondern sie auch vielleicht schon nächste Saison wieder zu schlagen. Das blendest du halt einfach aus.
In der Bundesliga gewinnt ein anderes Team nur, wenn Bayern es verwachst. In Spanien kann Real oder auch Barca eine richtig gute Saison spielen und trotzdem nachher nur Zweiter oder gar nur Dritter sein.

Und die letzten 10 Jahre taugen auch nur bedingt als Vergleichszeitraum, weil Bayern in den letzten 5-6 Jahren seinen vorher schon vorhandenen finanziellen Vorsprung auf die Konkurrenz in einem Maß ausgebaut hat, das es vorher in der Buli nie gab. Da kommt man auch durch zwei Meistertitel in Folge -siehe BVB- noch nichtmal in die Nähe.
Man muss sich ja nur mal anschauen, was für ein Spielermaterial ein Klinsmann noch 2009 zur Verfügung hatte und was da für Summen ausgegeben wurden und wie das heute aussieht. Da kommt dann mal eben ein Vidal, absoluter Führungsspieler eines CL-Finalisten zu den Bayern und ist bei Bayern trotzdem -zumindest bislang- nur einer unter vielen.
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