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Ivan Klasnic 1 - Werder Bremen 0

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Muppets
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 6624
BeitragVerfasst am: 31 März 2017 09:47   Titel: Ivan Klasnic 1 - Werder Bremen 0 Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/panorama/leute/ivan-klasnic-klage-gegen-werder-mannschaftsaerzte-erfolgreich-a-1141271.html

Das Landgericht Bremen hat zwei frühere Mannschaftsärzte des Bundesligisten Werder Bremen dazu verurteilt, dem ehemaligen Werder-Profi Ivan Klasnic 100.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz in noch nicht festgelegter Höhe zu zahlen. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Demnach stellte die Kammer grobe Behandlungsfehler fest, die bei Klasnic zu Nierenschäden führten.

Gegen die Entscheidung ist eine Berufung möglich. Sollte das Urteil Bestand haben und rechtskräftig werden, müsste dem Sprecher zufolge weiterverhandelt werden, um die genaue Höhe der Schadensersatzsumme festzulegen. Zudem müsste geklärt werden, welcher Beklagte - beziehungsweise welche Versicherung - wie viel zu bezahlen hat. Klasnic hatte ursprünglich 1,1 Millionen Euro Schadensersatz verlangt. Der Vorsitzende Richter Clemens Bolay sagte, Klasnic stehe allein für 2007 ein Verdienstausfall von rund einer Million Euro zu.


M. E. eine Entscheidung mit deutlicher Signalwirkung für andere Vereine, die ihre Spieler immer wieder "fitspritzen", weil "der Trainer ihn ja auf dem Platz will". Aufgrund der hohen körperlichen Anforderungen im Profisport, sind eben auch die Anforderungen an die Fürsorge- und Sorgfaltspflichten der Mannschaftsärzte höher. Der medizinische Standard "lege artis" (nach den Regeln der (anerkannten) Kunst) gilt ebenso uneingeschränkt.

Angesprochen fühlen sollten sich hier vor allem diejenigen Sportler, die seit Jahren immer mit derselben Verletzung und ihren Nebenwirkungen zu kämpfen haben. Da fallen mir spontan Daniel Didavi, Holger Badstuber und der ehemalige Profi Sebastian Deisler ein, die gegen ihren aktuellen Verein oder gegen ihren ehemaligen Verein die Vorgänge gründlich prüfen sollten.

Hoffentlich hilft das dabei, die Vereine davon abzuhalten, ihre Spieler zu verheizen und sich nicht ausreichend um sie zu kümmern. Bei der ohnehin schon fast lächerlich hohen Belastung durch die vielfältigen Wettbewerbe und der dann auch noch 2022 anstehenden WM im Hitzeofen Katar, könnte das richtig spannend werden.
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F360
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beiträge: 21696
BeitragVerfasst am: 31 März 2017 10:14   Titel: Antworten mit Zitat

Gleich vorweg: Ich teile deine Ansicht zur Sorgfalt, zur Belastung der Spieler und zum fit spritzen. Nicht selten haben ExStars erhebliche körperliche Beschwerden am Ende ihrer Karriere die nicht zuletzt damit zusammenhängen das sie nicht mehr täglich unter Drogen gesetzt werden.

Allerdings taugt das Urteil in diesem Zusammenhang bestenfalls als kreativer Aufhänger. Ein echter Fingerzeig in Richtung „fit spritzen“ ist das nicht. Das Urteil sagt nicht „Erkannt, ignoriert und per Medikamente verschlimmert“ sondern „nicht erkannt und durch Medikamtenzugabe (ohne Bezug zum Nierenleiden) verschlimmert“. Das eine impliziert Vorsatz und würde bestimmt nicht nur zivilrechtlich verhandelt.
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