preload
basicPlayer

Das Ende der 50+1-Regel - Beginn des Ausverkaufs der Liga?

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 7, 8, 9 ... 15, 16, 17  Weiter
Comunio.de Foren-Übersicht -> Bundesliga - Talk
Autor Nachricht
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 13:31   Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Abenteuerspielplatz für Neureiche

Gerade um die Folgen einer investorfreundlichen Politik abzuzeichnen, eignet sich mit England das ab- und erschreckende Beispiel für alle diejenigen, denen der Erhalt der 50+1-Regelung am Herzen liegt: Die stolze Premier League ist zum Abenteuerspielplatz von neureichen Investoren degeneriert. Waren es früher teures Gepränge, schnelle Autos, große Yachten oder beeindruckende Gebäude, mit denen sich geschmückt wurde, so scheinen heute die britischen Fußballvereine die Trumpfkarte in einem wahnwitzig anmutenden Schwanzvergleich zwischen US-amerikanischen, russischen und arabischen Milliardären zu sein. Gewiss: Die sportliche Qualität der Premier League, das internationale Ansehen und die Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Wettbewerben – all dies wurde durch das Einfließen externer Gelder erhöht. Es gab Saisons, da verhinderte nur das direkte Aufeinandertreffen von Manchester United und Konsorten ein rein englisches Champions-League-Halbfinale.

Doch zu welchem Preis? Die Antwort: Totale Kommerzialisierung. Was in Deutschland noch in der Entwicklung steht, ist auf der Insel bereits etablierte Realität. Völlig in Stücke geschnittene Spieltage, das Pay-TV hat Exklusivrechte, die Zusammenfassungen der Spiele kommen erst spät am Wochenende. Die Liga hat einen Sponsor, sogar der Ball hat einen. Die Preise für Eintrittskarte sind (besonders im Vergleich zur deutschen Liga) exorbitant hoch, so dass die Unterstützung seines Vereins einen aktiven Fan beinahe an den Rand des Ruins treibt. Mitunter kommt ein Stadionbesuch in Deutschland (Billigflug plus Stadionticket) deutlich günstiger als das Pendant auf der Insel. Diese Preispolitik hat natürlich Nebenwirkungen: Die einst als Stimmungsvorbild gepriesene Stadienszenerie ist in England zum Erliegen gekommen. Eine Veränderung der Publikumsstruktur sowie deren stetig fortschreitende „Vergreisung“ hat aus den Hexenkesseln Theatersäle gemacht.


Quelle: http://www.wh96.com/index.php - Text vom 30. Oktober: Warum 50+1 bleiben muss
Nach oben
Alo Atog
Moderator
Moderator 

Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 19423
BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 13:39   Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Die Preise für Eintrittskarte sind (besonders im Vergleich zur deutschen Liga) exorbitant hoch, so dass die Unterstützung seines Vereins einen aktiven Fan beinahe an den Rand des Ruins treibt.


Da hat sich ja mal wieder jemand wirklich mit dem Thema Ticket-Preise in Engalnd und Deutschland auseinander gesestzt - RESPEKT!
_________________
Nach oben Benutzer-Profile anzeigen
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 16:18   Titel: Antworten mit Zitat


Alo Atog hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Die Preise für Eintrittskarte sind (besonders im Vergleich zur deutschen Liga) exorbitant hoch, so dass die Unterstützung seines Vereins einen aktiven Fan beinahe an den Rand des Ruins treibt.


Da hat sich ja mal wieder jemand wirklich mit dem Thema Ticket-Preise in Engalnd und Deutschland auseinander gesestzt - RESPEKT!


Vorsicht die Ironie könnte nicht verständen werden, hat ja nicht jeder die Gegenbeispiele gelesen.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 18:43   Titel: Antworten mit Zitat

Und was die TV Vermarktung (in Deutschland zentral regelt) mit der 50+1 Regelung zu tun hat, muss mir auch erstmal einer erklären.
In Deutschland herrscht doch auch schon Kommerz ohne Ende. ("Die Ecken werden präsentiert von...", "Das Tor wird ihnen präsentiert von..." ...). Was soll ein Verbleib/Abschaffung der 50+1 Regel daran ändern? und in welchem Zusammenhang steht das ganze zu der Vermarktung des Liganamens?
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Okt 2009 18:44   Titel: Antworten mit Zitat


