Leipzig auf dem Weg ins Guiness-Buch
Volles Haus und Nummergirls gibt es nirgendwo sonst in der Kreisklasse
Leipzig - Einen wohl einmaligen Rekord kann der Leipziger Fußball-Kultverein 1. FC Lokomotive verzeichnen.
Der Vorgänger- und Nachfolgerverein des insolventen Ex-Bundesligisten VfB Leipzig lockte zu einem Meisterschaftsspiel in der elften Liga 12.421 Zuschauer in das heimische Zentralstadion.
Rekord bisher in Argentinien
Damit ist Lok Leipzig wohl reif für das Guinness-Buch der Rekorde. Nach Angaben der Leipziger eine hält eine argentinische Mannschaft mit 9000 Besuchern in einer vergleichbaren Spielklasse den bisherigen Zuschauer-Rekord.
Der 1. FC Lok, der im Sommer nach seiner Neugründung in der dritten Leipziger Kreisklasse den Spielbetrieb aufnehmen musste, ist nach dem 8:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft von Kreisligist Großdeuben mit nunmehr 67:3 Toren aus sechs gewonnenen Spielen Tabellenführer.
Heiko Scholz als Gastspieler
Als Gastspieler schnürte diesmal Leipzigs Ex-Nationalspieler Heiko Scholz, der im Hauptberuf Co-Trainer des Zweitligisten MSV Duisburg ist, noch einmal die Schuhe für seinen ehemaligen Verein und traf auch zum 1:0.
In den ehemaligen Lok-Spielern Olaf Marschall und Bernd Hobsch saßen zwei weitere Bundesliga-Prominente diesmal noch auf der Tribüne.
Ruhmreiche Vergangenheit
Der Europacup-Finalist von 1987 (0:1 in Athen im Pokalsieger-Wettbewerb gegen Ajax Amsterdam) muss in den kommenden Jahren versuchen, sich von der untersten Spielklasse wieder weit nach oben zu kämpfen.
Nachdem die Fusion mit einem sächsischen Fünftligisten gescheitert ist, sucht der Verein derzeit einen Partner, um möglichst schnell etliche Spielklassen überspringen zu können.
Erzrivale Sachsen hält Rekord im neuen Stadion
Ortsrivale und Viertligist Sachsen Leipzig hält mit 26.000 Zuschauern aus der vergangenen Regionalliga-Saison (0:1 gegen Dortmunds Amateure) den derzeitigen Besucher-Rekord im neuen Leipziger WM-Stadion.
Zum Gastspiel der deutschen Nationalmannschaft am 17. November gegen Kamerun wird die Arena mit etwa 45.000 Plätzen erstmals ausverkauft sein.