| Autor |
Nachricht |
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 11:39 Titel: Argumente gegen die Parolen gegen Links |
|
|
In meinen Augen ist die Linkspartei die einzige, die den Produktivitätsgewinnen durch Automatisierung und Rationalisierung, die bei der gegebenen ungerechten und widersinnigen Verteilung des daraus erzielten Nutzens das Gros der marktwirtschaftlichen Probleme verursacht, hinreichend Rechnung trägt. Außerdem preisen sie nicht illusorisch Wirtschaftswachstum als Allheilmittel an wie die anderen Parteien, die offenbar nicht verstehen wollen, dass die Wirtschaft in gesättigten Märkten nur unterproportional wachsen kann und darüber hinaus stark abhängig von der Nachfrage ist, die bei geringeren Einkommen jedwelcher Art logischerweise sinkt. Investiert wird eben hauptsächlich dort, wo wegen Kaufkraft und Bedürfnisstärke entsprechende Absätze in Aussicht stehen. Näheres dazu auch in den hochinteressanten Interviews mit Jeremy Rifkin, Ökonom und Götz Werner, Unternehmer.
Fakt ist, dass keine andere Partei diese Zusammenhänge versteht, sie aus lobbyistischen Gründen heraus leugnet oder glaubt sich wegen der Globalisierung, der mit etwas gutem Willen durchaus Grenzen gesetzt werden könnten, prostituieren zu müssen, respektive dies von der Bevölkerung erwartet. Stattdessen feinden sie kollektiv die Linken als Populisten, die angeblich keine Ahnung von Wirtschaft haben und mit unhaltbaren Versprechungen auf Bauernfang gehen, gebetsmühlenartig an. Hier die populärsten Vorurteile:
1. Lafontaine ist ein Verräter
Eine schamlose Lüge. Die SPD hat ihre Prinzipien verraten und erfolglose Politik für das Großkapital durchgesetzt. Lafontaines Rücktritt und Austritt waren nur konsequent.
2. Gysi drückt sich vor Verantwortung
Im Gegenteil, er hat nur schneller als die meisten anderen Amtsinhaber Konsequenzen aus eigenem Fehlverhalten gezogen. Jetzt wo es drauf ankommt ist er trotz massiver gesundheitlicher Probleme wieder zur Stelle.
3. Die Linke ist populistisch
Weil sie eine vernünftige Politik für das Volk machen will? Wem nichts anderes einfällt als das von gleichgeschalteten Medien und sogenannten Experten in Diensten der Wirtschaft propagierte Wirtschaftswachstum als Wundermittel anzupreisen und gleichzeitig Angst vor der Globalisierung schürt, der man sich angeblich bedingungslos zu beugen hätte, ist kaum weniger populistisch, denn den Menschen wurde ja lange genug die Bedeutsamkeit dieser Faktoren kontinuierlich eingetrichtert. Und übrigens reicht ein flüchtiger Blick auf die Plakate und Werbespots der Etablierten um den Populismusvorwurf sauber zu retournieren.
4. Die Vorhaben der Linken sind nicht finanzierbar
Dabei wird dreist die durchaus vorhandene und durchdachte Gegenfinanzierung veschwiegen, so als ob sie gar nicht da wäre. Ist sie aber, eine Börsenumsatzsteuer, Vermögenssteuer, eine Wertschöpfungsabgabe die Produktivitätszuwächse berücksichtigt und Arbeit entlastet, würden genug Geld in die Kassen spülen, um den nachfragestarken Haushalten die Mittel zu verschaffen, um die Binnenwirtschaft wieder in Gang zu bringen. Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung der ökonomischen Notwendigkeit der Verhinderung einer übermäßigen Kapitalakkumulation: welche Wirtschaft ist leistungsfähiger, eine mit einem Einkommensmilliardär und tausend Menschen mit 100 Euro Einkommen, oder eine Wirtschaft mit tausend Menschen mit einem Einkommen von 100.000 Euro?
