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Al-Qaidas Agenda 2020

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BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 16:36   Titel: Al-Qaidas Agenda 2020 Antworten mit Zitat

Al-Qaidas Agenda 2020

Er gilt als einer der besten Kenner der Qaida: Der jordanische Journalist Fuad Hussein hat Vordenker des Terrornetzwerkes nach ihrer langfristigen Strategie befragt. Heraus kam ein Szenario des Schreckens - und des Wahns.

Die erste Phase, "das Aufwachen" genannt, ist demnach bereits abgeschlossen; sie soll von 2000 bis 2003 gedauert haben, genauer gesagt von den Vorbereitungen der Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington bis zum Fall Bagdads 2003. Das Ziel der Anschläge soll es gewesen sein, die USA zu Kriegen in der islamischen Welt zu provozieren, um die Muslime "aufzuwecken". "Das Resultat der ersten Phase war - nach Empfinden der Vordenker und Strategen der al-Qaida - sehr gut", schreibt Hussein. "Das Schlachtfeld wurde ausgeweitet, die Amerikaner und ihre Verbündeten wurden zu einem einfacher zu treffenden und näherem Ziel." Dem Netzwerk sei es außerdem gelungen, seine Botschaften "an jedem Ort" hörbar zu machen.


Die zweite Phase, "das Augenöffnen", läuft nach Husseins Einordnung im Moment ab; sie soll bis 2006 beendet sein. In dieser Zeit, so hoffen es laut Hussein die Terror-Strategen, werde die "islamische Gemeinschaft" sich der westlichen Verschwörung bewusst. Al-Qaida wolle sich in dieser Phase von einer Organisation zu einer Bewegung entwickeln, fasst Hussein zusammen. Das Netzwerk rechne damit, dass sich ihm viele junge Männer in diesem Jahren anschließen. Der Irak soll zudem zur Operationsbasis von globaler Bedeutung ausgebaut, eine "Armee" eben dort aufgestellt und außerdem Basen in anderen arabischen Staaten errichtet werden.


Die dritte Phase wird mit "Das Aufstehen und Auf-zwei-Beine-Stellen" umschrieben. Sie soll den Zeitraum von 2007 bis 2010 umfassen. "Es wird eine Konzentration auf Syrien geben", prophezeit Hussein auf der Grundlage seiner Rückmeldungen. Die kämpfenden Kader stünden bereit, zum Teil hielten sie sich im Irak auf. Auch Anschläge in der Türkei und - noch brisanter - gegen Israel würden für diese Jahre avisiert. Angriffe auf Israel, so hoffen die Vordenker des Terrors demnach, werden aus al-Qaida eine allseits anerkannte Organisation machen. Möglich sei außerdem eine Ausweitung der Anschläge in den Nachbarländern des Irak, also etwa in Jordanien.


In der vierten Phase, zwischen 2010 und 2013, wird es al-Qaida Hussein zufolge darum gehen, den Sturz der verhassten arabischen Regierungen zu erreichen. "Der schleichende Machtverlust der Regime wird zu einem stetigen Zuwachs an Kraft bei al-Qaida führen" - so lautet das Kalkül. Parallel sollen Angriffe gegen Ölförderanlagen durchgeführt, die US-Wirtschaft durch Cyberterrorismus ins Visier genommen werden.


So soll es in der fünften Phase, zwischen 2013 und 2016, gelingen, einen islamischen Staat auszurufen - und zwar ein Kalifat. Der Einfluss des Westens in der islamischen Welt werde dann bereits massiv zurückgegangen sein, sagen die Qaida-Ideologen voraus, auch Israel werde derart geschwächt sein, dass Gegenwehr nicht gefürchtet werden müsse. Der islamische Staat werde eine neue Weltordnung hervorbringen, rechnen sich die Qaida-Planer aus.


Die sechste Phase, beginnend 2016, sieht die "totale Konfrontation" vor, schließt Hussein aus dem, was ihm zugetragen wurde. Unmittelbar nach Ausrufung des Kalifats werde die "islamische Armee" die von Osama Bin Laden oft vorhergesagte "Schlacht zwischen Glauben und Unglauben" anzetteln.


