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Demo gegen Studiengebühren!!!

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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 11:56   Titel: Demo gegen Studiengebühren!!! Antworten mit Zitat

Hallo, wollte euch mal für das Thema Studiengebühren sensibilisieren und aufrufen, an zwei Demos teilzunehmen.
Wir Studenten der Kölner Uni, besonders der Bereiche Biologie, Philiosophie und Erziehungswissenschaften, bestreiken seit Anfang der Woche jegliche Vorlesungen und Praktika im Grundstudium. Dies tun wir, um während dieser Zeit frei zu haben für Aktionen, mit denen wir die Öffentlichkeit auf die Probleme der sicherlich kommenden Studiengebühren hinzuweisen. Hier ist der Link zu unserem Streik-Tagebuch: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/fsbiologie/ , dann auf "Aktuelles" und "Proteste".
Bisher haben wir auch schon etwas an Medieninteresse wecken können, zB waren die Tagesthemen da, gestern Abend in ebendiesen kam ein Beitrag zu unseren Aktionen.
Für nächste Woche sind zwei Demos angesagt.
Mi, 18Uhr in Bonn,
Do, 5 vor Zwölf Uhr, in Essen.
Wäre schön, wenn die, die Interesse haben oder auch demonstrieren möchten, auch kommen würden.

Zuletzt bearbeitet von Gast am 16 Jun 2005 12:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 12:00   Titel: Antworten mit Zitat

Ihr bestreikt eure eigenen Vorlesungen? Da würd ich jetzt wirklich gerne studieren, denn jetzt lernt man richtig wenn keiner da ist.
Ansonsten kennen viele meine Meinung zu Studiengebühren...
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 12:15   Titel: Antworten mit Zitat

Studiengebühren sind so eine Sache... Eigentlich stehe ich diesen positiv gegenüber, wenn das Geld wirklich zur Uni kommt. Dann könnten verschiedene Materialien u. ä. angeschafft werden, mehr Lehrköper eingesetzt werden, etc. Leider könnte ich mir jedoch vorstellen, dass Studiengebühren nur dazu benutzt werden den Staats- bzw. in diesem Fall den Landeshaushalt zu sanieren! Das ist jedoch nicht Sinn der Sache.

Desweiteren müsste es bei Studiengebühren nach englischem und v.a. auch amerikanischem Vorbild die Möglichkeit für Stipendiate geben! Klar kann man sagen, dass 83 €/Monat nicht viel Geld sind und das diese jeder Student erwirtschaften kann. Man muss aber weitsichtiger sein und auch die anderen Ausgaben der Studenten erkennen und dann sind 83 € i.d.R. sehr viel Geld!

Für Proteste muss imo erstmal klar festgelegt werden, was kommt. Zahlen Bafög-Empfänger (immerhin mehr als 2/3 aller Studenten) auch Studiengebühren (FDP) oder erst einmal nicht (CDU).
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 12:26   Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ja genau die Sache, die nicht so verwirklicht werden wird, wie sie jetzt dargestellt wird! An Beispielen in Österreich und Australien kann man sehen, dass sich der Statt bei Studiengebühren immer mehr aus der verantwortung zieht, will sagen, dass die Zuschüsse immer mehr gekürzt werden! Stattdessen werden die Studenten benutzt, um das Haushaltsloch nicht noch größer werden zu lassen. Wenn es erst einmal die Studiengebühren gibt, kann man sie immer mehr steigen lassen.
@avilian: Das wäre ja nicht im Sinn der Sache; außerdem fallen die Vorlesungen aus, also könnte man gar nicht alleine studieren.
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 13:10   Titel: Antworten mit Zitat


Thorin-MC hat folgendes geschrieben:
Das ist ja genau die Sache, die nicht so verwirklicht werden wird, wie sie jetzt dargestellt wird! An Beispielen in Österreich und Australien kann man sehen, dass sich der Statt bei Studiengebühren immer mehr aus der verantwortung zieht, will sagen, dass die Zuschüsse immer mehr gekürzt werden! Stattdessen werden die Studenten benutzt, um das Haushaltsloch nicht noch größer werden zu lassen. Wenn es erst einmal die Studiengebühren gibt, kann man sie immer mehr steigen lassen.