Sidious! hat folgendes geschrieben:
Und was die TV Vermarktung (in Deutschland zentral regelt) mit der 50+1 Regelung zu tun hat, muss mir auch erstmal einer erklären.
In Deutschland herrscht doch auch schon Kommerz ohne Ende. ("Die Ecken werden präsentiert von...", "Das Tor wird ihnen präsentiert von..." ...). Was soll ein Verbleib/Abschaffung der 50+1 Regel daran ändern? und in welchem Zusammenhang steht das ganze zu der Vermarktung des Liganamens?


oder des Ligaballes, der ja in der Bundesliga wohl auch kommt.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Nov 2009 13:55   Titel: Antworten mit Zitat

Tag der Entscheidung. Es ist wohl zu erwarten, dass Kind mit seinem Antrag scheitert. Lt reviersport hat aber durchaus der FSV Frankfurt Chancen mit seinem Antrag durchzukommen.

Der sieht vor, den Ligapräsidenten mit der Ausarbeitung eines Konsensmodells zu beauftragen. Kind würde in dem Fall wohl auch erstmal von einer Klage absehen (und wahrscheinlich abwarten, wie anschließend der Entwurf aussieht).
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Nov 2009 15:08   Titel: Antworten mit Zitat

In dem Moment wo 50+1 fällt, gehört Hertha nem Russen. Da müssen ja nicht mal großartig Schulden übernommen werden. Was sind schon 50 Mio? Und 10.000 Harlekins sind auch ganz schnell ruhig, wenn wieder oben mitgespielt wird.
Die Bundesliga ist dann bezüglich Übernahmen sehr stark gefährdet, einfach weil im Gegensatz zu England die Vereine gesund und stabil sind und man wirklich nur in Kader zu investieren brauch. Die Stadien und Leistunsgzentren sind alle neu, die Jugendarbeit ist Weltklasse und das Steuersystem für Investoren einfach verlockend.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Nov 2009 15:25   Titel: Antworten mit Zitat

50+1 bleibt.

http://www.rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/Vereine-sprechen-sich-fuer-501-aus_aid_781004.html


Zitat:
Der Antrag von Kind wurde am Dienstag in Frankfurt/Main bei nur einer Ja-Stimme abgeschmettert. Auch der Antrag des Zweitligisten FSV Frankfurt, einen Kompromiss-Vorschlag zu erarbeiten, wurde bei nur zwei Ja-Stimmen abgelehnt. Ein Antrag vom Erstligisten Schalke 04, die Investorenfrage mit dem Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zu verknüpfen, wurde zurückgezogen.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Nov 2009 15:46   Titel: Antworten mit Zitat

Leider ist mit der DFL-Entscheidung, so paradox sich das ganze anhört, die Chance dass 50+1 nun komplett fällt nicht kleiner, sondern sogar größer geworden.

Kind wird Klage einreichen und scheinbar hat er keine schlechten Chancen.
Man hätte wenigstens den Antrag vom FSV Frankfurt annehmen können. Dann wäre eine Vermittlung möglich gewesen.

Ich hoffe dass die DFL die Entscheidung nicht irgendwann bedauert....

Hoffen wir dass die DFL n Trumpf im Ärmel hat und die Anwälte sich entsprechend gut vorbereitet haben. Sollten die EU-Richter pro 50+1 entscheiden, war die Entscheidung von heute sicherlich richtig.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Nov 2009 15:56   Titel: Antworten mit Zitat

Ganz nebenbei glaube ich langsam, dass die Vereinsbosse gar kein echtes Interesse am Erhalt der 50+1-Regel haben. Die wollen sich nur nicht der geballten Fankritik stellen.
Mit der Entscheidung heute haben alle ein reines Gewissen und wenns vor den Kadi geht kann jeder der entscheidenden Clubs sagen "ICH habe gegen die Abschaffung gestimmt".
Wer weiss, vielleicht sind das auch Machtspielchen, frei nach dem Motto "was erlauben FSV Frankfurt".

Sobald die Regel richterlich gekippt ist, wird der eine oder andere Verein umkippen und sagen "Wenn ich die Chance schon habe - wieso nicht nutzen?"
Nach Hannover 96 könnten das in erster Linie die Clubs sein, in denen in der Vergangenheit eh schon unvernünftig gewirtschaftet wurde.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 14:25   Titel: 50+1 Antworten mit Zitat

Das wäre doch echt krass wenn die regel endlich weg wäre...
Neue SPieler , mehr geld , zwar mehr schulden aber wayne..
Hoffentlich klagt der Kind mit Erfolg , das wäre ne echte Bereicherung
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 13 Nov 2009 18:08   Titel: Antworten mit Zitat

Genau, scheiß auf Schulden.