5. Die Linke fischt am rechten Rand
Wenn man das, populistischerweise, so formulieren will, bitte sehr. Tatsache ist aber dass den eigentlich nicht rechtsextremistischen Protestwählern eine brauchbare Alternative geboten wird, was nur von Vorteil sein kann. Der Fremdarbeitervorwurf an Lafontaine war an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, zumal fast alle Parteien und viele Journalisten diesen Begriff schon vorher gebraucht haben, ohne dass sich jemand beschwert hätte.
6. Die Linke ist die SED in neuem Gewand
Wenn man sich das Programm der Linken anschaut, wird man dort eine Soziale Marktwirtschaft, und keinen Sozialismus verfochten sehen. Sicherlich wird man noch einie unverbesserliche Sozialisten in ihren Reihen antreffen können, aber wohl kaum mehr als Altnazis in den bundesdeutschen Parteien in der Nachkriegszeit.
Kurzum, die Linke kommt meinem Gesellschaftsentwurf am nächsten, wenn ich auch beileibe nicht alles dort gut finde. Es fehlen mir vor allem klare Konzepte gegen den Bürokratismus und für eine notwendige Entschlackung des Staates, und die Ausländer- und Familienpolitik ist für mich auch nicht das Gelbe vom Ei. Dennoch bieten sie am ehesten ein vernünftiges, zukunftsfähiges Konzept an, dass die Errungenschaften der Menschheit tatsächlich nutzen möchte, und vom widersinnigen, aufreibenden Konkurrenzkampf mit immer mehr Verlierern abkehrt.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 12:06 Titel: Re: Argumente gegen die Parolen gegen Links |
|
|
| Malone70 hat folgendes geschrieben: |
Kurzum, die Linke kommt meinem Gesellschaftsentwurf am nächsten |
Schön für Dich, wähl Sie und sei froh....
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 12:17 Titel: |
|
|
|
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 12:47 Titel: |
|
|
ist doch alles nicht finanzierbar!
Das ist populistischer Mist, der sich auch wieder in Luft auflösen wird...
ks
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 12:57 Titel: |
|
|
|
Junge, Junge, kannst du vielleicht erst mal den Thesaurus aus dem Arsch nehmen, damit dich der Großteil der hier lesenden Masse überhaupt versteht? Ist mir bei deinem ersten Post schon sauer aufgestossen......
Aber wie die Linkspartei halt, geschwollen reden, aber nichts dahinter......
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:00 Titel: |
|
|
|
Vlt sollten wir eher nach Parolen gegen diese Linkspartei sammeln...
Irgendwie finde ich es auch nicht so toll das hier im Forum immer wieder politisch Sachen diskutiert werden, da viele unterscheidliche Meinungen haben und dies einfach in diesem Rahmen zu nichts führt...
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:02 Titel: |
|
|
|
@ Malone 78:
Ich geb dir von vorn bis hinten Recht.
Lass die Leute den Beitrag mit süffisant anmutenden Smileys verzieren.
Wenn sie dann in einem Jahr einen Fred aufmachen wie "Hab keine, wegen Steuern" oder "Alles scheiße" kannst du sie ja wieder dran erinnern.
Hab meine Stimme in Gedanken schon vergeben.
Das Problem an der Sache ist, die Reichen müssten nur ein klein wenig mehr belastet werden, sitzen aber an der MAcht. Würdest du dich selbst mehr belasten, damit es anderen besser geht? Wahrscheinlich schon. Deswegen wirst du wahrscheinlich auch nicht reich sein.
Trotzdem warne ich dich: Wenn du vernünftig argumentierst, anstatt mit Polemik umdich zu werfen, wirst du als Neunmalklug beschimpft und kriegst ne Gelbe Karte.
Ist aber Forumspolitik, hat nichts mi WASG zu tun.
Zuletzt bearbeitet von Gast am 28 Jul 2005 13:04, insgesamt einmal bearbeitet
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:03 Titel: |
|
|
| Flex99 hat folgendes geschrieben: |
Vlt sollten wir eher nach Parolen gegen diese Linkspartei sammeln...
Irgendwie finde ich es auch nicht so toll das hier im Forum immer wieder politisch Sachen diskutiert werden, da viele unterscheidliche Meinungen haben und dies einfach in diesem Rahmen zu nichts führt... |
Richtig. In einem Diskussionsforum zu diskutieren ergibt doch keinen Sinn. Haben ja alle ne andere Meinung... äh, was?...
