(im Vorwege: dieser text stammt aus meinem Space
www.spaces.msn.com/odonald. Es ist klar, dass ihr einige orte bzw. Namen nicht kennt. Zur info, Antonina ist meine Freundin, Marie meine beste Freundin.)
Wenn es einen verwirrenden Tag in meinem Leben gegeben hat, dann war es der gestrige, der 03.03.2006.
Der Tag begann für mich schon um 00:00 Uhr, als ich begann, meinen Paktikumsbericht zu schreiben. Selbstverständlich habe ich mich im Laufe der Nacht auf mein Sofa gelegt und bin natürlich eingeschlafen. Um 07:50 (!) wurde ich dann geweckt, von wegen "haste nich Schule in 10 min" (ich wohn ne halbe Stunde minimum von der Schule weg).
Also hab ich gedacht, schreib ich an meinem Praktukumsbericht weiter, denn gestern war der letzte Tag um ihn abzugeben. Bin natürlich wieder eingepennt, von den letzten 4 nächten hatte ich auch nur in zweien geschlafen, und da jeweils nur 4-5 Stunden... und diese Nacht schlafe ich offensichlich auch nicht, will Marie noch mal schöne Ferien wünschen gehen bevor sie morgen früh um 5 oder so abhaut...naja, back to topic.
Ich hab dann halt um 8 meine Arbeit aufgenommen und bin eingepennt. Um 11 bin ich dann wach geworden, Amin war am Tlefon, von wegen wo ich denn sei. Ich: "Naja Zuhaus" is ja nix neues bei mir. Ich mich also wieder an die Arbeit gesetzt, fertiggetippt und ab zum Drucker. Was muss natürlich sein: Keine Tinte. Also: Notebook gekrallt und ab zur 5ten Stunde zu Erdkunde. Ich geh zur U-Bahn, ohnehin spät dran, und was höre ich? "Aufgrund eines Rettungswageneinsatzes fahren die Züge der Linie U1 stadteinwärts mit einer Verspätung von bis zu 20 Minuten. Na geil. Also zu spät zu Erdkunde erschienen. Die Doppelstunde verlief mehr oder wenger glimpflich, mal davon abgesehen, dass die Tischplatte meines Tisches nicht an den Tischbeinen befestigt war und ich mich deswegen beim Kippeln fast auf die Fresse gepackt hätte. Nach der Stunde dann ne Viertelstunde auf Herrn Wolf gewartet, der natürlich Sport hatte und extra-lange gebraucht hat. Dann mit dem Notebook in die Pausenhalle gesetzt und den Bericht auf seinen Memory-Stick gepackt.
Natürlich hatte ich die Praktikumsbescheinigung zu Hause vergessen, muss ich nachreichen... Dann ab zum Match Point, mit Tom und Tomasz ne Pizza essen gehen. Klar, kein Geld dabei, also auf Leihbasis.
Lichtblick: Lucas kam rein und hat uns 6 Euro hingelegt um uns n Bier zu kaufen, um seinen B-Day zu feiern. Herzlichen Glückwunsch, Lucas! Dann ab nach Hause, da gabs dann erstmal Ärger weil ich so spät dran war... egal, nich schlimm. Jetzt erstmal duschen. Was passiert, mein Papa ruft an. Meine mutter kommt derbe scheisse drauf rein und sagt: "Jetzt liegst du faules stück schon wieder aufm Sofa..." Ich denk echt nur noch "oa waaas...". Naja, dann dusch ich, kaum lass ich das Wasser einlaufen, klingelts und Antonina ist da, wir waren ja verabredet. Ich also schnell geduscht und raus in mein Zimmer.
Dann kamen die ersten schönen Minuten meines bisherigen Tages. Nach 2 Minuten kam erstmal mein kleiner Bruder rein ha derbe genervt is erst nach 10 minuten gegangen, kurz später hat meine Mama auch schon gestresst und ich musste alle (!) Koffer zum Auto bringen, dass natürlich nicht auf einem von 4 freien Parkplätzen vor unserer Tür stand, sondern am Ende der Strasse. Das hab ich dann gemacht.
