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Fehlen Deutschland die "Typen"? - Mehmet Scholl Kr

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PostPosted: 9 Dec 2017 13:20   Post subject: Fehlen Deutschland die "Typen"? - Mehmet Scholl Kr Reply with quote

Schönen Samstag euch allen!

Habe Scholls Kriitk über die Trainer-Ausbildung gelesen und angefangen über seine Worte nachzudenken und ob da etwas Wahres dran ist.
-> https://sport.sky.de/fussball/artikel/scholl-ledert-gegen-trainer-shootingstars-tedesco-und-wolf/11161925/33895?wkz=WXFSL1

Ich weiß, einen Artikel von Sky zu zitieren bzw. vorzuzeigen ist mittlerweile so wie die Bild zu zitieren... aber ist halt so.

Fehlen Deutschland also die Typen?

Wenn man sich mal die Nationalmannschaft anschaut, kann man festhalten, dass gerade die neu-nachgerückte junge Generation technisch auf einem sehr guten Level ist. Aber irgendwie kommt es mir so vor als wären sich die Spieler alle viel zu "ähnlich"; soll heissen: alles irgendwie so Bubis, nur "Ja"-Sager und ohne Ecken und Kanten.

Fehlt da nicht irgendwie Mal ein Kämpfer? Ein Leader, jemand der laut wird, die Mannschaft zur Sau macht, die Spieler bei der Ehre packt und sie auch noch in den letzten Minuten nochmal zur Höchstform auflaufen lässt?
Ich sehe da im Moment auch viele Parallelen zu Dortmund. Da laufen viele talentierte und auch junge Spieler rum. Aber da hat niemand mal die Eier in der Hose so wirklich auf den Tisch zu hauen.

Und gerade da kommt für mich die Kritik von Scholl mit den "weichgespülten" Spielern ins Spiel, die allesamt verschiedene Systeme und eventuell auch Positionen bekleiden können, aber in der Masse dann einfach "untergehen".

Wieso hat Deutschland keinen Effe/Ballack/Schweinsteiger mehr? Ist die Zeit dafür einfach vorbei?

Was meint ihr?
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lor_alt
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Posts: 137
PostPosted: 9 Dec 2017 15:10   Post subject: Reply with quote

ich sag nur Kimmich
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*Sancho*
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Joined: 15 Jul 2011
Posts: 10409
Location: Regensburg
PostPosted: 9 Dec 2017 15:38   Post subject: Reply with quote

Naja, bei Scholls Trainerschelte schwingt wohl auch ein wenig Neid mit. Er hat vor einem Jahr gesagt, dass er wieder als Trainer arbeiten will - und dann kommen einfach diese Tedescos und Wolfs und bekommen vor ihm lukrative Jobs. Sonderlich ernst kann man seine Kritik aus dieser Sicht nicht nehmen.

Aber zum Punkt ansich: Die Problematik ist ja, dass Du in der heutigen Zeit absolut keine Chance mehr als Trainer hast, wenn Du kein wirkliches Taktikverständnis hast. Das ist nunmal Grundvoraussetzung heute für den Profifußball. Motivationsfähigkeiten und ein gewisses Gespür für die Spieler runden so ein Profil ab, nur damit alleine gehts aber heutzutage überhaupt nicht mehr. Mit einem "gehts naus und spielts Fußball" ala Beckenbauer gewinnst heute keinen Blumentopf mehr.

Dazu kommt: Wie man einem Tedesco nach diesem halben Jahr auf Schalke Metalität und Fingerspitzengefühl absprechen kann, ist mir absolut ein Rätsel. Der hat da als erster seit langem Ruhe reingebracht, hat damals als Höwedess weg wollte klar Stellung bezogen und andere in die Pflicht genommen. Bisher kann man davor nur den Hut ziehen.

Auf Spielerseite ist dieser Punkt natürlich auch ganz interessant und ja, darin seh ich z.B. auch eines der Probleme beim BVB. Nur ist halt die Frage, was man unter einem "Typ" versteht. Selbstdarsteller wie einen Effe oder Netzer braucht heutzutage niemand mehr. Vielmehr braucht es "Typen", die nicht durch Worte, sondern durch ihre Spielweise eine Mannschaft aufrütteln können. Das funktioniert aber halt nur dann, wenn sich diese Spieler durch ihre Leistung ein gewisses Standing erarbeitet haben. Das können in der schnelllebigen Zeit heute aber auch nur noch wenige nachweisen - im Zweifel wechseln diese Spieler dann schnell zum nächst höheren Verein.
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PostPosted: 11 Dec 2017 07:59   Post subject: Reply with quote

Eine Leader-Diskussion, die letzte ist gute 3 Jahre her, die davon war 2010. Spieler mit einer gewissen Klasse setzen sich immer durch. In der N11 hatten wir in den letzten 7 Jahren Lahm, Schweinsteiger, Müller, Neuer, Boateng, Hummels, Klose und ich tu dem einen oder anderen sicher unrecht ihn nicht zu nennen.
Keiner von denen geht bei dieser Leader-Diskussion als Typ mit Ecken und Kanten durch und sind mit abnehmendem Alter die Produkten der Ausbildung die Scholl kritisiert. Aus Spieler Ebende sehe ich da überhaupt kein Problem.

Auf Trainer-Seite ist das Problem noch viel geringer. Schaut man sich die derzeit erfolgreichsten Trainer, unabhängig vom Finanzpotenzial an, geht davon überhaupt keiner als „ohne Ecken und Kanten“ durch. Tuchel, Guardiola, Mourinho, Emery, Simeone, Zidane, Enrique oder Klopp. Keiner von denen ist Älter als 55 – Mourinho ist hier schon quasi der Trainer-Dino. Ich persönliche finde es sehr angenehm das aufsteigende Jungs wie Nagelsmann oder Tedesco eben keine Lautsprecher sind die markige Sprüche klopfen oder groß die Klappe aufreissen. Die sind jung, hungrig, fokussiert und bestens ausgebildet. Man könnte, als Ex-Kicker mit zweifelhafter Karriere als TV-Clown natürlich auch „langweilig“ sagen, was will er auch kritisieren? Fachlich dürfen die Jungs ihn in den Boden stampfen.

Scholl polarisiert, Scholl hat schon immer polarisiert und er hat auch schon immer gesagt was ihn stört. Das hat ihn aber eben auch jetzt in eine Position gebracht, auf der in etwa so weit von einem Trainerstuhl in Deutschland entfernt ist wie Lother Matthäus. Und mal ehrlich, der letzte Typ, der aufgrund dieses Attributs einen Posten bekam, war Frings und davor Effe – beide eher semierfolgreich.
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PostPosted: 11 Dec 2017 14:34   Post subject: Reply with quote

Hat Scholl nicht auch kritisiert, dass alle nur Pass, Pass, Pass spielen anstatt auch mal ins gute alte Dribbling zu gehen?

Ist das Fundament dieser Kritik nicht dasselbe, wie das, als er Guardiola kritisiert hat, dass dieser seinen Spielern zuviele Fesseln anlege? Gleichzeitig lobte er Ancelotti, weil die Spieler durch ihre "Freiheiten" die sie von Carletto erhielten nun richtig aufblühen könnten?! (1. Spiel unter Ancelotti 6:0 Sieg gegen Bremen, was es unter Pep ja angeblich nie gegeben hat laut Scholl)

Ein dummschwaetzer vom Herrn...
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