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:03 Titel: |
|
|
|
Ach komm shcon immer wieder beschweren sich hier die KLeute über ihre geleben Karten... Ich bin schon solange dabei und hatte komischerweise noch nie Porbs gehabt, also fast euch mal an die eigene Nase...
Edit:
Aber Politik hat meienr Meinung anch nichts in einem Fussballforum zu suchen, auch wenn off topic, da es sehr oft schnell ausartet. Dies leigt acuh daran weil viele sich nicht mit Politik beschäftigen, sondern einfach vorgefertigte Meinugnen aus ihrem Umfeld oder den Medien kundtun, die sie aber nicht begründen können. Deswegen kann definitiv keine anständige Diskussion zu stande kommen.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:06 Titel: |
|
|
|
nur mal so´ne sache nebenbei:
um das programm finanzieren, was die "weltverbsserer" vorhaben! brauht man 50 mrd. euro... nur mal so nebenbei! wählt ihr mal euren protest und werdet (un)glücklich...
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:08 Titel: |
|
|
|
Nö.
Politisch unglücklich bin ja jetzt.
Und wie du dem ersten Beitrag entnehmen kanns, solltest du ihn gelesen haben, steht eine Gegenfinanzierung.
Man kann jetzt natürlich sagen: Alles Schmarrn. Bleibt dir überlassen.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:13 Titel: |
|
|
| Flex99 hat folgendes geschrieben: |
| Dies leigt acuh daran weil viele sich nicht mit Politik beschäftigen, sondern einfach vorgefertigte Meinugnen aus ihrem Umfeld oder den Medien kundtun, die sie aber nicht begründen können. Deswegen kann definitiv keine anständige Diskussion zu stande kommen. |
Darin sehe ich ja meine Mission, von den mediengeebneten Wegen abzuweichen...
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:19 Titel: |
|
|
|
Naja, das was du da Gegen-Propargierst, sind nicht nur Argmunete, die die Medien erschaffen haben, oder die anderen Parteien, dass sind einfach Dinge die einem sofort einfallen, wenn man das Parteiporgramm zur Wahl liest. Ich habe mich nämlich schlau gemacht als der Zusammenschluss kam und habe mir das Parteiprogramm durchgelesen und ich kam zu den gleichen Schlüssen wie du da oben versuchst zu entkräftigen. Es klingt zwar alles toll, ist aber nicht finanzierbar, auch nicht mit diesen oben angeführten Mitteln.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:28 Titel: |
|
|
Das meinte ich das so eine Diskussion nichts bringt, da es irgendwann ein sachliche Eben verlässt. Desweiteren habe ich es natürlich nicht nachgerechnet, dass überlass ich anderen.
Aber du solltest dich vlt neben Politik auch mal mit Volkswirtschaft beschäftigen, würde dir evtl weiterhelfen
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:29 Titel: |
|
|
|
Wir leben ja außerdem in einer Demokratie.
So lange die WASG nicht alle Landtagswahlen und die Bundestagswahl mit absoluter Mehrheit gewinnt, wird sie sich anpassen müssen.
Auch Lafontaine und Gysi, von denen man viel sagen kann, deren Kompetenz aber unbestreitbar ist, werden sich der Realität stellen.
Es geht nicht darum, ein Land nach dem Parteibuch der WASG zu formen, es geht darum der Politik durch die Wahl der WASG einen leichten Rutsch nach links zu verpassen.
Einen Hauch WASG mit einbringen zu können.
Die WASG soll Einfluss üben, keinen totalitären Staat aufbauen.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:31 Titel: |
|
|
| Flex99 hat folgendes geschrieben: |
Das meinte ich das so eine Diskussion nichts bringt, da es irgendwann ein sachliche Eben verlässt. Desweiteren habe ich es natürlich nicht nachgerechnet, dass überlass ich anderen.
Aber du solltest dich vlt neben Politik auch mal mit Volkswirtschaft beschäftigen, würde dir evtl weiterhelfen  |
Nun muss man zu Gute halten, dass er einen Ökonom zitiert hat und sich bei der Argumentation auf dessen Studien stützt.
