Wer war für euch der Sportler, die Sportlerin und die Mannschaft des Jahres?
Eine kleine Auswahl der
Sportlerinnen:
Anni Friesinger
Wie kann sich diese Frau noch steigern? Ganz einfach: indem sie ihre Goldsammlung noch erweitert. Anni Friesinger zeigte zunächst im Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen, dass sie die Königin des Eisovals ist: Mit drei Bestzeiten in vier Rennen und Punkterekord holte sie sich ihren vierten Mehrkampf-EM-Titel in Serie. In Moskau setzte sie nochmals einen obendrauf: Mit Siegen auf allen Distanzen wurde die Inzeller Frohnatur auch Mehrkampf-Weltmeisterin.
Uschi Disl
Sie hat den Turbo wieder Mal gezündet – und nach 15 unendlichen Jahren endlich den heiß ersehnten Weltmeister-Titel geschafft. Uschi Disl (34), Ruhpoldinger Urgestein und Grande Dame des Biathlonsports, nützte den „Heimvorteil“ im nahen österreichischen Hochfilzen, um ihrem Sprint-Gold auch noch den Sieg in der Verfolgung hinzuzufügen. Dazu gab’s Silber mit der Staffel.
Regina Halmich
Wer lockt die meisten Box-Fans vor die Mattscheibe? Regina Halmich! Die Quoten-Queen demonstrierte vor 6,2 Mio. TV-Zuschauern im Kampf gegen das sehr stark eingeschätzte US-Girl Hollie Dunaway, warum sie die erfolgreichste Faustkämpferin der Welt ist. Nach ihrem 38. Sieg in Serie träumte die Weltmeisterin davon, künftig endlich einmal um eine richtig hohe Prämie kämpfen zu dürfen. Ein Federgewicht als Million-Dollar-Baby?
Steffi Nerius „Ich liebe Athen“, rief die 33-jährige Speerwerferin nach ihrem Triumph im Grand Prix an der Stätte ihres größten Erfolgs (Silber 2004) aus. Sie bezwang sensationell die kubanische Olympiasiegerin Osleyda Menendez um sieben Zentimeter. Ihre 2005er-Bilanz ist glänzend: Persönliche Bestleistung, Weltjahresbestleistung, Europacupsieg in Florenz, deutsche Meisterin. Steffi Nerius, die in Leverkusen behinderte Athleten betreut, liegt voll auf Kurs Helsinki, wo im August die WM steigt.
Antje Buschschulte
Die 26-jährige Antje Buschschulte reiste als Edelmetall-Fischerin nach Montreal: bei fünf WM-Starts holte sie zweimal Silber (100 m Rücken, 4x100-m-Freistil) und zweimal Bronze (50 m Rücken, Lagen-Quartett) aus dem Pool. So rettete das Sunnygirl aus Magdeburg die mäßige Bilanz der DSV-Athleten. Sportdirektor Ralf Beckmann schwärmte über Antjes „Vorbildfunktion“ dank „ihrer Leistung sowie ihres Auftretens außerhalb des
Sportler:
Ronny Ackermann
Der König von Oberstdorf heißt Ronny Ackermann. Der Thüringer gewann beide Einzel-Kombinationen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften, dazu Staffelsilber. Bei seinen Aufholjagden in der Loipe war der 27-Jährige nicht zu bändigen. „Diese Erfolge werden immer in meinem Herzen bleiben“, meinte er pathetisch
Dirk Nowitzki
Dieser Mann ist stark und treffsicher wie nie zuvor. Dirk Nowitzki, Basketballer aus Würzburg, der seit einigen Jahren sein Geld als Korbjäger der Dallas Mavericks in der NBA verdient, führte seine Mannschaft als „Leader of the gang“ ins Play-off-Viertelfinale der nordamerikanischen Profiliga – und wurde kurz darauf erstmals in das Top-Team der NBA-Stars, also unter die besten fünf Spieler überhaupt, gewählt.
Fabian Hambüchen
Dieser Junge ist ein Phänomen: 17 Jahre, cool und locker, unverbraucht und natürlich. Mit seinen Erfolgen hob er das Turnen wieder ins Rampenlicht und Dank einer (nerven-) starken Kür gewann er bei der Europameisterschaft im ungarischen Debrecen Gold am Reck, besiegte sogar Italiens Olympiasieger Cassina. Die erste EM-Medaille für den Deutschen Turnerbund seit sieben Jahren. Klasse, Fabian!
Andreas Dittmer
Alle Jahre wieder unterstreicht ein halbtags arbeitender Bankkaufmann, dass er im „Nebenjob“ der schnellste Indianer der Welt ist: Andreas Dittmer bleibt der beste Canadier-Kanute. Bei der Weltmeisterschaft pflügte der Neubrandenburger kraftvoll wie eh und je mit dem Stechpaddel über 1000 und 500 m durch den Zagreber Jarunsee. Seine Edelmetallsammlung beinhaltet nun drei olympische und acht WM-Goldmedaillen.