So sieht es nämlich aus. Das kann ich nur unterschreiben. Zudem ist auch gar nicht sicher, ob und die Studiengebühren der Uni zugute kommen. Wenn ich nur das Wort "sozialverträglich" höre, könnte ich Brechen. Alle reden von sozialverträglichen Studiengebühren. Aber ein Konzept, wie diese sozialverträglich sein sollen, hat noch keiner vorgelegt.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 13:18   Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich hat man sich das schon überlegt:
Es soll so laufen, dass du einen Kredit aufnimmst, den aber erst zurückzahlen musst, wenn du ins Arbeitsleben eintrittst. Das ist dann auch sozialverträglich, da ja jeder die Gebühren zahlen muss. Daher verstehe ich auch nicht, warum jeder erzählt, dass sich das nur "reiche Kinder" leisten können. Sicher können die vielleicht durch die Eltern den kredit zurückzahlen, doch auch die "armen Kinder" können studieren. Ist vergleichbar mit der Situation des Hausbaus. Einige können den Kredit schneller abbezahlen andere weniger schnell, je nachdem wie hoch das Einkommen ist.
Ist doch ein simples Modell, auch wenn viele keine Lust haben 40.000 Euro schulden zu machen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 13:38   Titel: Antworten mit Zitat

die Studenten können froh sein, dass die Unis nicht privatisiert werden, dann könnte es sich nämlich immer weniger leisten zu studieren. Meint Ihr (nicht böse gemeint) dass das alles umsonst sei und friede Freude Eierkuchen... Wenn es zu teuer ist muss man eben arbeiten, muss ich auch!
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 13:40   Titel: Antworten mit Zitat


avilian hat folgendes geschrieben:
Ist doch ein simples Modell, auch wenn viele keine Lust haben 40.000 Euro schulden zu machen.


40.000 (vierzigtausend) Euro???????? wie lange willst du studieren???



TiefesLoch hat folgendes geschrieben:
Wenn es zu teuer ist muss man eben arbeiten, muss ich auch!


man geht ja auch nicht studieren um hinterher nix zu machen sondern weil man hinterher auch arbeiten möchte, eben etwas höher bezahlt.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 14:05   Titel: Antworten mit Zitat

[quote="MatzenOtte"]
avilian hat folgendes geschrieben:
Ist doch ein simples Modell, auch wenn viele keine Lust haben 40.000 Euro schulden zu machen.



Zitat:
40.000 (vierzigtausend) Euro???????? wie lange willst du studieren???


Naja ich geh mal davon aus, dass man auch noch Wohnung etc bezahlen muss und die Studiengebühren möglicherweise ansteigen und nicht nur 500 Euro pro Semester betragen werden. Ist nur eine Schätzung, wäre aber glaube ich einigermaßen realistisch.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 14:30   Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Studiengebühren richtig und wichtig. Natürlich müssen dafür einige Dinge noch geklärt werden und vor allem richtig gemacht werden, aber dann würde es auf jeden Fall zur Qualitätsverbesserung der deutschen Unis beitragen.

Voraussetzungen:

- Studienfinanzierungsmodelle, die jedem die Möglichkeit geben, zu studieren (Kredite, umgekehrter Generationenvertrag, Stipendien)

- Studiengebühren, die auch wirklich den Unis zugute kommen

- Privatwirtschaftlich geführte Universitäten, die ein Interesse daran haben, die Studiengebühren sinnvoll einzusetzen

Vorteile:

- Die Qualität des Studiums nimmt zu

- Es gibt einen Anreiz, sein Studium schnell abzuschließen

- Es studieren nur die Leute, die es auch wirklich wollen

- Und etliche mehr, die mir jetzt nicht einfallen.


Also demonstriert doch nicht einfach gegen Studiengebühren, bloß weil es schlecht klingt. Arbeitet lieber mit daran, dass die Einführung von Studiengebühren dazu genutzt wird, die deutschen Unis zu verbessern.
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 15:29   Titel: Antworten mit Zitat


ONCE hat folgendes geschrieben:
Ich finde Studiengebühren richtig und wichtig. Natürlich müssen dafür einige Dinge noch geklärt werden und vor allem richtig gemacht werden, aber dann würde es auf jeden Fall zur Qualitätsverbesserung der deutschen Unis beitragen.