<<< Quote from Antoninas Space: "Heute hab ich dich zum Auto gebracht, dass dich zum Flughafen bringen sollte. Du hast mich geküsst, "Tschüs meine Süße...Ich liebe dich!", gesagt, bist in das verdammte Auto gestiegen und weggefahren..." >>>
und dann ab zum Flughafen. Natürlich waren nur noch auf dem Freideck Parkplätze frei, und natürlich hat es geregnet. Egal, die paar meter... Dann sind wir rein in den Flughafen, und ich dachte nur "oa was" als ich die 1000 Menschen vor den Economy- und Business-Class-Schaltern von Lufthansa gesehen hab. Schmunzelnd dachte ich: "Zum Glück ist mein Vater Lufthansa Sentor, ab zum First Class schalter mit rotem Teppich etc". Naja, auch der war für einen First Class Schalter überfüllt, vielleicht 10 Leute... man hätte noch einen Economy-Schalter umwandeln sollen - nein ok spass beiseite. Darauf beogen muss ich nun echt dankbar sein, dass mein Vater Senator bei der Lufthansa ist, sonst hätten wir uns durch die Schlange von x-Tausend Economys kämpfen müssen, um zu erfahren, dass wir doch bitte zum Ticketschalter gehen sollten, weil unser Flug umgebucht werden müsse -FraPort gesperrt wegen Schnee-. Auch das Anstehen am Ticketschalter war -trotz First Class- nicht so zügig, also hab ich mich mit meinem Notebook in ne Ecke des Flughafens verkrochen und hab gechillt.
Kaum war mein Notebook hochgefahren, kam mein Papa an: Pack zusammen, wir fahren wieder nach Hause, ihr fliegt Sonntag. OK dacht ich mir, das schöne Wochenende mit meinen Freunden in Madrid fällt wohl ins Wasser, wenigstens bleibt aber die Woche in Portugal...
Ab nach Hause, Sachen abgelegt und ab zu Antonina, die schon überglücklich auf mich wartete... yee-haa. Da bin ich dann paar Stunden gewesen, ok, an dem Teil des Tages ist nun echt NICHTS auszusetzen. Dann musste ich um 11 nach Hause, bei Antonina war Schluss.
Zu Fuß, wie sonst - wie immer kein Geld... Ich hatte noch meine Flughafen-Spanien-Jacke an, die für -7 Grad natürlich herzlich ungeeignet war. Egal. Der Rückweg war mehr als lustig. Zunächst einmal fragten mich 2 Studenten mit Auto, wo denn die "Serie A" liegt, eine Sportsbar in dem Haus, indem ich früher gewohnt habe. Ich meinte dann: "Nehmt mich mit, ich zeig euch den Weg". Die haben mich dann im Auto mitgenommen, derbe cool. Vom Serie A nach Hause sind es noch etwa 10-15 Minuten Fußweg. Auf diesem Fußweg sprach mich zunächst ein Türke an, wo denn der Mundsburger Damm sei. Es war für mich kein allzugroßer Umweg, und es hätte nur eine Minute gedauert, vom Standort des Türken bis zum Mundsburger Damm. Hätte er nicht jeden Passanten immer nervöser gefragt, ob er Feuer habe. Die Prozedur dauerte also 10 Minuten für ca. 100 meter. War aber recht amüsant. Dann ab nach Hause, noch ca. 5 Minuten Fußweg.
Unterwegs sehe ich 2 Japanerinnen, die sich lachend voneinander mit "Domo Arigato" verabschiedeten. Ich habe sie nur freundlich angelächelt, da kamen sie schon auf mich zu und haben mich vollgetextet von wegen "Takahara ist klasse ne? (wohl wegen meines HSV-Schales) usw. usf.". Wie ich dann so bin hab ich noch n bisschen mit denen geredet, über die japanische Nationalmannschaf etc. und mich nach 15 Minuten mit "Sayonara" verabschiedet. Dann musste ich nur noch nach hause. Um die Uhrzeit habe ich mich natürlich reingeschlichen, und durfte mir meine Mutter anhören, wie sie beim Geschlechtsverkehr mit ihrem Freund schrie und stöhnte. Genau das hatte ich gebraucht. Ich bin dann einfach in mein Zimmer gegangen und habe mein Notebook wieder aus der Reisetasche ausgepackt, und mich daran gesetzt, den Text hier zu schreiben, was ich nebst chatten seit einer Stunde tue und was wieder einmal dazu führt, dass ich nicht schlafen werde, damit ich morgen hochkomme, um Marie zu verabschieden.
Naja, ein Tag mit seinen schönen und seinen schlechten Seiten, aber auf jeden Fall ein Tag, an den ich mich noch lange erinnern werde.