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Gast
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Verfasst am: 21 Dez 2005 18:10 Titel: Bedingungsloses Grundeinkommen |
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Was hält man hier eigentlich vom Konzept von Götz Werner?
Bedingungsloses Grundeinkommen
Meiner Ansicht nach in Anbetracht zunehmender Automatisierung das einzige taugliche Zukunftskonzept. Allerdings würde ich es ein wenig modifizieren.
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Gast
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Verfasst am: 21 Dez 2005 18:48 Titel: |
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Hm... interessant.
ALlerdings bin ich grad ziemlich besoffen und versteh das alles nich so ganz. Die Finanzierung wär wohl doch nicht ganz so einfach, wie dort dargestellt, denke ich.
Ich trau dem Braten nicht .
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Gast
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Gast
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Verfasst am: 21 Dez 2005 22:51 Titel: |
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Wo sagt er das denn?
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Gast
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Verfasst am: 22 Dez 2005 00:06 Titel: |
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na ja, er sagt es indirekt. er geht davon aus, daß das oberste ziel der menschen dann nicht mehr sein wird, um die existenz zu kämpfen bzw. sie unter verminderten selbstbewusstsein phlegmatisch werden, sondern ihre erfüllung und "das gefühl gebraucht zu werden und im sozialen netzwerk anerkannt zu sein".
aber schöne grimms märchenstunde...
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Gast
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Verfasst am: 22 Dez 2005 00:41 Titel: |
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wieso fängt er mit diesem ideal nicht einfach in seinem laden an:
parallele:
alle bekommen 1200,- monatlich geschenkt, um dann nach interesse/bedarf weiteren einkünften/berufen nachzugehen
=
alle bekommen monatlich einen 30,- Gutschein von DM geschenkt, um dann nach nach interesse/bedarf weitere artikel zu kaufen.
gutscheine laufen nicht ab (1200,- müssen ja auch nicht bei "nichtnotwendigkeit" oder "nichtnutzung" zurückgegeben werden) , weitere einkäufte können auch bei der konkurrenz/ausland getätigt werden.
interessanter ansatz.
aber DM wäre heute mit sicherheit nicht da, wo sie jetzt sind, wenn sie so gewirtschaftet hätten
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Gast
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Gast
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Verfasst am: 23 Dez 2005 11:26 Titel: |
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Ok die oberen beiden Beiträge ignoriere ich mal und widme mich den ernsthafter Interessierten.
Wie lautet denn Eure Konsequenz aus der zunehmenden Automatisierung, die ja im Grunde, zumindest jeglichem humanistischen Ideal nach, der ganzen Menschheit nutzen sollte?
Zurzeit ist es so, dass die Automatisierung denen nützt, die sich die Maschinisierung leisten können, und jenen, die sie über Kredite finanzieren. Erste sparen Produktionskosten in Form von Personalkosten, wurden in letzter Zeit zudem steuerlich entlastet, und die aus dem Produktionsprozess Ausgeschiedenen werden diskriminiert und vom Rest der durch Arbeit wertschöpfenden Bevölkerung, die auch immer geringer wird und sich zunehmend unter Kostendruck setzen lässt, mitfinanziert.
Glaubt Ihr wirklich, dass Gesellschaften so auf Dauer funktionieren werden?
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Gast
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Verfasst am: 23 Dez 2005 12:08 Titel: |
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ich hab den vorschlag von ihm schon vor nen paar wochen gehört......ich finde die idee einfach klasse.....denn die angesprochenen probleme sind einfach nicht weg zu leugnen in der heutigen welt......darüber hinaus werden sie sich noch weiter verschärfen........
er ist übrigens nicht der einzige der so etwas fordert...........
ähnliches habe ich schon von lafontaine(linkspartei), geißler(CDU) und anderen gehört.................
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Gast
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Verfasst am: 23 Dez 2005 12:26 Titel: |
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Seine Idee klingt ja sehr rosig und total nach Freizeit für alle Menschen.
Jedoch würde die Qualität der produzierten Ware erheblich sinken. Wenn jetzt jeder Facharbeiter nach gutdünken entscheiden kann "och, macht mir keinen Spaß" und kündigen kann führt das zu anschließender stark progressiver Arbeitnehmerfluktuation. Diese verlorene Zeit der Einarbeitung neuer Arbeitnehmer fehlt dem Unternehmen später im Produktionszyklus.