Voraussetzungen:

- Studienfinanzierungsmodelle, die jedem die Möglichkeit geben, zu studieren (Kredite, umgekehrter Generationenvertrag, Stipendien)
Da ist bisher noch nix geschehen. Auch dass die Gebühren nach dem Studium zurückgezahlt werden sollen steht noch längst nicht fest.

- Studiengebühren, die auch wirklich den Unis zugute kommen
DAS steht noch längst nicht fest.

- Privatwirtschaftlich geführte Universitäten, die ein Interesse daran haben, die Studiengebühren sinnvoll einzusetzen

Vorteile:

- Die Qualität des Studiums nimmt zu
Falsch, durch das Hochschuloptimierungskonzept (HOK) haben die Unis schwere finanzielle Verluste erlitten. Diese Verluste müssen erstmal wieder kompensiert werden. Zudem ist halt nicht klar, ob die Unis das Geld überhaupt (und wieviel) kriegen.

- Es gibt einen Anreiz, sein Studium schnell abzuschließen
Den Anreiz liefern auch Langzeitstudiengebühren, die nach 4 Semestern über Regelstudienzeit zu zahlen sind.

- Es studieren nur die Leute, die es auch wirklich wollen
???
- Und etliche mehr, die mir jetzt nicht einfallen.
Gibt keine weiteren

Also demonstriert doch nicht einfach gegen Studiengebühren, bloß weil es schlecht klingt. Arbeitet lieber mit daran, dass die Einführung von Studiengebühren dazu genutzt wird, die deutschen Unis zu verbessern
Sie werden nicht besser. Durch das HOK wurde gnadenlos derbe gekürzt, wie sollen die Unis denn dann besser werden? Selbst herausragende Studiengänge mit internationalem Ansehen haben schwere finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Nichts wird besser.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 15:32   Titel: Antworten mit Zitat

Wenn sowenig bis jetzt feststeht, warum wehrst du dich dann mit Händen und Füßen. versucht doch lieber die Aktionen so zu lenken, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt. Pures "ich bin dagegen"-Denken führt zu nix.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 17:07   Titel: Antworten mit Zitat

@NDiaye:

Entschuldige bitte, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Die von mir genannten Voraussetzungen sind meiner Meinung nach unabdingbar, damit Studiengebühren sinnvoll sind. Ich wollte nicht ausdrücken, dass sie gegeben sind, sondern dass sie gegeben sein sollten.

Ansonsten kann ich nur auf den Erfolg der privaten Hochschulen in Deutschland verweisen. Wenn Du Dir aktuelle Hochschulrankings anguckst, wirst Du diese dort überall vorne wiederfinden. Und das liegt einfach daran, dass sie durch Studiengebühren eine ganz andere Qualität bieten können, als die staatlichen Unis das können.
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 17:12   Titel: Antworten mit Zitat


ONCE hat folgendes geschrieben:
@NDiaye:

Entschuldige bitte, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Die von mir genannten Voraussetzungen sind meiner Meinung nach unabdingbar, damit Studiengebühren sinnvoll sind. Ich wollte nicht ausdrücken, dass sie gegeben sind, sondern dass sie gegeben sein sollten.
Okay

Ansonsten kann ich nur auf den Erfolg der privaten Hochschulen in Deutschland verweisen. Wenn Du Dir aktuelle Hochschulrankings anguckst, wirst Du diese dort überall vorne wiederfinden. Und das liegt einfach daran, dass sie durch Studiengebühren eine ganz andere Qualität bieten können, als die staatlichen Unis das können.


Nur ist bei Privatunis auch wieder das Problem, dass die irsinnig hohe Kosten für die Studies mitbringen. Dort kostet ein Semester gleich Xtausend Euros. Da ist es ja vorprogrammiert, dass nur Leute ist betuchtem Elternhause an derartige Unis kommen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 18:59   Titel: Antworten mit Zitat


NDiaye hat folgendes geschrieben:
Nur ist bei Privatunis auch wieder das Problem, dass die irsinnig hohe Kosten für die Studies mitbringen. Dort kostet ein Semester gleich Xtausend Euros. Da ist es ja vorprogrammiert, dass nur Leute ist betuchtem Elternhause an derartige Unis kommen.