Das geht solange, bis der erste Traditionsclub wg. Schulden verschwindet.
Dann ist das geheule groß.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 00:12   Titel: Antworten mit Zitat

http://www.nachrichten.at/sport/fussball/sportnet;art99,324053

Wie gut, dass wir noch die 50+1 Regel haben ...
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 09:06   Titel: Antworten mit Zitat

Mit Betonung auf noch. Kind hat Klage eingereicht.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 09:30   Titel: Antworten mit Zitat


whisky0882 hat folgendes geschrieben:
Mit Betonung auf noch. Kind hat Klage eingereicht.


Kind ist beim ersten mal schon gescheitert deshalb mach ich mir keine Sorgen das es beim 2mal aufeinmal klappt.
Aber die Gefahr besteht trotzdem da geb ich dir natürlich recht.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 09:35   Titel: Antworten mit Zitat

Dazu fällt einem nichts mehr ein.

Aber so schade es um einen Club wie ManU wäre - vielleicht ist genau eine Insolvenz eines Clubs von dem Kaliber nötig, damit man vernünftiger wirtschaftet - egal ob man einen Besitzer hat oder nicht.

Was 50+1 angeht: Ich hoffe nur, dass sich die Bundesligavereine nicht hinreißen lassen, sich zu verkaufen - auch wenn die Regel fallen sollte!
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 10:34   Titel: Antworten mit Zitat

Wer braucht denn schon Stars? Wir haben schließlich unsere eigenen und sollten erst mal schauen das wir unsere Jugendförderung weiter auf so eine Level wie in den letzten 4-5 Jahren betreiben.
Ich glaube aber nicht das sich viel ändert, falls der 1. Traditionsclub in der Insolvenz verschwindet. Den Scheichs ists doch egal ob es Manchester, London, Madrid, Mailand etc. ist, es muss halt nur ein Traditionsverein sein in den man gut Geld pumpen kann. Denen kommt es doch nicht wirklich auf die Fans oder die Bürger von Manchester an....so leichtgläubig sollte man wirklich nicht sein.
Zuguterletzt muss ich noch sagen, dass ich mich zwar auch oft ärgere das keine Deutsche Mannschaft International nen Titel gewinnen kann (mal von der Ausnahme Bremen abgesehen die es ja fast im Uefa Cup geschafft haben), aber es ist wirklich viel wichtiger das die Vereine nicht überschuldet sind. Schaut euch doch unsere Schuldenuhr an http://www.ag-edelmetalle.de/charts/schuldenuhr/?gclid=CPGXwrrfwZ8CFQMSzAodVRpU6Q#de und fragt euch mal wie man das nachher noch bezahlen soll. Nenene die Fussball Vereine sollen schön vernünftig bleiben und ihren Fans nicht zumuten hohes Risiko zu gehen.
Fazit: Scheiß auf Stars bzw. auf die ganzen Söldner und schaut das unsere Jugend zur Weltelite aufsteigen!
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 13:34   Titel: Antworten mit Zitat

Wobei mich die Zahlen etwas wundern.
Pro Kopf scheinen wir im europäischen Durchschnitt zu liegen (hätte ich anders erwartet).
Und die Neuverschuldung scheint in Großbritannien doppelt so hoch zu sein.

Aber das ist wohl eher n Thema im Offtopic.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Jan 2010 15:33   Titel: Antworten mit Zitat

Damit hast du natürlich Recht, aber ich wollte damit nur aufzeigen, dass wir doch nicht stolz darauf sein können weniger Schulden als die Briten oder sonst einem Land zu machen. Das gleiche gilt natürlich auch für den Fussball. Es ist doch eine Schande das sich Vereine damit begnügen, dass sie "nur" 5-6 Mio. Miesen gemacht haben. Das ist meiner Meinung nach einfach eine falsche Zielsetzung seines Berufs, sowie auch ein schlechtes Vorbild für unsere Heranwachsenden bzw. für unsere Jugend. Siehe 7 Beiträge über mir von "ZerOSkiLL"....(Neue SPieler , mehr geld , zwar mehr schulden aber wayne.. )
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 09:05   Titel: Antworten mit Zitat

http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_197405.html

Zwar 2. Liga in England, aber als Klub ja auch nicht ganz unbekannt.