Schließlich soll die siebte Phase folgen, die mit "endgültiger Sieg" beschrieben wird. Die Qaida-Strategen gehen, so Hussein, davon aus, dass das Kalifat Bestand haben wird - weil die restliche Welt angesichts der Kampfbereitschaft von "anderthalb Milliarden Muslimen" klein beigeben werde. Im Jahr 2020 soll auch diese Phase abgeschlossen sein, wobei der Krieg nicht länger als zwei Jahre dauern soll.
...
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,369328,00.html

Klingt irgendwie krank!
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 17:48   Titel: Antworten mit Zitat


Terroristen hetzen mit Sprengstoff behängte Hunde auf Soldaten

Die Aufständischen im Irak benutzen nach einem Bericht der Zeitung "Los Angeles Times" neuerdings Hunde für Attentate. Behängt mit Sprengstoff werden die Tiere losgeschickt und per Fernbedienung in die Luft gesprengt. US-Soldaten und Iraker sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,369236,00.html
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 17:57   Titel: Antworten mit Zitat

Diese Planungen gab es ja schon häufiger in der Geschichte.... aber was da beschrieben wird, ist der Idealfall (aus Sicht von Al Quaeda). Die restliche Welt wird ja nicht nur untätig daneben stehen und abwarten. Und dann gibt es ja konfrontativ dazu auch noch die Agenda New American Century...
Ich hoffe immernoch, dass sich hin und wieder mal ein kluger Kopf an die spitze eines Staates setzt...
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 18:05   Titel: Antworten mit Zitat

Terroristischen Größenwahn würde ich das nennen. Über sowas kann man nur den Kopf schütteln. Diese Leute haben echt einen an der Waffel. Und so hart es klingen mag, aber ihnen gehört einfach kräftig in den Arsch getreten. Natürlich ist Gewalt keine Lösung, aber solche Leute haben es nicht anders verdient...
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 18:57   Titel: Antworten mit Zitat

Wenn der Mann wirklich so viel bescheid weiß, auch über die Leute die innerhalb der Al Quaida so rumlaufen dann wird er bald mal fragen beantworten dürfen. Wahrscheinlich hat der sich aber nur irgendeinen Quatsch ausgedacht und den dann veröffentlicht.
Ich liebe ja Leute, die alles planen(in diesem Fall sogar 15 Jahre im vorraus) für sich und in diesem Fall für die ganze Welt. Das klappt sowieso nicht, bevor nicht erstmal ein paar Fragen geklärt sind.

1. lebt Bin Laden? Schwer zu sagen, da er schwer krank ist und auf ein Dialysegerät angewiesen ist. Die Tatsache, dass man schon lange nichts mehr gehört hat könnte bedeuten, dass er gar nicht mehr lebt. Man weiß aber nichts. Also abwarten

2. wie läuft die Finanzierung? Die soll ziemlich ins stocken geraten sein, dadurch das man Konten die zu Al Quaida gehören sollen eingefroren hat. Außerdem wird durch das ableben bin Ladens (weitere 15 jahre überlebt der nicht) die Führung der Al Quaida stark geschwächt, denn er ist derjenige, der da 1. alle Fäden in der hand hält und 2. die Finanzierung zu großen Teilen durchführt

3. Was macht das Ausland? Kann nicht viel machen, denn wenn jemand bereit ist sein leben zu opfern und weiß wo man sich Strengstoff organisiern kann dann ist im grunde schon alles gelaufen. Terrorismus ist nur schwer zu bekämpfen, das beste wäre einfach nicht mehr drüber zu berichten von der Medienseite, da die Medien das Sprachrohr der Terroristen sind. Geht zwar praktisch leider nicht, wäre aber möglicherweise eine wirkungsvolle Methode den Terrorismus zu bekämpfen.


Im grunde kann man davon ausgehen, dass die Terrororganisation nicht mehr lange leben wird, da erstens mit dem tod bin Ladens vielen der Motivator abhanden kommt(das behaupte ich jetzt einfach mal so) und außerdem die Geldquellen verdunsten und zweitens die Geschichte bis heute immer gezeigt hat, dass Terrororganisationen immer kurzlebige Geschichten waren(<50 Jahre).
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 19:02   Titel: Antworten mit Zitat


avilian hat folgendes geschrieben:

Im grunde kann man davon ausgehen, dass die Terrororganisation nicht mehr lange leben wird, da erstens mit dem tod bin Ladens vielen der Motivator abhanden kommt(das behaupte ich jetzt einfach mal so) und außerdem die Geldquellen verdunsten und zweitens die Geschichte bis heute immer gezeigt hat, dass Terrororganisationen immer kurzlebige Geschichten waren(<50 Jahre).