Nicht unbedingt. Die Privatunis legen großen Wert darauf, wirklich die besten Studenten zu bekommen. Deswegen gibt es bei ihnen auch deutlich mehr Möglichkeiten und Hilfestellungen bei der Studienfinanzierung - seien das Stipendien, Kredite mit günstigen Konditionen, Bildungsfonds oder was auch immer. Oftmals funktioniert es eigentlich so, dass die "reichen" Studenten es für die "armen" mitbezahlen - worüber sich niemand beschweren kann.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 22:45   Titel: Antworten mit Zitat

das ist so typisch deutsch. gegen studiengebühren erstmal auf die straße. wie sollte man auch dafür bezahlen? und dann auch noch horrende 500 euro im jahr. ich meine, der staat bezahlt ja auch nicht, zum beispiel für gebäude und professoren und so. oder etwa doch?
also, an alle die dagegen protestieren: nicht vergessen bis zum 27. lebensjahr kindergeld einzustreichen und kommt bitte alle nächsten sonntag mit auf die "saniert das deutsche sozialsystem- aber bitte ohne jegliche einschnitte" demo in leipzig.
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 22:55   Titel: Antworten mit Zitat

Das Perverse ist ja auch irgendwo:
Mache ich eine Ausbildung, werde ich bezahlt.
Studiere ich, muss ich bezahlen.
(Gut, ist wirklich Schwarz-Weiss-Malerei )

Und mir kann niemand erzählen, dass ich mit einem Studienabschluss bessere Berufsaussichten habe, als mit einer abgeschlossenen Ausbildung.

@p.i.r.3
Wie würdest du dich fühlen,
-wenn du mit Nebenjobs mit Ach und Krach dein Studium finanzieren müsstest,
-wenn du dir nie was größeres leisten könntest,
-wenn du jederzeit um den Fortgang deines Studiums bangen müsstest
-wenn du das Bewußtsein hast, dass jederzeit Gebühren kommen könnten, die du dir nicht leisten kannst
-wenn du wüsstest, dass deine Gelder dem Staat und nicht der Uni zufließen
usw. usw.
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Gast





BeitragVerfasst am: 16 Jun 2005 23:13   Titel: Antworten mit Zitat


NDiaye hat folgendes geschrieben:
Das Perverse ist ja auch irgendwo:
Mache ich eine Ausbildung, werde ich bezahlt.
Studiere ich, muss ich bezahlen.
(Gut, ist wirklich Schwarz-Weiss-Malerei )

Und mir kann niemand erzählen, dass ich mit einem Studienabschluss bessere Berufsaussichten habe, als mit einer abgeschlossenen Ausbildung.

@p.i.r.3
Wie würdest du dich fühlen,
-wenn du mit Nebenjobs mit Ach und Krach dein Studium finanzieren müsstest,
-wenn du dir nie was größeres leisten könntest,
-wenn du jederzeit um den Fortgang deines Studiums bangen müsstest
-wenn du das Bewußtsein hast, dass jederzeit Gebühren kommen könnten, die du dir nicht leisten kannst
-wenn du wüsstest, dass deine Gelder dem Staat und nicht der Uni zufließen
usw. usw.

Naja kommt drauf an was man studiert. Wenn man Jura studiert oder BWL und gut ist, dann wird man sehr schnell ein akzeptables gehalt haben und im Beruf vorrankommen. Wenn man sich heute ausbilden lässt, dann ist irgendwann die Karrierleiter zu Ende, weil sie dir sofort einen Akademiker vor die nase knallen und wenn der Frisch von der Uni ist...
Du sprichst Gebühren zwar an und die damit verbundenen Ängste, vergisst aber die Glückssituation des Finanzierungskonzepts noch nicht. Die Banken werden dir dann das Geld geben und du wirst lernen es so einzusetzen, dass es am Ende reicht. Der mögliche Nebenjob wird nur noch zusatz sein, denn den wirst du sonst nicht brauchen. Der Kredit wird erst zurück gezahlt werden müssen, sobald du im Job bist.
Zwar wird der Kredit dich nicht dazu bringen dir plötzlich riesengroße Dinge anzuschaffen, aber das soll er ja auch nicht. Er soll dein Studium und einen teil des Lebens finanzieren und das tut er.
Geld verdienst du erst später im beruf und dann sind auch größere Investitionen drin.
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 06:52   Titel: Antworten mit Zitat


avilian hat folgendes geschrieben:

