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Viva Con Agua De Sankt Pauli

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BeitragVerfasst am: 20 März 2007 00:23   Titel: Viva Con Agua De Sankt Pauli Antworten mit Zitat

Aufstehen, Duschen, Kaffee kochen - die Verfügbarkeit von Trinkwasser ist für uns selbstverständlich. 130 Liter werden in Deutschland durchschnittlich pro Einwohner und Tag verbraucht. Für andere Regionen der Erde stellt die Wasserversorgung ein großes Problem dar. Über eine Milliarde Menschen haben heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, doppelt so viele keine angemessenen sanitären Anlagen. Alle acht Sekunden stirbt ein Kind an Krankheiten, die durch das Trinken von verunreinigtem Wasser verursacht werden.

Der globale Wasserkreislauf verbindet uns alle – deshalb meint „Viva con Agua de Sankt Pauli“, dass man nach Lösungen für die weltweite Wasserkrise nur gemeinsam suchen kann. Sauberes Trinkwasser für Afrikas nächste Generation ist unser erstes Ziel.

Nun folgen Informationen zu unserem gegenwärtigen Projekt in Sodo, Äthiopien. Weitere Informationen findet Ihr unter www.vivaconagua.org

Das neue Projektziel für Viva con Agua lautet Äthiopien. Im Milleniumsdorf Sodo wird Viva con Agua die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung sicher stellen.


Brunnen der Welthungerhilfe in Äthiopien.
Mit vielen neuen und bewegenden Eindrücken kehrten wir Anfang Dezember 2006 aus Äthiopien zurück. Gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Welthungerhilfe (DWHH) besuchten wir unser neues Projektgebiet in Sodo, 200 km von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Der Ort ist nur schwer zu erreichen, der Weg führte uns auf staubigen Pisten durchs Dürregebiet. Ohne unseren Geländewagen mit Allradantrieb wären wir verloren gewesen. Unterwegs beobachteten wir archaische Szenen, wie kleine Jungen ganz allein ihre Herden durch die Landschaft trieben.
Bei Sodo handelt es sich um ein Streudorf, in dem innerhalb eines Radius von 5 km ca. 2000 Menschen leben. Die Bevölkerung lebt ausschließlich von der Landwirtschaft, wobei hauptsächlich das ertragarme Teff angebaut wird. Teffmehl ist die Grundlage für das äthiopische Nationalgericht Injera.

Da das Land von immer wiederkehrenden Dürreperioden heimgesucht wird, ist nur ein begrenzter Ackerbau möglich.

Die Bauern leben in kleinen Gehöften, die aus mehreren Stroh- und Lehmhütten bestehen. Im Regelfall leben die Menschen als Großfamilie zusammen mit ihrem Vieh unter einem Dach.

Äthiopier sind ausgesprochen gastfreundliche Menschen. Wir werden zuvorkommend und interessiert empfangen. Die rituelle Begrüßung erfolgt durch die Kaffeezeremonie:
Dabei werden Kaffeebohnen über offenem Feuer geröstet und im Mörser zerstoßen. Danach wird der frisch aufgebrühte Kaffee mit viel Zucker genossen. Der Gast wünscht dem Gastgeber Glück und Gesundheit.

Uns interessieren die Lebensumstände der Bewohner, speziell in Hinblick auf die Wasserbeschaffung: Momentan beziehen die Bewohner ihr Wasser noch aus einem entfernt gelegenen Fluss, der eher einem kleinen Bach gleicht. Zur Eigenversorgung müssen Frauen und junge Mädchen täglich eine lange Strecke (ca. 4 Stunden!) zu Fuß bewältigen, um mit Krügen und Plastikbehältern das Wasser aus dem Fluss zu holen. Beladen mit 10 bis 20l schweren Behältnissen treten die Frauen einen beschwerlichen Weg an, der sie durch felsiges, karges Gelände führt. Zudem sind in dem hügeligen Gebiet 80 Höhenmeter zu überwinden.

Wegen des Verschmutzungsgrades müsste das Wasser abgekocht werden, dies ist jedoch aufgrund der Menge des Wassers und des Holzmangels kaum machbar.

Diese Situation spiegelt den Alltag in Äthiopien wider: Nur ca. 20 % der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser und rund 35 % der Krankheiten sind durch unsauberes Wasser verursacht.

Sodo ist ein sogenanntes Millenniumsdorf, in dem die von der UN deklarierten Millenniumsziele umgesetzt werden. Im Jahr 2000 verabschiedete die UN eine Erklärung, in der 8 Ziele zur Bekämpfung von Armut benannt wurden, welche bis zum Jahr 2015 erreicht sein sollen.

Die Entwicklungsziele werden ausführlich erläutert unter
http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/themen_acht_millenniumsziele.html

Die konkreten Maßnahmen in Sodo, das sich durch eine funktionierende Dorfgemeinschaft auszeichnet, sollen sich auch auf die Entwicklung der umliegenden Gemeinden der Region auswirken.