Also ich denke nicht, das der Terror dann aufhören wird, nur weil bin Laden stirbt. Falls dies tatsächlich der Fall sein sollte, gibt es genügend Nachfolger (als 1. kommt Aiman Al Sawahiri in Frage). Das war doch mit der PKK das Gleiche. Dort wurde Öcalan auch festgenommen, kurze Zeit war nix zu hören und inzwischen haben sie wieder angefangen (haben ihre Leute im Nord-Irak).
Und das Geld denke ich ist auf kein großes Hindernis, da gibt es sicherlich noch andere reiche Leute, die sowas unterstützen. Ich weiß es nicht genau, aber ich gehe mal davon aus.

Allerdings finde ich diese Voraussage unwahrscheinlich. Vor allem über so einen langen Zeitraum wie 15 Jahren. Naja, denke aber auch nicht das der Rest da einfach nur Zuschauer sein wird.
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 19:05   Titel: Antworten mit Zitat

Schön und gut, die Agenda 2020, aber wenn sie wirklich ernst machen wollen bombadieren die Amis die ganze muslimische Welt mit Atombomben!
Davon hat dann keiner was... Hätte Osama nen bissel inteligenter eingeschätzt!
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 19:38   Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach braucht es einfach mehr Geduld und Verhandlungsgeschick. Anstatt sich mit der muslimischen Welt immer mehr zu verwerfen, sollte man lieber für engere Bindungen sorgen. Eine Al Quaeda wird es schwerer haben wenn ein Volk merkt, dass sich z. B. andere Nationen mehr um ihre Probleme kümmern als sie. Und mit "um ihre probleme kümmern" meine ich keine kriegerischen Auseinandersetzungen sondern wirtschafliche Hilfen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 21:28   Titel: Antworten mit Zitat


Playa4l!fe hat folgendes geschrieben:

avilian hat folgendes geschrieben:

Im grunde kann man davon ausgehen, dass die Terrororganisation nicht mehr lange leben wird, da erstens mit dem tod bin Ladens vielen der Motivator abhanden kommt(das behaupte ich jetzt einfach mal so) und außerdem die Geldquellen verdunsten und zweitens die Geschichte bis heute immer gezeigt hat, dass Terrororganisationen immer kurzlebige Geschichten waren(<50 Jahre).


Also ich denke nicht, das der Terror dann aufhören wird, nur weil bin Laden stirbt. Falls dies tatsächlich der Fall sein sollte, gibt es genügend Nachfolger (als 1. kommt Aiman Al Sawahiri in Frage). Das war doch mit der PKK das Gleiche. Dort wurde Öcalan auch festgenommen, kurze Zeit war nix zu hören und inzwischen haben sie wieder angefangen (haben ihre Leute im Nord-Irak).
Und das Geld denke ich ist auf kein großes Hindernis, da gibt es sicherlich noch andere reiche Leute, die sowas unterstützen. Ich weiß es nicht genau, aber ich gehe mal davon aus.

Allerdings finde ich diese Voraussage unwahrscheinlich. Vor allem über so einen langen Zeitraum wie 15 Jahren. Naja, denke aber auch nicht das der Rest da einfach nur Zuschauer sein wird.


Ja aber die PKK hat lange nicht mehr die Stärke als es noch Öcalan gab. Es fehlt einfach die ganz große Symbolfigur, für die die PKK immer stand. Dasselbe blüht Al Quaida.
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Gast





BeitragVerfasst am: 13 Aug 2005 10:35   Titel: Antworten mit Zitat

über lange Zeit wäre der Tod Bin Ladens sicher der Anfang vom Ende für Al-Kaida. Allerdings könnte in der Zeit direkt danach, dieses Märtyrer-Phänomen eintreten. In den Augen der muslimischen Kämpfer ist ihr Anführer dann doch als Held gestorben, und sie werden versuchen ihm nachzueifern.
Aber das könnte doch sehr unkontrolliert geschehen und diese richtige Struktur dieser Organisation würde auf jeden Fall leiden.
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Gast





BeitragVerfasst am: 13 Aug 2005 20:27   Titel: Antworten mit Zitat


Beckz7 hat folgendes geschrieben:
Allerdings könnte in der Zeit direkt danach, dieses Märtyrer-Phänomen eintreten. In den Augen der muslimischen Kämpfer ist ihr Anführer dann doch als Held gestorben, und sie werden versuchen ihm nachzueifern.

Sehr richtig, zunächst kann man davon ausgehen, dass die Organisation(en) größeren Zulauf erhalten. Allerdings: je breiter die Masse der Anhänger wird, desto schwieriger ist meiner Meinung nach eine zentrale Führung oder die Steckung einheitlicher Ziele. Logische Folge: Mehr oder weniger radikale Splittergruppen treten ins Rampenlicht.

Oh du schöne Welt....
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