Naja kommt drauf an was man studiert. Wenn man Jura studiert oder BWL und gut ist, dann wird man sehr schnell ein akzeptables gehalt haben und im Beruf vorrankommen. Wenn man sich heute ausbilden lässt, dann ist irgendwann die Karrierleiter zu Ende, weil sie dir sofort einen Akademiker vor die nase knallen und wenn der Frisch von der Uni ist...
Du sprichst Gebühren zwar an und die damit verbundenen Ängste, vergisst aber die Glückssituation des Finanzierungskonzepts noch nicht. Die Banken werden dir dann das Geld geben und du wirst lernen es so einzusetzen, dass es am Ende reicht. Der mögliche Nebenjob wird nur noch zusatz sein, denn den wirst du sonst nicht brauchen. Der Kredit wird erst zurück gezahlt werden müssen, sobald du im Job bist.
Zwar wird der Kredit dich nicht dazu bringen dir plötzlich riesengroße Dinge anzuschaffen, aber das soll er ja auch nicht. Er soll dein Studium und einen teil des Lebens finanzieren und das tut er.
Geld verdienst du erst später im beruf und dann sind auch größere Investitionen drin
.


[b]Jo, nachdem ich meinen Berg Schulden abgetragen habe, kann ich mir bestimmt mal wieder ne Packung Zwieback gönnen...
Was für eine Glückssituation der Finanzierung??? Soll ich jetzt auch noch glücklich darüber sein, dass ich mich verschulde??? Hallo!!!
Ich will ein Haus bauen und ein Auto kaufen. Und dann soll ich glücklich sein, wenn ich mich durch Studiengebühren noch zusätzlich verschulde?

Weisst du eigentlich, dass für Akademiker der Arbeitsmarkt auch nicht viel rosiger ist, da viele als überqualifiziert gelten? Die Stellen werden dann von günstigen Arbeitnehmern mit Ausbildung "belegt" (soll keine Kritik an ihnen sein).

Zudem gehst du davon aus, dass die Studiengebühren (Zahlung nach dem Studium) so auch durchgesetzt werden. Und auch dies ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.
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Gast





BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 07:14   Titel: Antworten mit Zitat

Du wirst nunmal damit Leben müssen das Bildung nicht mehr umsonst ist! Die Glückssituation der Finanzierung ist, dass du solange du kein Geld verdienst auch nichts zurück zahlen musst.
Das Haus oder das Auto muss dann eben 2-3 Jahre später gekauft werden, aber dafür ist auch eine hochspezialisierte Ausbildung, die theoretisch kein "normaler" Auszubildender erreicht. Ich weiß zwar nicht was du studierst, aber wenn ich sehe was man so studieren kann, dann mache ich mir bei den meisten keine großen Sorgen, vorrausgesetzt sie schließen das Studium gut ab.
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Gast





BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 08:34   Titel: Antworten mit Zitat


avilian hat folgendes geschrieben:

NDiaye hat folgendes geschrieben:
Das Perverse ist ja auch irgendwo:
Mache ich eine Ausbildung, werde ich bezahlt.
Studiere ich, muss ich bezahlen.
(Gut, ist wirklich Schwarz-Weiss-Malerei )

Und mir kann niemand erzählen, dass ich mit einem Studienabschluss bessere Berufsaussichten habe, als mit einer abgeschlossenen Ausbildung.

@p.i.r.3
Wie würdest du dich fühlen,
-wenn du mit Nebenjobs mit Ach und Krach dein Studium finanzieren müsstest,
-wenn du dir nie was größeres leisten könntest,
-wenn du jederzeit um den Fortgang deines Studiums bangen müsstest
-wenn du das Bewußtsein hast, dass jederzeit Gebühren kommen könnten, die du dir nicht leisten kannst
-wenn du wüsstest, dass deine Gelder dem Staat und nicht der Uni zufließen
usw. usw.




das wolltest du doch erreichen indem du auf die tränendrüse drückst oder? "wie würdest du dich fühlen..."