Wenn ich als Arbeitnehmer auch nicht mehr verpflichtet bin, auf die Qualität zu achten um meinen Arbeitsplatz zu sichern, hat dies auch nicht positive Konsequenzen.
Sicherlich wird die Marktwirtschaft danach noch so funktionieren, das System ist garnicht so krass anders. Der Gebildete wird nach wie vor mehr verdienen, der Unternehmer wird weiterhin gigantische Gewinne einfahren. Lediglich die Verpflichtung zu Arbeit als existenzerhaltendem Faktor ist nicht mehr gegeben, was mMn fatal ist für die aktuelle Ökonomische Landschaft.
Aber nunja, jede Epoche geht irgendwann mal zuende ... so wie auch die Globalisierung
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Gast
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Verfasst am: 23 Dez 2005 18:54 Titel: |
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also ich halte das ganze für sehr utopisch. man müsste nur mal überlegen welche berufe allein deswegen wegfallen, weil sie einfach scheiße sind oder überhaupt keine kohle bringen. ich denke da z.b. nur mal an den einzelhandel, lagerarbeiter, friseure uvm.
ich bin der meinung, er überschätzt die menschen und ihre einstellung zur arbeit. natürlich wird es viele geben die dann eine höhere bildung haben werden und auch viele die anspruchsvolle arbeit übernehmen können und wollen, aber die grundarbeiten, welche die meisten nur des geldes wegen machen, wären für die menschen uninsteressant.
fazit: das ganze marktwirschaftliche system würde zusammenbrechen und das neue wäre scheißen ineffizient
fazit2: vom grundsatz schon unrealistisch, er hat ja selber nichtmal ne ahnung wie das finanziert werden sollte. nur viel laberei nach dem motto: das läuft schon, erstmal weniger später mehr!
also schön das mal gehört zu haben, erweitert vielleicht ein bischen die sichtweise, aber als bwl´er hab ich probleme damit!
edit: und besonders neu ist die idee ja auch nicht. die gibt natürlich schon ewig. wer sich ein wenig mit der entstehung von wohlfahrtsstaaten beschäftigt hat, weiss wovon ich rede!
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Gast
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Verfasst am: 26 Dez 2005 17:03 Titel: |
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Tootoo, der Vorteil ist ja gerade, dass man auf eine Menge Bürokratie verzichten könnte, und dazu gehört auch der Kündigungsschutz.
Fhk, kein Beruf würde wegfallen. Wenn jetzt eine Arbeit sehr ungern für wenig Geld erledigt wird, würde durch das BGE diese Arbeit teurer und die Arbeitsstunden verringert, wodurch wiederum die Motivation zur Automation steigt.
Sämtliche Aspekte werden natürlich auch auf Werner's Webseite gründlich diskutiert:
http://www.unternimm-die-zukunft.de/
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Gast
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Verfasst am: 27 Dez 2005 11:29 Titel: |
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| Malone70 hat folgendes geschrieben: |
Fhk, kein Beruf würde wegfallen. Wenn jetzt eine Arbeit sehr ungern für wenig Geld erledigt wird, würde durch das BGE diese Arbeit teurer und die Arbeitsstunden verringert, wodurch wiederum die Motivation zur Automation steigt.
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Ich glaub du hast mich nicht verstanden. Jobs wie z.B. den Friseur und etliche andere kann man nicht automatisieren (Und ich glaube es wird allgemeinhin unterschätzt wie viele Berufe das wirklich sind!) Will man diese Leute aber einen Anreiz geben zu arbeiten, würde sich das natürlich fast zu 100 % auf den Preis auswirken. Und das würde keiner bezahlen wollen, ganz zu schweigen davon, dass wir in deinem System wahrscheinlich eine Mwst. von um die 50% haben die nochmal oben draufkommt.
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Gast
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Verfasst am: 27 Dez 2005 15:19 Titel: |
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Klingt toll, aber eine Deckungslücke von ca. 700 Milliarden € sind kein Pappenstiel.
