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Zeitangaben - Unterschiede - Interpretationen

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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 10:04   Titel: Zeitangaben - Unterschiede - Interpretationen Antworten mit Zitat

Moin JungZ,
also ich komme aus ´m wunderschönen Harz (Sachsen-Anhalt), studiere aber seit diesem Semster in Kassel. Und ich frage mich immern wieder woher diese Unterschiede in der Zeitangabe kommen:

10:45 Uhr ist bei uns --> Dreiviertel 11
10.45 Uhr ist selbst im Westharz --> viertel vor 11

etc

Also kann das schon mal kein regionales Merkmal, sondern viel mehr ein politisches Merkmal sein. ABer wie kam dies zu stande und wie war es vor 1949 ?
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 10:16   Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich höre hier auch immer beides. Finde aber Dreiviertel Elf total wirr, klingt irgendwie komisch.
Aber konnte bisher nicht irgendwie herausfinden, ob das einen politischen Grund hat. Denke mal, das ist einfach zufall und hängt davon ab, wie die Eltern es sagen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 10:24   Titel: Antworten mit Zitat

Ja das ist mir auch aufgefallen. Ich komme gebürtig aus Salzwedel (Sachsen Anhalt), wohne aber auch scho seit Jahren in NRW bzw NRS. Woran es liegt weiß ich nicht. Denke aber das es einfach ne regionale Sache ist. Glaube kaum das es da nen politischen Hintergrund gibt oder so.
Würde mich echt überraschen... Aber wer weiß lasse mich gern eines Besseren belehren...
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 10:33   Titel: Antworten mit Zitat

also wenn ich damit richtig liege, wird in den alten bundesländern ausschließlich viertel vor 11 gesagt. bei den neuen bundesländern sagt man dreiviertel 11.

wie man es sagt, ist egal. ich sag immer viertel bzw. dreiviertel 11 oder 12 oder 1.

denn beim 24-Std-Format klingt das nicht so gut (mit beiden). eher scheisse, wenn man sagt viertel 19

trotzdem sagen wir ja auch halb 11 daher die logik aus dem osten. viertel, dreiviertel!!!!

sollte man halten wie ein dachdecker und es einfach so hinnehmen. die ossis und die wessis werden sich deswegen bestimmt nicht verbiegen lassen.

edit: lese gerade, dass in franken und in der oberpfalz auch viertel 11 gesagt wird
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 10:39   Titel: Antworten mit Zitat


Don Chris hat folgendes geschrieben:
Ja das ist mir auch aufgefallen. Ich komme gebürtig aus Salzwedel (Sachsen Anhalt), wohne aber auch scho seit Jahren in NRW bzw NRS. Woran es liegt weiß ich nicht. Denke aber das es einfach ne regionale Sache ist. Glaube kaum das es da nen politischen Hintergrund gibt oder so.
Würde mich echt überraschen... Aber wer weiß lasse mich gern eines Besseren belehren...


Es KANN KEIN REGINOANLER Unterschied sein. Der Landkreis Wernigerode liegt direkt an der Grenze zu Niedersachsen, also 5km weiter sagen die schon Viertel vor. Es muss also ein bildungstechnischer Grund sein. Also die Erziehung in der DDR ...

... aber wie war das vor der Teilung. Das würde mich mal interessieren ...
Ich meine was hat Hitler gesagt:

1.) Um dreiviertel 6 wird zurückgeschossen!

oder

2.) um viertel vor 6 wird zurückgeschossen!

???
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 11:38   Titel: Antworten mit Zitat

also was ich daran witzig find ist der umstand, das die "wessis" die das nicht kennen das auch nie verstehen. Dabei ist das einfach nur logisch.

In Teilen Bayerns übrigens heisst es auch "dreiviertel" kann also irgendwo mit der ddr nur bedingt was zu tun haben.

im endeffekt ist aber keine methode jetzt effektiver oder so...nur dumm das die ossis halt beides die wessis aber fast nix verstehen...was das im zusammenhang mit der logik wohl bedeutet?
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BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 11:44   Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt bei uns im schönen Bayrisch-Schwaben sogar noch einmal einen Unterschied. 16.15 ist normalerweise Viertel nach Vier. Bei uns heißt das Viertel Fünf. Hört sich zwar komisch an, aber macht mehr sinn wie die andere Formulierung. Es heißt ja auch halb und dreiviertel fünf. Deswegen ist das erste Viertel auch zu fünf gehörig!