tu tust ja so als ob du wie in amerika tausende pro jahr zahlen müsstest!
und der geilste punkt ist die frage, wie ich mich fühlen würde, wenn ich wüsste, dass das geld dem staat und nicht der uni zufließt!
der staat zahlt die verdammte uni! das geld was staat/länder für unis ausgegeben haben und noch immer ausgeben kommt aus dem haushalt. ob die jetzt also einen kredit aufnehmen und damit die polizisten bezahlen, weil die dafür vorgesehenen steuern schon für die bildung raus sind, oder ob die deine 500 flocken nehmen, ist doch egal!
das ist die billigste ausrede von allen (was man auch daran sieht dass du sie schnell noch hinten dran gehängt hast als dir wohl (vermutung) nichts mehr eingefallen ist.)
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Gast





BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 08:39   Titel: Antworten mit Zitat


NDiaye hat folgendes geschrieben:


Ich will ein Haus bauen und ein Auto kaufen. Und dann soll ich glücklich sein, wenn ich mich durch Studiengebühren noch zusätzlich verschulde?

Weisst du eigentlich, dass für Akademiker der Arbeitsmarkt auch nicht viel rosiger ist, da viele als überqualifiziert gelten? Die Stellen werden dann von günstigen Arbeitnehmern mit Ausbildung "belegt" (soll keine Kritik an ihnen sein).



1. niemand zwingt dich zu studieren. wenn du uns eine gefälligkeit erweist, indem du studierst, weil du sonst ja bessere chancen auf einen job hättest: dann studier nicht. du willst dir ja schließlich noch

ein haus und ein auto kaufen!!!!

dumm dass man daran nicht gedacht hat. du willst umsonst studieren, weil du später noch ein haus und ein auto willst. da passen die studiengebühren nun wirklich nicht ins konzept.
ALTER!
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chefe82
1. Bundesliga
1. Bundesliga 

Anmeldungsdatum: 14.05.2003
Beiträge: 907
BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 10:27   Titel: Antworten mit Zitat

Also wer glaubt das die Studiengebühren in die Unis oder Hochschulen investiert wird, der hat doch nicht alle Tassen im Schrank!
Und es ist toll mit ner menge Schulden aus dem studium zu gehn und dann wohlmöglich keinen Arbeitsplatz zu bekommen ( Gerade im Bereich BWL oder Jura )! Da sag ich nir DANKE!
Und dann will die doch so tolle CDU/CSU so viel für die Bildung tun..
_________________
Fuchs musste sein, Hasen gibts genug!
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Indi_
Gast




BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 10:29   Titel: Antworten mit Zitat

Hier besteht noch einige Informationsbedarf:

1.) 500€ Studiengebühren sind nur ein Anfang. Diese würden bei mir (in Göttingen) noch auf den Semesterbeitrag draufkommen, so dass man bei 700€ ist.
So sagte zudem der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, dass die Beiträge zwischen 1000 und 3000€ variieren können.

2.) Das Land zieht sich aus der Finanzierung zurück! Beste Beispiele sind hier Österreich und Australien. Nach der Einführung der Studiengebühren sind dort die Gelder, die der Staat zur Verfügung gestellt hat, im Laufe der Zeit immer weiter reduziert worden. Gleichzeitig sind die Gebühren angestiegen.
Hier ein Auszug aus dem Policy Research Paper No1 der australischen National Tertiary Education Industry Uniion (NTEU): Students pay more, universities get less, government pockets the difference.

3.) Der Staat kürzt den Unis das Geld durch das HOK. Wie sollen die Unis im internationalen Vergleich bitte besser dastehen, wenn der Staat ihnen das Wasser abgräbt?

4.) Studenten sind keine Kunden, die für etwa bezahlen, sondern ebenfalls Auszubildende. Das Marktsystem ist nicht auf die Bildung übertragbar. Andernfalls müssten den Studierenden Garantien geboten werden, wenn sie Bildung "kaufen".

5.) Studiengebühren sind sofort zu zahlen. Nach Lutz Stratmann sind sind künftig von allen Studierenden "Studienbeiträge" in Höhe von 500€ (und es wird mehr), zahlbar sofort, zu erheben.