Was die Schulden angeht, da muss man wirklich differenzieren, so leicht wie man sich das hier macht, ist es nämlich oftmals nicht. Chelsea hat über 700 Mio. Schulden, aber der großteil davon liegt bei Abramowitsch. Das ist ja nunmal sein Steckenpferd und ein kleiner Zettel und die Schulden verschwinden komplett.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn man Schulden bei Banken hat, Schuldverschreibungen, Anleihen etc.

Auch da muss ich sagen ist Deutschland nicht umbedingt ein Vorbild. Besonders die gerühmte Lizenzierung ist eine farce. Kann nicht funktionieren, wenn man beliebig viele Untergesellschaften gründen kann und dorthin die Verluste schiebt, die Konzernbilanzen aber nicht geprüft werden.

Weiter oben steht etwas von 70 Mio. Zinsen bei Manchester. Das hört sich viel an, vergleichbar der FCB hat im Moment etwa 20 Mio. an Zinsen zu leisten. Das passiert, wenn man ein eigenes Stadion hat. Bei Bayern werden die Zinsausgaben jetzt abnehmen, weil die AUDI Mio. da reinfließen und man so die Belastung mehr als deutlich senken wird.

Aber zurück zu 50+1.

Solange man diese Regelung offensichtlich unterlaufen kann, hat sie eh kein Sinn (Hoffenheim, und RBL wird es auch schaffen).
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 10:40   Titel: Antworten mit Zitat


whisky0882 hat folgendes geschrieben:
http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_197405.html

Zwar 2. Liga in England, aber als Klub ja auch nicht ganz unbekannt.



Was die Schulden angeht, da muss man wirklich differenzieren, so leicht wie man sich das hier macht, ist es nämlich oftmals nicht. Chelsea hat über 700 Mio. Schulden, aber der großteil davon liegt bei Abramowitsch. Das ist ja nunmal sein Steckenpferd und ein kleiner Zettel und die Schulden verschwinden komplett.


Grundsätzlich sind Schulden erstmal Schulden. Klar zahlt Chelsea keine Zinsen (oder nur sehr gering), wenn die Kohle vom Clubeigner kommt.
Aber man begibt sich auch in eine absolute Abhängigkeit.
Bekommt Abramowitsch selbst finanzielle Schwierigkeiten (in der Finanzkrise sah es ja schon mal danach aus) und/oder verliert das Interesse am Club und fordert sein Geld zurück, steht Chelsea da und ist nicht mehr überlebensfähig.

Wohingegen man die zu zahlenden Zinsen beim FCB gegen die Mehreinnahmen des Stadions (für VIP-Logen zum Beispiel, mehr Sitzplätze, Werbeinnahmen, keine Stadionmiete, höherer Zuschauerschnitt, was weiß ich) aufrechnen muss.
Ein Teil der 20 Millionen wird damit wieder verschwinden.
Außerdem schafft man sich einen Vermögenswert, den man vorher einfach nicht hatte. Das Olympiastadion war meines Wissens gemietet.

Ich sehe es also nicht so, dass Schulden irgendeines Mäzens die "besseren" Schulden sind. Im Gegenteil. Ein neues/eigenes Stadion oder allgemeine Investitionen in die Infrastruktur sind mMn der einzige Grund, weshalb ein Verein Schulden machen sollte.

Kritisch sehe ich es, wenn man versucht sich mit Krediten Erfolg zu erkaufen.
Egal ob es nun bei Real Madrid passiert, in Dortmund vor ein paar Jahren oder auch auf einem anderen Level in Bochum während eines Zweitligajahrs (es war zu lesen, dass der Schuldenstand nach dem letzten Zweitligajahr 9 Millionen betrug).

Wenn es klappt wie in Bochum, dass man Aufsteigt und anschließend die Schulden abbezahlen kann ist das gut - dafür gibt es aber keineswegs eine Garantie. Wozu das aber führen kann, hat man in Dortmund gesehen.

Dort hat man offenbar gelernt, ich habe den Eindruck dass dort aktuell vernünftig gewirtschaftet wird.
Nach oben
Alo Atog
Moderator
Moderator 

Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 19423
BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 10:56   Titel: Antworten mit Zitat


Förm hat folgendes geschrieben:

whisky0882 hat folgendes geschrieben:
http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_197405.html

Zwar 2. Liga in England, aber als Klub ja auch nicht ganz unbekannt.