Kompliziert unsere Sprachen... *g*

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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 11:53   Titel: Antworten mit Zitat


DerHugo hat folgendes geschrieben:
Es gibt bei uns im schönen Bayrisch-Schwaben sogar noch einmal einen Unterschied. 16.15 ist normalerweise Viertel nach Vier. Bei uns heißt das Viertel Fünf. Hört sich zwar komisch an, aber macht mehr sinn wie die andere Formulierung. Es heißt ja auch halb und dreiviertel fünf. Deswegen ist das erste Viertel auch zu fünf gehörig!

Kompliziert unsere Sprachen... *g*



So heisst das bei uns auch!

Um-Viertel-Halb-Dreiviertel!
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 12:01   Titel: Antworten mit Zitat

quiz:

5 vor viertel 5 -> wie spät ist es??


ps. finde es auch amüsant, dass die vor und nach sager, dass andere teilweise nicht verstehen (wollen)
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BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 12:04   Titel: Antworten mit Zitat

16.10Uhr

andere Frage: 5 Stunden vor viertel nach dreiviertel 12
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 13:07   Titel: Antworten mit Zitat

7 Uhr ???
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 18:00   Titel: Antworten mit Zitat

So Jungs, hier ein Link für euch:
Hier klicken


und von der Seite eine interessante Karte zur Verteilung der Sprechweisen:
Die Dreiviertel-Karte

Meine Meinung ist übrigens, wie treffend unter "Meinungen" beschrieben, flogende:

Die viertel- und dreiviertel- Angabe ist deutlich ungenauer als die viertel nach- und viertel vor- Angabe, da es mit der gleichen Sprechweise nicht möglich ist z.B. "Es ist 10 nach 5" oder "18 vor 5" auszudrücken.
Also ist die Viertel-Sprechweise eher ein Relikt aus einer Zeit, als nicht jeder selbst eine Uhr besaß und man sich an den Glocken der Krichturmuhr ö.Ä. orientierte.
Wenn man selber eine Uhr besitzt wird man es eher als notwenig ansehen sich auf eine genauere Zeit (z.B. "5 nach 5") zu verabreden. Bequemerweise wird man dann die Angabe der Viertel auch darauf ausrichten ("viertel nach 5" usw.)

EDIT:
Wenn man davon ausgeht, dass das stimmt was ich geschrieben habe, würde das auch die Verteilung auf der Dreiviertel-Karte erklären. Da der Nordwesten als erstes von der Industrialisierung erfasst wurde, nahm hier natürlich die Notwendigkeit eines Uhrenbesitzes als erstes zu. (Dienstschichten) Darüberhinaus wurden erst in der Industrialisierung massenweise Wand- und Tischuhren gefertigt, welche natürlich von den ortsansässigen Arbeitern gekauft werden.

Aber Achtung: Spekulation
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 23:02   Titel: Antworten mit Zitat

"Da der Nordwesten als erstes von der Industrialisierung erfasst wurde"

Seit wann denn das? Das stimmt doch nicht wirklich, oder? Jedenfalls kanns nicht erheblich viel früher gewesen sein.
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Gast





BeitragVerfasst am: 3 Feb 2006 23:59   Titel: Antworten mit Zitat

alles blödsinn...die wessis sind nur zu doof die logik zu kapieren...

der erste link zeigt doch das die dreiviertelvariante viel logischer ist.

18 vor 5 ist übrigens 12 nach halb 5
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Gast





BeitragVerfasst am: 4 Feb 2006 02:01   Titel: Antworten mit Zitat


kliesch hat folgendes geschrieben:
Seit wann denn das? Das stimmt doch nicht wirklich, oder? Jedenfalls kanns nicht erheblich viel früher gewesen sein.


Klar im Ruhrgebiet. Ist doch Nordwesten oder?
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