6.) Bund und Länder haben einen gesellschaftlichen und sozialen Auftrag bzgl. der Bildung. Gesetzlich festgeschriebene Aufträge zB zur Finanzierung der Studentenwerke werden nicht eingehalten, man zieht sich aus der Finanzierung zurück. Die Studentenwerke müssen diese Fehlbeträge in ihrer Funktion als gemeinnützige Einrichtung durch Erhöhung der Semesterbeiträge und durch Abbau von Leistungen ausgleichen

Des weiteren möchte ich auf einige Aussagen eingehen:

Von pir3:

Zitat:
der staat zahlt die verdammte uni! das geld was staat/länder für unis ausgegeben haben und noch immer ausgeben kommt aus dem haushalt. ob die jetzt also einen kredit aufnehmen und damit die polizisten bezahlen, weil die dafür vorgesehenen steuern schon für die bildung raus sind, oder ob die deine 500 flocken nehmen, ist doch egal!


Das ist falsch. Wie gesagt, zum einen zieht sich der Staat aus der Finanzierung der Unis zurück und zum anderen ist es längst nicht garantiert, dass das Geld, welches der Staat durch Gebühren einnehmen würde, auch tatsächlich wieder den Unis zugute kommt. Der Staat wird mit dem Geld nämlich erstmal seine Haushaltlöcher stopfen.

Von pir3

Zitat:
das ist die billigste ausrede von allen (was man auch daran sieht dass du sie schnell noch hinten dran gehängt hast als dir wohl (vermutung) nichts mehr eingefallen ist.)

Niveaulose Aussage. Wenn man mal keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.

Von avilian

Zitat:
Du wirst nunmal damit Leben müssen das Bildung nicht mehr umsonst ist!

Nein, werde ich nicht. Genau deswegen gehen wir ja auf die Strasse und lassen uns das nicht gefallen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 17 Jun 2005 11:20   Titel: Antworten mit Zitat

Die Studiengebühren sind eine absolute Frechheit. Es wird versucht da Geld zusparen, wo die Betroffenen am schwächsten sind und das ja nicht nur bei den Studierenden, sondern auch im ganzen sozialen Wesen. Die Studenten haben ja kein Druckmittel, bzw. keine Lobby, gegen dieses Vorgehen anzugehen. Das Geld wird vielleicht in die Unis gesteckt, hintenrum wird mit großer Sicherheit die Zuschüsse vom Staat für die Unis gekürzt bzw. gestrichen.

Man merkt auch, dass kaum einer der für die Studiengebühren ist, eigentlich kaum eine Ahnung haben, wo die Probleme wirklich liegen.

Durch die ZVS hat jeder Student das Glück oder Pech neu in eine fremde Stadt zu kommen. Wo er entweder in ein Studentenheim, WG oder eigene Wohnung einzieht. Hier stellt man sich die Frage bekommt er BaföG oder nicht (abhängig des Einkommens der Eltern), auch hier gibt es Fälle dass kein BaföG ausgezahlt wird, der Student aber nicht von seinen Eltern unterstützt wird, weil sie es nicht können. Gehen wir davon, aber aus dass er BaföG bekommt. Das sind rund im Monat 582,88 EUR (BaföG Höchstsatz, der aber individuell für jeden Studenten ausgerechnet wird, also nicht jeder bekommt den Höchstsatz).

Jetzt können wir ja mal die Kosten hochrechnen die jeder Durchschnittsstudent ungefähr hat:

Wohnung: 250 - 350 EUR (incl. Wasser und Strom)
Sozialbeitrag: 25 EUR (+ Studiengebühren 108 EUR i.Monat)
Bücher und Material: sagen wir 80 EUR
Nahrung: 100 EUR (aber nur alles von Aldi)
jetzt sind wir schon ohne Studiengebühren bei ca. 555 EUR
Mit Studiengebühren 638 EUR

Und hier ist das kulturelle Angebot noch nicht eingerechnet, z.B. Kino, Kneipe, Disco, etc.

Das heisst man muss ein Zusatzjob machen um die erlaubten 360 EUR brutto zu verdienen. Aber wann und wo? Zwischen den Seminaren, Lernen und die unbezahlten Praktien die man machen muss? Da ist keine Zeit oder man nimmt sich die Zeit, wobei dann das Studium nochlänger dauert und wenn man hier noch die Studienkonten berücktsichtigt, nach 1,5 Studienregelzeit, aus 500 EUR dann 650 EUR werden. Sprich 133,33 im Monat.

Es wird einen großen Personenkeis geben, ob aus sozialschwachen oder normalen Verhältnissen die sich das Studium dann nicht mehr leisten können.

schöne Grüße
Dan
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