Du hast lediglich geschrieben, du hättest dir das Parteibuch durchgelesen und seist zu dem Schluss gekommen.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:35 Titel: |
|
|
|
Was mich nur wundern dass mehrere Vertreter dieser Partei, öffentlcih kundgetan haben, dass sie nicht regieren wollen sonden einen starke Opposition formen wollen, dass hat für mich aber den faden beigeschmack, dass sie doch nicht selber an die Verwirklichung ihres Programm glauben.
Desweiteren warum brauchen wir einen Linksrutsch??? Das ist vlt eure persönliche Meinung, aber das sehen einige anders, man sollte vlt ganz weg von diesem links/rechts/mitte geschwaffel, sondern sollten eher schauen, dass es mit Deutschland bergauf geht und das wird es definitv nicht mit diesen Programm der Linkspartei, ob es mit den Programmen der anderen klappen wird, ist zwar auch nicht sicher, aber wahrscheinlicher...
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:38 Titel: |
|
|
|
Und was ist wenn ich dir sage, dass ich zwar kein Ökonom bin, aber das ein Großteil meines Studiums VWL war. Dies macht mich also genauso qualifiziert wie diesen Ökonom der oben zitiert wird.
Du solltest nicht immer nach Titeln gehen, dass sagt noch lange nichts über seine Fhigkeiten doer seinen Background
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:43 Titel: |
|
|
| Flex99 hat folgendes geschrieben: |
| Und was ist wenn ich dir sage, dass ich zwar kein Ökonom bin, aber das ein Großteil meines Studiums VWL war. Dies macht mich also genauso qualifiziert wie diesen Ökonom der oben zitiert wird. |
Nein macht es nicht. Ökonomie als Beruf auszuüben macht einen himmelweiten Unterschied zum einem Nebenfach oder (wie bei mir abgebrochenem) Studium in Wirtschaft aus.
|
|
| Nach oben |
|
Gast
|
Verfasst am: 28 Jul 2005 13:44 Titel: |
|
|
| Flex99 hat folgendes geschrieben: |
Was mich nur wundern dass mehrere Vertreter dieser Partei, öffentlcih kundgetan haben, dass sie nicht regieren wollen sonden einen starke Opposition formen wollen, dass hat für mich aber den faden beigeschmack, dass sie doch nicht selber an die Verwirklichung ihres Programm glauben.
Desweiteren warum brauchen wir einen Linksrutsch??? Das ist vlt eure persönliche Meinung, aber das sehen einige anders, man sollte vlt ganz weg von diesem links/rechts/mitte geschwaffel, sondern sollten eher schauen, dass es mit Deutschland bergauf geht und das wird es definitv nicht mit diesen Programm der Linkspartei, ob es mit den Programmen der anderen klappen wird, ist zwar auch nicht sicher, aber wahrscheinlicher... |
Das die Verantwortlichen sagen, sie wollen (können???) nicht regieren zeugt doch von einer gewissen Realitätsnähe. (keine Stamm sondern Protestwähler und Deutschlandweit höchstens 11 Prozent).
Und du hast Recht, dass dieses Land einen Linksrutsch braucht ist unsere Meinung, deswegen schrieben wir sie in ein Diskussionsforum, dass kann man uns ja wohl nicht vorwerfen.
"sollten eher schauen, dass es mit Deutschland bergauf geht", hat für mich eher einen faden Beigeschmack. Denn für den einen heißt bergauf, der Wirtschaft geht es gut, für den anderen heißt bergauf der Bevölkerung geht es gut.
Entgegen der Meinung von Schwarz-Gelb: DAS IST NICHT DAS GLEICHE !!
Bestes Beispiel Deutsche Bank. Milliardengewinn, Angestellte raus.
Europa ist der nächste Punkt. Alle haben ja zu europa geschrien, weil sie die offenen Grenzen und den Wirtschaftswachstum sahen.
Das europa auch eißt, Verantwortung fr die Ärmeren Länder zu übernehmen, hat keiner gesehen.
Und jetzt brüllen alle, weil wir (das reichste Land der EU) an ärmere Länder etwas zahlen muss.
Das ist Egoismus.
|
|
| Nach oben |
|