Timo Boll
Der Zelluloid-Künstler aus dem Odenwald ist wieder da, so stark wie eh und je. Mit 4:0 schmetterte der 24-Jährige im Finale der Japan Open mal eben Olympiasieger Ryu Seung Min ab, zusammen mit Christian Süß (amtierende Vize-Weltmeister) holte er auch gleich den Doppel-Sieg. Auftakt für einen heißen Herbst für das Ass des TTC Gönnern: im Oktober, inzwischen Nr.2 der Weltrangliste, sollte sich Boll mit einem weiteren Erfolg (u.a. gegen die Chinesen Wang Hao und Ma Lin) zum zweiten Male nach 2002 den Gesamt-Weltcup sichern.
Faris Al-Sultan
Ein Bayer im Ironman-Himmel: Als Faris Al-Sultan, Sohn eines Irakers und einer Münchnerin, auf dem Alii Drive am Hafen von Kailua Kona nach fast achteinviertel Stunden ins Ziel schritt, hielt er einen blauweiß-karierten Löwen-Banner in die Höhe – und rückte sensationell ins Rampenlicht nicht nur des deutschen Sports. Als Favorit auf die extrem anspruchsvolle Ironman-WM wa-ren andere nach Hawaii gekommen. „Ich bin überwältigt…“ stöhnte der 27-Jährige ungläubig – und gönnte sich als Belohnung ein „Fast-Food“-Menü.
Mannschaft:
THW Kiel
Die Zebras galoppieren in der Bundesliga auf und davon, schlagen alle hartnäckigen Verfolger und legen den Grundstein für den deutschen Meistertitel – den sie denn auch in souveräner Manier, mit lediglich sechs Minuszählern in der Tabelle, holen. Eine sagenhafte Serie von 27 Spielen, 235 Tagen ohne Niederlage sicherte den elften Titel für die Ostseestädter. Erfolgsgaranten: Welthandballer und Keeper Henning Fritz sowie das Manager-Trainer-Duo Uwe Schwenker/Noka Serdarusic. Schwenker: „Noka und ich sind wie ein Ehepaar…“
FC Bayern München
Schon im April rückte Bayern München die Machtverhältnisse in der Bundesliga wieder zurecht und holte sich den 19. Meistertitel – weil die Verfolger reihenweise schwächeln, die Roten aber konstant auf Sieg getrimmt sind. „Endlich Schluss mit Pfefferminztee“, freute sich Meistermacher Magath auf das verdiente Bierchen – um sein Team um Kapitän Ballack aufs DFB-Pokalfinale gegen Schalke einzustimmen. Natürlich mit Erfolg.
Frauenfußball-Nationalmannschaft
Was wurde nicht alles über die Form der deutschen Kickerinnen gerätselt, bevor sie zur Europameisterschaft ins Fußball-Mutterland England reisten. Im Schatten des Confed-Cups der Männer drehten die „Golden Girls“ des DFB aber wie zu besten Zeiten auf. Die Truppe um Spielführerin Birgit Prinz bescherte ihrer scheidenden langjährigen Trainerin Tina Theune-Meyer den sechsten (!) EM-Titel seit 1989.
T-Mobile
The same procedure… Erneut gab es kein Mittel für Jan Ullrich gegen „Lance Superstrong“ bei der Tour de France. Dafür zeigten sich die magentafarbenen „T-Mobilisten“ als Erfolgseinheit und Teamplayer. Die Bonner – ohne Sprintspezialist Erik Zabel angetreten – heimsten auf den brutalen 3608 Kilometern zwischen Alpen, Pyrenäen und Paris drei Etappensiege und die begehrte Mannschaftswertung ein. Und Ullrich, in diesem Jahr Dritter, freut sich auf eine weitere Chance 2006, wenn der gelbe Überflieger aus Amerika nur zuschaut.
Basketball-Nationalmannschaft
Allzu viel traute man den langen Männern von Bundestrainer Dirk Bauermann in diesem Jahr nicht zu bei der Europameisterschaft. Aber dann – wieder einmal angeführt vom alle überragenden Dirk Nowitzki – begeisterten die Mannen in Serbien und Montenegro als wahre „Krimi-Spezialisten“ für die Treffer in den letzten Sekunden und lockten mit jedem Sieg gegen Favoriten wie Russland, Slowenien, Türkei und Spanien, immer mehr Publikum in der Heimat vor die Fernseher. Silber (nach Finalniederlage gegen Griechenland) bedeutete den größten Erfolg seit WM-Bronze 2003
Quelle:
www.zdf.de
Sportlerin: Anni Friesinger
Sportler: Dirk Nowitzki, wobei auch Michael Ballack, der eine hervorragende Rückrunde spielte sowie einen weltklasse Confed-Cup
Mannschaft: Bayern München, dahinter die deutschen Basketballer