Also 1% MWSt. bringt ca. € 8 Milliarden, dann sollten ca. 87,5% MWSt. zur Deckung aussreichen?  Ich weiß nicht recht und € 1200,-- sind wahrlich nicht die Welt...gerade wenn man in Innenstadtlage wohnt und die Preissteigerung für die Konsumsteuern bedenkt.
Wie sollen andere staatliche Projekte Bundeswehr, Polizei, Strassenbau etc finaziert werden???
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Gast
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Verfasst am: 27 Dez 2005 15:23 Titel: |
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| fhk hat folgendes geschrieben: |
Ich glaub du hast mich nicht verstanden. Jobs wie z.B. den Friseur und etliche andere kann man nicht automatisieren (Und ich glaube es wird allgemeinhin unterschätzt wie viele Berufe das wirklich sind!) Will man diese Leute aber einen Anreiz geben zu arbeiten, würde sich das natürlich fast zu 100 % auf den Preis auswirken. Und das würde keiner bezahlen wollen, ganz zu schweigen davon, dass wir in deinem System wahrscheinlich eine Mwst. von um die 50% haben die nochmal oben draufkommt. |
was hast du eigentlich mit deinem friseur...da gibts wohl weitaus bessere beispiele.
es gibt doch etliche , die den friseurberuf aus voller überzeugung ausüben.
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Gast
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Verfasst am: 27 Dez 2005 18:42 Titel: |
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| dr.ball.1 hat folgendes geschrieben: |
| fhk hat folgendes geschrieben: |
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was hast du eigentlich mit deinem friseur...da gibts wohl weitaus bessere beispiele.
es gibt doch etliche , die den friseurberuf aus voller überzeugung ausüben. |
ach komm, dass ging doch noch. beim 3 post denk ich mir auch mal was neues und besseres aus...
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Gast
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Verfasst am: 14 März 2006 13:09 Titel: |
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Ich hab mal ausgerechnet, wie hoch der Beitrag für erwachsene Deutsche bei 1000 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre bei 200 Euro wäre: 750 Milliarden. Das wären gerade mal 75% des jetzigen Haushaltes, oder anders betrachtet, knapp 200 Milliarden mehr als jetzt umverteilt wird. Also sicher nicht unfinanzierbar.
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Gast
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Verfasst am: 14 März 2006 14:31 Titel: |
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| kliesch hat folgendes geschrieben: |
Hm... interessant.
ALlerdings bin ich grad ziemlich besoffen und versteh das alles nich so ganz. Die Finanzierung wär wohl doch nicht ganz so einfach, wie dort dargestellt, denke ich.
Ich trau dem Braten nicht . |
Das ist mal ein witziger Beitrag
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Gast
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Verfasst am: 14 März 2006 16:13 Titel: |
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haben das thema heute in sowi gemacht, so ein zufall.
also es ist ja so, dass dieser grundbetrag lediglich knapp 1200 euro ausmacht, deswegen glaub ich nicht, dass die leute nicht mehr arbeiten gehen wollen, denn wer gibt sich mit 1200 euro im monat zufrieden? das sind denke ich die wenigsten, also ich persönlich will da schon einen besseren lebensstandart.
durch das einführen des grundbetrags würden einerseits ja alle kosten wie Alg2 wegfallen, zudem würde wie schon erwähnt durch das wegfallen der bürokratie erheblich geld gespart werden.desweiteren soll ja so etwas wie eine konsumsteuer eingeführt werden, die auf die ganzen waren draufgepackt werden soll (50%?), da ja durch den grundbetrag der konsum erheblich gesteigert werden soll. das jedoch würde bedeuten, dass die deutschen waren extrem teuer würden, und was passiert dann mit dem tourismus, wenn zb ein tourist aus spanien für 50 euro grad mal ne pulle wasser bekommt?
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Gast
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Verfasst am: 14 März 2006 17:49 Titel: |
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Also mir ist nicht bekannt, dass hierzulande eine Flasche Wasser 33 Euro kostet  Die Waren würden nicht um 50% Prozent teurer werden. Werner schreibt ganz richtig, dass alle Steuern und Sozialabgaben bereits jetzt in den Preisen enthalten sind. Wenn also Unternehmer nicht mehr 40% Abgaben auf Arbeitslöhne zahlen und Steuern abführen muss, steigt seine Marge ja entsprechend, und die Konkurrenz würde zu einer regulierenden Verbilligung führen.
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