Was die Schulden angeht, da muss man wirklich differenzieren, so leicht wie man sich das hier macht, ist es nämlich oftmals nicht. Chelsea hat über 700 Mio. Schulden, aber der großteil davon liegt bei Abramowitsch. Das ist ja nunmal sein Steckenpferd und ein kleiner Zettel und die Schulden verschwinden komplett.


Grundsätzlich sind Schulden erstmal Schulden. Klar zahlt Chelsea keine Zinsen (oder nur sehr gering), wenn die Kohle vom Clubeigner kommt.
Aber man begibt sich auch in eine absolute Abhängigkeit.
Bekommt Abramowitsch selbst finanzielle Schwierigkeiten (in der Finanzkrise sah es ja schon mal danach aus) und/oder verliert das Interesse am Club und fordert sein Geld zurück, steht Chelsea da und ist nicht mehr überlebensfähig.


Du vergisst, das Chelsea aktuell Schuldenfrei ist

Chelsea hat bei Abramovic ein Privat-Darlehen von 350-400 Millionen Pfund, was dieser aber kürzlich in Clubanteile Umgewandelt hat! So hat der Verein keine Schulden mehr und er bekommt mehr Geld aus einem eventuellen Verkauf.

Abramovic ist kein klassischer Mäzen wie Hopp, ist aber halt auch kein Investor wie Glazer! Er liegt irgendwo dazwischen und gehört definitiv zu den besseren Clubbesitzern
_________________
Nach oben Benutzer-Profile anzeigen
Gast





BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 11:04   Titel: Antworten mit Zitat


Alo Atog hat folgendes geschrieben:

Förm hat folgendes geschrieben:

whisky0882 hat folgendes geschrieben:
http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_197405.html

Zwar 2. Liga in England, aber als Klub ja auch nicht ganz unbekannt.



Was die Schulden angeht, da muss man wirklich differenzieren, so leicht wie man sich das hier macht, ist es nämlich oftmals nicht. Chelsea hat über 700 Mio. Schulden, aber der großteil davon liegt bei Abramowitsch. Das ist ja nunmal sein Steckenpferd und ein kleiner Zettel und die Schulden verschwinden komplett.


Grundsätzlich sind Schulden erstmal Schulden. Klar zahlt Chelsea keine Zinsen (oder nur sehr gering), wenn die Kohle vom Clubeigner kommt.
Aber man begibt sich auch in eine absolute Abhängigkeit.
Bekommt Abramowitsch selbst finanzielle Schwierigkeiten (in der Finanzkrise sah es ja schon mal danach aus) und/oder verliert das Interesse am Club und fordert sein Geld zurück, steht Chelsea da und ist nicht mehr überlebensfähig.


Du vergisst, das Chelsea aktuell Schuldenfrei ist

Chelsea hat bei Abramovic ein Privat-Darlehen von 350-400 Millionen Pfund, was dieser aber kürzlich in Clubanteile Umgewandelt hat! So hat der Verein keine Schulden mehr und er bekommt mehr Geld aus einem eventuellen Verkauf.

Abramovic ist kein klassischer Mäzen wie Hopp, ist aber halt auch kein Investor wie Glazer! Er liegt irgendwo dazwischen und gehört definitiv zu den besseren Clubbesitzern


Dann ersetz halt Chelsea durch ManU, war ja auch nur ein Beispiel. Bei ManU sieht man aktuell viel besser wo man hinkommt, wenn man in die Abhängigkeit eines Investors gerät.

Nur weil die Sache mit Chelsea gut auszugehen scheint, ist die Gefahr nicht kleiner.

Übrigens würde mich mal interessieren wie die Zahl von 20 Millionen Zinsen beim FCB zustande kommt. Mit der Tilgung wäre das ja noch mehr.
In der Bilanz habe ich was von 65 Millionen Verbindlichkeiten gelesen?

Vielleicht kann mich da mal einer aufklären.
Sind die 20 Millionen vielleicht inklusive Tilgung?
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 11:18   Titel: Antworten mit Zitat


Förm hat folgendes geschrieben:

Alo Atog hat folgendes geschrieben:

Förm hat folgendes geschrieben:

whisky0882 hat folgendes geschrieben:
http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_197405.html

Zwar 2. Liga in England, aber als Klub ja auch nicht ganz unbekannt.



Was die Schulden angeht, da muss man wirklich differenzieren, so leicht wie man sich das hier macht, ist es nämlich oftmals nicht. Chelsea hat über 700 Mio. Schulden, aber der großteil davon liegt bei Abramowitsch. Das ist ja nunmal sein Steckenpferd und ein kleiner Zettel und die Schulden verschwinden komplett.