Viva con Agua übernimmt in Sodo die Wasserkomponente aus den Millenniumszielen: Gemeinsam mit der DWHH und einer äthiopischer NGO (Non Governmental Organisation/Nichtregierungsorganisation) namens CDSE (Community Development Service Ethiopia) realisieren wir den Bau von drei bis fünf Tiefbohrbrunnen.

Damit wird auf die Bedürfnisse der Dorfbevölkerung eingegangen, die in einem demokratischen Prozess in Kooperation mit der DWHH und dem CDSE beschlossen hat, dass die Verbesserung der Wasserversorgung von großer Dringlichkeit ist. Die hohe Anzahl von durch Schmutzwasser verursachten Krankheiten und die Säuglingssterberaten bestätigen dies.

Die Bohrbrunnen haben eine Tiefe von bis zu 80 Metern, da das Grundwasser erst auf diesem Niveau anzufinden ist. Der Brunnenbau kann im Gegensatz zu herkömmlichen Brunnen nur mit schwerem Gerät durchgeführt werden. Die Bohrungen werden mit dickwandigen PVC-Plastikrohren ausgelegt. Danach wird eine geeignete Pumpe installiert, die sich in der der Brunnentechnik bereits mehrfach bewährt hat.

Die Untersuchung der Wasserqualität erfolgt durch das renommierte Pasteur-Institut.

Die Wasserverbrauchsmenge ist pro Tag und Person gemäß internationalem Standard auf 10-15 Liter ausgerichtet. Die Daten der bisherigen Tiefbohrungen in der Gegend belegen eine Menge an verfügbarem Trinkwasser, mit der dieser Bedarf nicht nur abgedeckt wird, sondern darüber hinaus auch die Felder bewässert und das Vieh versorgt werden können.

Die lokale Partnerorganisation CDSE beauftragt eine zuverlässige Firma mit dem Brunnenbau und garantiert die Ersatzteilversorgung und Verfügbarkeit von Technikern zur Wartung der Brunnen. Letztendlich werden die Wasserversorgungspunkte von den Dorfbewohnern selbst verwaltet, indem ein Nutzerkomitee mit entsprechenden Regeln zur Nutzung, Pflege und Wartung über die Brunnen wacht.

Dadurch ist eine nachhaltige Trinkwasserversorgung der ortsansässigen Bevölkerung gewährleistet. Nach erfolgtem Brunnenbau wird kein Dorfbewohner weiter als 1,5 km von einem Wasserversorgungspunkt leben.

Viva con Agua hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen der Menschen in Äthiopien wirkungsvoll zu verbessern. Helfen Sie dabei mit: Die Gesamtkosten eines Tiefbohrbrunnens in unserer Projekt-Region betragen etwa ca. 8.000 Euro und versorgen 500 Anwohner - mit einer Spende von 16 Euro haben Sie also einen Menschen nachhaltig mit sauberem Trinkwasser versorgt!


Tobias Rau & Christian Wiebe
Viva con Agua de Sankt Pauli

Wir suchen engagierte Menschen! Wir suchen Menschen die Interesse haben unser Projekt ideell oder tatkräftig zu unterstützen!
Wer aktiv werden will soll sich melden!



Viva con Agua (Gruppenname im Studivz.)
http://www.studivz.net/group.php?ids=a81527c37faec55c
Werdet bitte Mitglied!
Danke an alle, die es schon geworden sind oder noch werden!

http://www.vivaconagua.org/

http://www.myspace.com/vivaconagua

Also, checkt das out und informiert euch!

Danke!

P.S.: Ich hoffe, dass sich das Thema im Rahmen der Legalität bewegt
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Gast





BeitragVerfasst am: 22 März 2007 11:09   Titel: Antworten mit Zitat

Da mir wirklich was an dem Thema liegt, hake ich hier einfach noch mal nach!

Wie kam der text bei euch an. ich hoffe er ist nicht zu lang, denn meistens scheitert so was ja schon an der faulheit der menschen sich mal 2 minuten zu nehmen und sich so etwas durchzulesen.

um noch ein paar weitere informationen dazu zu geben:

Natürlich läuft alles darauf hinaus Geld zu beschaffen.
Ich will jetzt auch nicht um Geld betteln, dies ist sowieso nicht die Intention dieser Organisation. Wir drücken nicht auf die Tränendrüse, sondern bieten auch etwas.

Wir organisieren zum Beispiel Partys in Clubs, veranstalten Spendenläufe oder stellen Inforomations,- und Merchandisestände bei Veranstaltungen auf. Es wurden sogar schon Festivals in Hamburg veranstaltet bei denen etliche Prominente Künstler aufgetreten sind.

Als nächstes versuchen wir hier in Gießen ein Benefizspiel der Gießener 46ers zu veranstalten, in welches man sich dann mit einem gewissen Betrag in die Gegnermannschaft einkaufen kann.


Nun eine Aufgabe an Euch:

Falls EUCH auf die schnelle ein paar weitere Aktionen zum Thema Geldeintragung mit Hilfe von einfallsreichen Aktionen einfallen solten, würde es mich freuen mir davon zu erzählen;-)

Gruß, Basti für Viva Con Agua
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