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Rätselhafte Programmabstürze PDF Drucken E-Mail
Bereich->Tipps&Tricks - System allgemein
Mittwoch, 10 November 2004
Wenn Programme nach der Installation des ServicePacks 2 für Windows XP plötzlich nicht mehr korrekt funktionieren, abstürzen oder einfach ihre Funktionen einstellen, muss das nicht immer am Programm selbst liegen. Schuldig an den Problemen kann auch die Dateiausführungsverhinderung (DEP) sein, die mit dem SP2 Einzug in das System hielt. Die Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP) trägt dazu bei, Schäden durch Viren und andere Sicherheitsbedrohungen zu verhindern, die durch das Ausführen von bösartigem Code aus Speicherbereichen angreifen, die nur Windows und andere Programme verwenden sollten.
Dieser Bedrohungstyp verursacht Schäden, indem er einen oder mehrere von einem Programm verwendete Speicherbereiche übernimmt. Dann verbreitet er sich und beschädigt weitere Programme, Dateien und sogar E-Mail-Kontakte.
Im Gegensatz zu Firewallsystemen oder Antivirusprogrammen verhindert die DEP nicht das Installieren schädlicher Programme auf dem Computer. Vielmehr überwacht sie die Programme, um zu ermitteln, ob diese den Systemspeicher sicher verwenden.
Die Datenausführungsverhinderung kennzeichnet einige Speicherbereiche selbständig oder mithilfe kompatibler Mikroprozessoren als "nicht ausführbar". Wenn ein Programm Code – unabhängig davon, ob er bösartig ist – aus einem geschützten Speicherort auszuführen versucht, schließt die Datenausführungsverhinderung das Programm und benachrichtigt Sie.
Die Datenausführungsverhinderung kann Software- und Hardwareunterstützung nutzen. Zum Verwenden der Datenausführungsverhinderung muss auf dem Computer Microsoft Windows XP Service Pack 2 (SP2) oder höher bzw. Windows Server 2003 Service Pack 1 oder höher ausgeführt werden.
Datenausführungsverhinderungs-Software allein trägt zum Schutz vor bestimmten Arten von Angriffen durch bösartigen Code bei. In vollem Umfang können Sie den von der Datenausführungsverhinderung gebotenen Schutz jedoch nur nutzen, wenn der Prozessor "Ausführungsschutz" unterstützt.
Diese hardwarebasierte Technologie soll Speicherbereiche als nicht ausführbar kennzeichnen. Wenn der Prozessor keine hardwarebasierte Datenausführungsverhinderung unterstützt, sollten Sie auf einen Prozessor aktualisieren, der Ausführungsschutzfunktionen unterstützt.
Wenn einzelne Programme generell nicht mehr vernünftig funktionieren, lässt die DEP eine Möglichkeit, die betroffenen Anwendungen von der Überwachung auszuschließen, wozu folgende Schritte notwendig sind:
* Auswahl der "Systemsteuerung"
* Auswahl von "System"
* Wechsel zum Reiter "Erweitert"
* Auswahl von "Systemleistung" und "Einstellungen"
* Auswahl von "Dateiausführungsverhinderung"
* Wechsel zu "Dateiausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der ausgewählten aktivieren:"
* Einbindung über "Hinzufügen" der betreffenden Programme
In vielen Fällen dürften die rätselhaften Abstürze nun der Vergangenheit angehören. Tun sie es nicht, ist zumindest klar geworden, dass das betroffene Programm offenbar größere Probleme mit den teils stark verändertem Systemverhalte
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