Grundsätzlich sind Schulden erstmal Schulden. Klar zahlt Chelsea keine Zinsen (oder nur sehr gering), wenn die Kohle vom Clubeigner kommt.
Aber man begibt sich auch in eine absolute Abhängigkeit.
Bekommt Abramowitsch selbst finanzielle Schwierigkeiten (in der Finanzkrise sah es ja schon mal danach aus) und/oder verliert das Interesse am Club und fordert sein Geld zurück, steht Chelsea da und ist nicht mehr überlebensfähig.


Du vergisst, das Chelsea aktuell Schuldenfrei ist

Chelsea hat bei Abramovic ein Privat-Darlehen von 350-400 Millionen Pfund, was dieser aber kürzlich in Clubanteile Umgewandelt hat! So hat der Verein keine Schulden mehr und er bekommt mehr Geld aus einem eventuellen Verkauf.

Abramovic ist kein klassischer Mäzen wie Hopp, ist aber halt auch kein Investor wie Glazer! Er liegt irgendwo dazwischen und gehört definitiv zu den besseren Clubbesitzern


Dann ersetz halt Chelsea durch ManU, war ja auch nur ein Beispiel. Bei ManU sieht man aktuell viel besser wo man hinkommt, wenn man in die Abhängigkeit eines Investors gerät.

Nur weil die Sache mit Chelsea gut auszugehen scheint, ist die Gefahr nicht kleiner.

Übrigens würde mich mal interessieren wie die Zahl von 20 Millionen Zinsen beim FCB zustande kommt. Mit der Tilgung wäre das ja noch mehr.
In der Bilanz habe ich was von 65 Millionen Verbindlichkeiten gelesen?

Vielleicht kann mich da mal einer aufklären.
Sind die 20 Millionen vielleicht inklusive Tilgung?


Ich behaupte auch garnicht das etwas besser oder schlechter ist. Ich sage nur Schulden sind nicht gleich Schulden. Im Fall von Manchester hat Glazer die Anteile nur bezahlen können, indem er Kredite aufgenommen hat, die er gleich an Manchester weitergab (die Zinsen und die Tilgung wurden also von Manchester geleistet und werden es immer noch). Bei Abramowitsch (stimmt der hat die Schulden verschwinden lassen und neue Anteile dafür bekommen) ist es ja anders, der hat voll bezahlt mit Privatvermögen (seine Anteile) und dann sei eigenes Geld in Chelsea gesteckt. Sprich wenn er sein Geld nicht zurückhaben will (wie Hopp bei Hoffenheim in Teilen) dann besteht kein Problem. Ob das so ist, ist natürlich die Frage. Natürlich sollte man überlegen ob man nicht solche "Kredite" von Anfang an verbietet und es zur Pflicht macht diese Schulden zu erlassen. Was wiederum die Mäzen wohl nicht wollen.

Es geht aber nicht so sehr um England beim Theam 50+1, sondern es sollte vielmehr darum gehen, warum einige in Deutschland das umgehen können. Denn wo ein Weg ist, werden andere folgen. Ich sehe nunmal keinen Sinn in einer Regelung, die so lückenhaft ist, dass man sie offensichtlich umgehen kann.

Aktuell ist es doch so das Tönnies für Schalke bürgt, Ob die die Schulden zurückzahlen können oder nicht, ist die Frage. Nach seiner Auskunft hat er bisher immer das Geld wiederbekommen. Aber wo ist der Unterschied zu Chelsea, zu Manchester. In der Höhe der Darlehen? Glaubt jemand ernsthaft das nicht auch ein Tönnies sich abgesichert hat (laut diversen Medien mit den Transferrechten an Spielern abgesichert). Das ist also jetzt schon durch 50+1 möglich.

Der einzige Unterschied zu England ist doch der, das auf theoretischer Ebene kein Mäzen/Geldgeber/Kreditgeber etc. entscheiden darf. Ich behaupte aber, das in Hoffenheim nichts ohne Hopp läuft, auf Schalke nichts mehr ohne die Zustimmung von Tönnies.
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 27 Jan 2010 11:18   Titel: Antworten mit Zitat

also 20 mio allein an zinsen kann ich mir bei einem gesamtvolumen von 340 mio € (wikipedia) nich vorstellen.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 7, 8, 9 ... 15, 16, 17  Weiter
Seite 8 von 17



Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group